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Die 10 giftigsten Tiere der Welt - Anfassen? Schlechte Idee

31.07.2008 um 14:53 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Der Pfeilgiftfrosch ist ein kleiner, bunter Frosch aus den Urwäldern Mittel- und Südamerikas und ist mit Abstand das giftigste Tier der Welt. Niedlich aussehend. sondert er über seine Haut ein extrem giftiges Sekret ab. Gelangt das Gift in den menschlichen Blutkreislauf, treten Muskel- und Atemlähmungen auf, die einen Menschen innerhalb von 20 Minuten töten können. Die Indianer vergiften mit diesem Gift Ihre Pfeile, die sie zur Beutejagd mittels Blasrohr einsetzen.

Zitronengelber Blattsteiger
Schrecklicher Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis)


Der Kugelfisch ist das einzige Tier, das annähernd die Giftigkeit der Pfeilgiftfrösche besitzt. Sein Gift, ein Nervengift, (Tetrodotoxin) ist ca.10.000-mal wirksamer als Zyanid. Trotzdem ist der Fisch genießbar und gilt nicht nur in Japan als Delikatesse. Das Gift befindet sich in der Leber, Haut, Gallenblase und den Eierstöcken der Fische, ein kleiner Fehler bei der Zubereitung, kann zum Tode führen. Das Gift eines einzigen Kugelfisches kann 30 Menschen töten.

Perlhuhn-Kugelfisch
Perlhuhn-Kugelfisch (Arothron meleagris)


Die Würfelqualle ist eher unscheinbar, aber eines der giftigsten Meerestiere. Sie wird auch Seewespe genannt, ist eine Quallenart, kommt vor allem in Australien vor und ist erst in den 50er Jahren entdeckt worden. Ihre Tentakel sind mit giftigen, mit Stacheln und Widerhaken versehenen, Nesselkapseln bestückt, bei Kontakt platzen diese auf und injizieren das Gift in die Haut. Das Gift erzeugt extrem schmerzhafte Verbrennungen - allein der Schock kann schon zum Tode führen.


Der Blauring- Krake ist ein Weichtier, der im westlichen Pazifik zwischen der Küste Australiens und Südostasiens vorkommt. Er ist etwa daumengroß und nur selten mehr als 12 Zentimeter lang. Der Giftvorrat eines Tieres ist so reichlich, dass er 26 Menschen in kürzester Zeit töten kann. Er hat eine blass-braune Hautfarbe, bekommt im erregten Zustand eine leuchtend türkise Warnfärbung. Der Biss kann tödlich sein, das Gift ist das Gleiche, das auch den Kugelfisch so gefährlich macht. Das Tetrodotoxin lähmt in kurzer Zeit die Muskulatur, so dass das Opfer an Atemlähmung stirbt.

Blaugeringelte Kraken
Blaugeringelter Krake (Hapalochlaena)


Die Plattschwanz- Seeschlange lebt in den tropischen Meeresregionen des indischen und pazifischen Ozeans. Ihr Gift gilt als stärkstes Schlangengift überhaupt - sie ist deutlich giftiger als eine Kobra. Nach dem Biss kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Lähmungserscheinungen. Nur sehr wenige Menschen überlebten den Biss einer Seeschlange. Zum Glück sind die Tiere eher beißfaul. Fühlen sie sich bedroht, versuchen sie zu fliehen.

Der Taipan lebt in Australien, sein Gift gehört zu den stärksten Schlangengiften der Welt. Die bei einem Biss abgesonderte Giftmenge reicht aus, um 100 Erwachsene zu töten. Allerdings gilt der Inlandtaipan als scheu, wenig aggressiv und selten. Unter Experten gilt der Küstentaipan als die gefährlichste Giftschlange. Ihr Gift weniger gefährlich als das des Inlandtaipan, sie ist aber neben ihrer Größe von durchschnittlich 2,5 Metern schnell, stark und aggressiv.

Inlandtaipan
Inlandtaipan (Oxyuranus microlepidotus)


Der Skorpion kommt in den Tropen, Subtropen, Wüsten und Halbwüsten vor und hat mehrere Abwehrmechanismen, wobei die auffälligste die Ausstattung mit einem Giftstachel ist. Dieses Gift besteht bei aus zwei Komponenten, eine zum Töten von Nahrung und eine zur Verteidigung. Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht alle Skorpionstiche tödlich. Von den rund 1.500 Skorpionarten sind weniger als 25 Arten in der Lage, einen Menschen tödlich zu vergiften. Je größer das Tier, desto kleiner ist die Gefahr. Bei einer tödlichen Giftdosis tritt der Tod innerhalb von 5 bis 20 Stunden durch Atemstillstand ein.

Gelber Mittelmeerskorpion
Gelber Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus)


Der Steinfisch kommt überwiegend in den Tropen vor und gilt als eine der giftigsten Fischart. Gut getarnt liegt er zwischen den Steinen am Meeresboden, meist nicht zu erkennen. Tritt man versehentlich auf einen Steinfisch, bohren sich seine Giftstachel in die Haut. Der Stich eines Steinfisches verursacht extreme Schmerzen, Lähmungserscheinungen und Schock. Einige Fische, auch der Steinfisch, besitzen zur Abwehr Knochenstrahlen, die mit einer Giftdrüse in Verbindung stehen oder mit Gift produzierendem Gewebe bedeckt sind.

Die Portugiesischen Galeere ist eine Polypenkolonie, auch wenn sie die Erscheinungsform einer Qualle haben. Jede Portugiesische Galeere besteht aus einer Vielzahl von Polypen mit spezialisierten Aufgaben. (Fresspolypen, Geschlechtsglocken, Wehrpolypen, Deckblätter und Fangfäden) Einzeln sind sie nicht lebensfähig. Am häufigsten treten sie auf im Pazifischen Ozean, der Karibik aber auch vor den Kanarischen Inseln und vor Portugal. An den Tentakeln finden sich bis zu 1.000 Nesselzellen pro Zentimeter, die ein Giftgemisch aus verschiedenen Eiweißen enthalten, welches schon bei Hautkontakt direkt an den Nervenzellen wirkt, wo es zu einer Übererregung führt, was zu Atemstillstand und Herzversagen führt. Die Portugiesische Galeere ist somit eine der gefährlichsten Quallenarten.

Die Kegelschnecke lebt in den Gewässern des indischen und pazifischen Ozeans., besonders rund um Australien. Sie besitzen einen komplizierten Giftapparat, der aus drei Teilen besteht: 1. Giftblase, 2. Giftdrüse und 3. Giftzähnchen. (Das sind hohle, mit Widerhaken versehene Pfeile oder Harpunen von mehreren Millimetern Länge.) Die Schnecke kann diesen Zahn in ihr Schlundrohr befördern, mit Gift befüllen und mit Druck aus der Schlundmuskulatur auf das Beutetier schießen. Das Gift der Kegelschnecke, das Conotoxin, führt zu Nerven- und Muskellähmungen und kann für Menschen tödlich sein.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 14:34

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