Tejus Infos: Ratgeber zur Haltung, Futter, Terrarium & mehr

Allgemeine Informationen über Tejus, Haltung, Ernährung, Terrarium & mehr


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Inhaltsverzeichnis
  1. Allgemeine Infos
  2. CITES und Meldepflicht
  3. Name und Aussehen
  4. Größe und Alter
  5. Ernährung
  6. Terrarium: Größe und Temperatur
  7. Terrarium: Die richtige Beleuchtung
  8. Vergesellschaftung

Allgemeine Infos über Tejus



Die Tejus gehören zur Familie der Schienenechsen innerhalb der Reptilien. Ursprünglich stammen sie aus Mittel- und Südamerika. Sie sind die größte Echsenart der Neuen Welt. Sie leben sowohl in subtropischem Klima, als auch in dünn bewachsenen Graslandschaften. Derzeit sind 37 Gattungen und knapp 200 Arten bekannt.

Schwarzweißer Teju

Tejus kann man bedingt als Anfängerreptilien bezeichnen. Sie werden häufig relativ zahm und sind eher ruhige Tiere. Sie sind tagaktiv und gelten als sehr intelligent. Die häufigsten im Terrarium gehaltenen Teju-Arten sind der schwarz-weiße Teju (Salvator merianae, siehe Foto), der rote Teju (Salvator rufescens), der schwarz-gelbe Teju (Tupinambis teguixin, auch Goldteju genannt) und der gelbe Teju.

CITES und Meldepflicht



Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie ist nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Name und Aussehen von Tejus



Die Gattung der Tejus wird Tupinambis genannt und dieser Name leitet sich von einem Indianerstamm in Ost-Brasilien ab. In den meisten anderen Sprachen heißen Tejus „tegus“.

Die Farben variieren zwischen grün-braun, schwarz-weiß, schwarz-gelb, gelb und leuchtend rot.

Größe und Alter von Tejus



Tejus werden, je nach Art, 80 cm bis 120 cm lang. Bei guter Haltung können sie im Terrarium bis zu 20 Jahre alt werden.

Ernährung von Tejus



In freier Natur sind Tejus Allesfresser. Und genauso abwechslungsreich sollte ihr Speiseplan im Terrarium gestaltet werden.

Die Hauptnahrung sollte aus Futtertieren bestehen. Dafür eignen sich z. B. Mehlwürmer, Grillen, Heimchen, Asseln und Maden. Aber auch größere Futtertiere wie z. B. Mäuse und kleine Ratten können verfüttert werden. Alle drei bis vier Tage sollten die Futtertiere mit einem speziellen Vitamin- und Mineralpulver aus dem Fachhandel bestäubt werden.

Insekten können Sie im Sommer und Frühjahr im eigenen Garten oder von einer unbehandelten Wiese selbst einsammeln. Dies bereichert den Speiseplan und schont den Geldbeutel.

Ergänzend sollte Gemüse angeboten werden. Karotten, Tomaten, Gurke oder Zucchini eignen sich gut dafür.
Als kleine Nascherei lieben Tejus auch frisches Obst, z. B. Äpfel, Birnen oder Bananen.

Zusätzlich können Sie gelegentlich ein gekochtes und geschältes Ei, Joghurt, Hühnerfleisch oder Keimlinge anbieten.

Gänzlich ungeeignet sind Süßigkeiten, Schweinefleisch oder Hunde- und Katzenfutter.

Terrarium: Größe und Temperatur



Tejus benötigen aufgrund Ihrer Größe auch ein großes Terrarium. Für ein Pärchen sollten es mindestens 2,20 m x 1,60 m x 1,50 m (LBH) sein. Je mehr Tiere, desto größer muss natürlich auch das Zuhause der Tiere sein.

Idealerweise herrschen im Teju-Terrarium verschiedene Klimazonen. Die Grundtemperatur sollte tagsüber bei 30 Grad liegen. Es sollte aber auch ein oder zwei Wärmeplätze geben, an denen es bis zu 45 Grad heiß werden darf. Nachts darf es auf bis zu 22 Grad abkühlen.

Wenn Sie Ihren Tieren eine Winterruhe gönnen möchten, können Sie die Temperaturen nach und nach auf bis zu 8 Grad absenken, um Sie nach der Winterruhe von rund drei Monaten, wieder langsam ansteigen zu lassen. Winterruhe sollte nur von erwachsenen und gesunden Tieren gehalten werden.

Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 70 bis 90 % liegen. Sehr gut unterstützt wird diese durch ein Wasserbecken, dass die Tiere auch zum Trinken und Baden benützen. Ansonsten hilft mindestens zweimal täglich sprühen oder eine Berieselungsanlage.

Auf dem Boden sollten Sie eine hohe Schicht Bodensubstrat einfüllen. Das Substrat darf ruhig etwas feucht sein.

Im Terrarium sollte es einige Plätze zum Verstecken geben, z. B. große Tonröhren oder große ausgehöhlte Steine. Zusätzlich sollten ein paar robuste Pflanzen vorhanden sein, z. B. Yucca-Palmen oder Farnarten. Wenn Ihre Tejus auch diese niedertrampeln, können Sie auch auf künstliche Pflanzen zurückgreifen.

Zum Klettern und Ausruhen dienen dicke Äste, kleine Baumstämme, Steine oder Wurzeln.

Da auch den Tejus echtes Sonnenlicht sehr gut tut, können Sie im Sommer die Tiere auch stundenweise in ein Freiluft-Terrarium setzen. Hierfür gibt es spezielle Netzterrarien im Fachhandel, es darf aber auch ein normales Terrarium sein. Wichtig ist nur, dass auch hier die Temperatur weder zu hoch noch zu niedrig wird. Und selbstverständlich müssen die Tiere sicher vor Wildtieren, Passanten und Zugluft geschützt sein.

Terrarium: Die richtige Beleuchtung



Idealerweise sorgt ein System aus mehreren Lampen für eine möglichst naturgetreue Beleuchtung. Als hauptsächliche Lichtquelle eignen sich z. B. HQI-Strahler.

Außerdem benötigen Tejus UV-Licht. UV-B-Licht hilft, lebenswichtiges Vitamin B3 im Körper zu bilden, das wichtig für die Knochen ist. UV-A-Licht sorgt für Aktivität und Bewegung.

Wie alle wechselwarmen Tiere lieben Tejus die Wärme. Daher sollten Sie mit mindestens einer Wärmelampe für Wärmeplätze sorgen, an denen es bis zu 45 Grad werden darf. Ganz wichtig ist, dass diese Wärme nur lokal herrscht und nicht das gesamte Terrarium aufheizt.

Die Beleuchtung sollte täglich etwa 10 bis 12 Stunden angeschaltet werden.

Vergesellschaftung von mehreren Tejus



Tejus können als Paare oder in Gruppen gehalten werden. Am Besten immer ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen.
Sogar eine Vergesellschaftung mit anderen Echsen (z. B. Grüner Leguan) ist möglich, wenn diese ähnliche Lebensgewohnheiten haben und das Terrarium ausreichend groß ist.


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Autor: M. Thalheim (05/2008) | Zuletzt geändert am/um: 13.12.2019 um 11:57

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