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Die Hundenase - Spannende Fakten zum Hochleistungsorgan

02.06.2020 um 15:43 (Letzte Aktualisierung: 02.06.2020)


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Eine Hundenase ist einzigartig. Sie hilft dem Menschen bei der Spurensuche, bei der Suche nach Vermissten oder illegalen Waren. Selbst eine Woche nach einem Brand können Hunde noch erschnüffeln, ob Brandbeschleuniger eingesetzt wurden. Hunde riechen rund 1 Mio. mal besser als ein Mensch. Sie zählen zu den Nasentieren (Makrosmatiker). Bei jedem Gassi gehen erschließen sich Hunden eine Welt aus Gerüchen, die dem Menschen verborgen bleibt.

Hundenase

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]

Wie viel besser riecht ein Hund gegenüber dem Menschen?



Mit 6000 Rezeptorarten und 30 Mal mehr Riechzellen als ein Mensch ist uns eine Hundenase deutlich überlegen. Die Nasenschleimhaut eines Hundes ist im Durchschnitt 150 Quadratzentimeter, bei einem Schäferhund sogar 200 Quadratzentimeter, groß. Die verzweigten Nasenmuscheln vergrößern die Oberfläche der Hundenase. Die Nasenschleimhaut eines Menschen ist nur fünf Quadratzentimeter groß und die Nasenmuscheln sind recht einfach gebaut. Zudem verfügen Hunde über ein extrem großes Riechhirn. Es umfasst zehn Prozent des gesamten Gehirns. Beim Menschen sind es nur ein Prozent. Eine Hundenase kann bei jedem Nasenloch einen anderen Geruch aufnehmen und somit zwei Fährten gleichzeitig verfolgen. Das Riechen selbst findet an der Riechschleimhaut statt, wo auch die Riechzellen fixiert sind. Das Einatmen erfolgt über die vorderen Nasenlöcher, das Ausatmen über den seitlichen Nasenschlitz. Ein Hund riecht sogar bis 8 Meter unter einer geschlossenen Schneedecke und drei Meter in einen natürlichen Boden hinein.


Was bedeutet eine trockene Hundenase?



Eine trockene Hundenase weist nicht immer auf eine Erkrankung des Hundes hin. Sie kann unterschiedliche Ursachen haben. Nur in Verbindung mit Erbrechen, Unwohlsein oder Durchfall des Hundes oder bei Krustenbildung und Ausfluss sollte man einen Arzt aufsuchen. Ein Grund für eine trockene Hundenase können Wassermangel und trockne Heizungsluft sein. Deshalb sollte einem Hund immer ein Trinknapf mit frischem Wasser zur Verfügung stehen. Auch UV-Strahlen können die Nase eines Hundes austrocknen. Ein Sonnenschutz für Hunde kann dem Austrocknen des Riechorgans vorbeugen. Ein weiterer Grund für eine trockene Nase beim Hund können Allergien sein, die sich am Anfang durch die Austrocknung der Nasenschleimhaut zeigen. Auslöser sind zum Beispiel Putzmittel, Metalle oder Kunststoffe. Bei der Abklärung hilft ein Allergietest beim Tierarzt. Zudem kann die Hundenase nach dem Schlaf einfach trocken sein, weil sich Hunde beim Schlafen weniger oft über die Nase schlecken.

Was bedeutet eine feuchte Hundenase?



Duftmoleküle bleiben an einer feuchten kalten Hundenase am besten kleben. Ist die Hundenase kalt und feucht, ist der Hund gesund. Damit das so bleibt, muss ein Hund viel Flüssigkeit aufnehmen. Die Nasenfarbe der feuchten Hundenase variiert von Schwarz bis Rosa. Ist der Hund gesund, hält er seine Nase durch Belecken selbst feucht. Zudem wird die Nase mit Drüsensekreten befeuchtet. Eine spezielle Nasenpflege ist nicht notwendig.


Über welche Entfernung kann ein Hund riechen?



Ein extra ausgebildeter Hund wie ein Mantrailer kann einen Menschen aufgrund von DNA oder Schweiß in einer Entfernung von bis zu 10 Kilometern riechen. Erst dieses Jahr wurde in Experimenten gezeigt, dass Hunde nicht nur Gerüche, sondern auch Wärme riechen können. Ein Hund riecht zudem in Bildern.

Welche Hunderasse hat die beste Spürnase?



Der Bloodhound (Schweißhund) riecht mit 300 Millionen Riechzellen am besten. Danach folgen der Deutsche Schäferhund, der Labrador Retriever, der Beagle, der Deutsche Kurzhaar, der Pointer und der Malinois mit 225 Millionen Riechzellen. Hunde mit langer Nase riechen besser als Hunde mit kurzer Nase und auch eine dunkel pigmentierte Nase riecht besser als eine hellfarbene Hundenase.

Woran erkennt man eine Erkältung beim Hund?



Ein Hund kann, genau wie ein Mensch, eine Erkältung mit Fieber bekommen. Symptome für eine Erkältung sind:
  • Ausfluss aus der Nase
  • tränende Augen
  • Niesen und Husten
  • Müdigkeit
  • Erbrechen
  • Fieber (bei schweren Infekten)
Eine Erkältung beim Hund tritt nicht saisonal wie beim Menschen auf, sondern wird durch Ansteckung von anderen Hunden oder durch Stress, der das Immunsystem schwächte, ausgelöst. Bei Fieber über 40 °C sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden, denn so hohes Fieber ist für einen Hund lebensbedrohlich. Der Tierarzt verabreicht bei Bedarf Schleimlöser (Husten) oder ein Antibiotikum (bei einer bakteriellen Infektion). Bei einer Erkältung sollte sich der Hund gesund schlafen, nur kurze Gassirunden zur Erleichterung gehen und leichtes bekömmliches vitaminreiches Futter erhalten. Bei Bedarf stellt man eine Wärmelampe am Hundebett auf. Vorsicht!: Erkältungsmedikamente für Menschen sind für einen Hund ungeeignet. Sie können zu Vergiftungen führen.

Kann ein Hund riechen ob man schwanger ist?



Hunde riechen es, wenn ein epileptischer Anfall droht oder wenn der Blutzucker absinkt. Hunde können riechen, wenn ein Mensch Krebs hat. Bei entsprechenden Tests zu Blasenkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs, Eierstockkrebs und Lungenkrebs lag die Trefferquote einer Hundenase bei über 90 Prozent. Hunde können im Wald Borkenkäfer erschnüffeln oder verstecktes Falschgeld. Besonders gerne schnüffeln Hunde im Schritt eines Menschen. Die dort produzierten Pheromone, die für Menschen kaum riechbar sind, geben dem Hund Auskunft über unsere Gefühle, das Geschlecht und das Alter. Hunde können erschnüffeln, ob eine Frau schwanger ist, oder in welchen Teil des Menstruationszyklus sie sich gerade befindet.


Gibt es auch Gerüche die ein Hund gar nicht mag?



Reagiert ein Hund auf einen Duft mit Niesen oder Schnauben, sind die Schleimhäute in der Nase gereizt. Manche Gerüche sind für einen Hund so intensiv, dass sie in der Nase brennen. Das passiert bei Düften, die der Hund nicht mag. Dazu zählen Ammoniak und Räucherstäbchen, die für einen Hund sehr unangenehm riechen. Hunde mögen den Geruch von Zitrusfrüchten und von Essig nicht und Hundenasen reagieren empfindlich auf Kräuter wie Basilikum, Pfefferminz und Lavendel mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Den Geruch von Backpulver ordnen Hundenasen dagegen als neutral ein. Mit in Wasser gelöstem Backpulver lassen sich Markierungen anderer Hunde im eigenen Revier entfernen. Als sehr unangenehm für Hunde gilt auch der Geruch von Mottenkugeln (Naphthalin) und von scharfen Gewürzen wie Pfeffer oder scharfer Paprika.

Hat der Hund den feinsten Geruchsinn im Tierreich?



Die feinste Nase im Tierreich hat ein Aal. Er kann einen im Bodensee versenkten Zuckerwürfel riechen, der 250 Meter tief liegt. Auch Afrikanische Elefanten (200 Erbfaktoren für Geruchsmoleküle) können besser riechen als Hunde.

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Zuletzt geändert am/um: 02.06.2020 um 16:03

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