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Supermamis im Tierreich - Mut und Opferbereitschaft

02.05.2014 um 12:16 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Im Mai ist Muttertag – ein guter Anlass, auch mal die Leistungen der tierischen Mütter zu würdigen. Denn die hungern nicht selten oder opfern sogar ihr eigenes Leben, damit der Nachwuchs sicher heranwachsen kann. So schwimmen Grauwale im Herbst von ihrer Heimat in den Nordpolarmeeren 10.000 Kilometer bis zu den Küstengewässern Mexikos. Dort sind die Aufzuchtsbedingungen für den Nachwuchs ideal: das Wasser ist warm und es gibt keine gefährlichen Orcas. Allerdings gibt es für die 40 Tonnen schweren Meeresbewohner kaum Nahrung. Die kleinen Grauwale braucht das nicht zu stören. Mamas fette Milch lässt sie pro Tag unglaubliche 30 Kilogramm zunehmen. Bei den Walkühen geht die Kombination aus Powerstillen und Fasten allerdings an die Substanz: Wenn sie im Frühling wieder in ihrer Heimat ankommen, haben sie bis zu einem Drittel ihres Körpergewichtes verloren.

Eisbär Mama mit Baby

Auch für die Eisbärenmutter bedeutet Kinderkriegen eine strenge Fastenzeit. Bis zu acht Monaten verbringt sie mit ihren Neugeborenen in einer Schneehöhle. In dieser Zeit säugt sie die Jungen, verzichtet aber selber darauf, auf Robbenjagd zu gehen.

Mut und Opferbereitschaft von Tiermüttern



Orang-Utans tragen ihre Kinder drei bis vier Jahre lang auf dem Bauch und später auf dem Rücken herum. Erst mit sieben bis neun Jahren sind die kleinen Menschenaffen bereit völlig „auf eigenen Füßen zu stehen“. Gibt man ihnen Gelegenheit dazu, pflegen Kühe sogar ein Leben lang Kontakt zum Kalb. Man kann sich leicht vorstellen, welchen Stress es für Mutter und Kind bedeutet, wenn sie wie in den meisten landwirtschaftlichen Betrieben üblich kurz nach der Geburt voneinander getrennt werden.

Orang Utan Mama mit Baby

Manchmal geht die Mutterliebe soweit, dass die Tiermama ihr eigenes Leben riskiert. So greifen Elchkühe im Notfall sogar Bären und Wölfe an, um sie von ihren Kälber fernzuhalten. Auf den ersten Blick ein aussichtsloses Unterfangen, aber manchmal haben die Elche offenbar den Überraschungseffekt auf ihrer Seite. Jedenfalls wurde in den USA schon beobachtet, wie Elchmütter Grizzlybären vertreiben konnten. Unglaublich mutig sind aber auch Hühner. Die Glucken lassen ihre Küken kaum aus den Augen und greifen manchmal sogar Menschen, Hunde oder Katzen an, wenn diese dem Nest zu nahe kommen.

Noch weiter geht die Opferbereitschaft bei der Australischen Krabbenspinnen. Sie lässt sich von ihren Jungen aussaugen, um durch ihren Tod deren Überlebenschancen zu steigern. Auch die Seelaus wird nur einmal in ihrem Leben Mutter. Bei der Geburt fressen sich die Baby-Seeläuse durch den Körper ihrer Mutter auf die Welt.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 14:41

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