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Haarausfall bei Katzen: Infos, Ursachen & Behandlung

07.08.2009 um 20:27 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Der Haarausfall bzw. die Alopezie bei der Katze bezeichnet oft einen symmetrischen Haarausfall, der sich an besonders anfälligen Stellen zeigt. Dieser kann in verschiedenen Formen auftreten.

Die Krankheit wird zunächst einmal in den angeborenen Haarausfall (Alopecia congenita) oder den erworbenen Haarausfall unterteilt. Der erworbene Haarausfall kann wiederum in „lokal“ (Alopecia areata) oder „generalisiert“ (Alopecia generalisata) gegliedert werden.

Katze hat Haarausfall

Der angeborene Haarausfall ist eine seltene Autoimmunerkrankung des Tieres. Charakteristisch sind von einem Krankheitsherd ausgehende, nicht-entzündliche Stellen mit anschließendem Haarausfall. Es wurden bisher viele Therapien versucht, jedoch gab es keine spezifische, die jedem Tier geholfen hätte. Bei der Mehrzahl der Katzen gingen jedoch zwischen sechs Monaten und zwei Jahren die Symptome spontan und dauerhaft zurück.

Der erworbene, lokale Haarausfall breitet sich hauptsächlich über Kopf und Rumpf aus und verläuft ohne Hautläsionen. Leider liegen hier bezüglich der Therapie keine Erfahrungen vor, da diese Form der Alopezie bei Katzen selten vorkommt.

Weitere Ursachen des Haarausfalls können auch die endokrine und die selbstinduzierte Alopezie sein.

Die endokrine Alopezie entsteht aus einer hormonellen Veränderung heraus. Diese Art des Haarausfalls kommt häufig bei Katern nach der Kastration, weniger jedoch bei Katzen vor. Das Fell des Tieres kann dabei leicht herausgezogen werden und wird an vielen Stellen dünner. Hier kann eine Verabreichung von Hormonen sinnvoll sein. Sobald das Gleichgewicht des Hormonhaushalts wieder hergestellt ist, verschwinden auch die Symptome.

Die selbstinduzierte Alopezie (kurz FSA: „Feline Selbstinduzierte Alopezie) kann wiederum unterteilt werden:

Zunächst kann ein Parasitenbefall der Grund für Haarausfall sein. Oft sind die Parasiten aber nicht leicht nachzuweisen, da die Katze durch das intensive Belecken ihres Fells die Parasiten und die Eier entfernt. Deshalb werden Kotproben zum Nachweis genommen. Wenn Parasiten nachgewiesen werden, hilft eine spezielle Behandlung zur Abtötung des Ungeziefers.

Eine weitere Ursache sind allergische Reaktionen. Diese können zum Beispiel durch Pollen, Hausstaub und Futterallergene hervorgerufen werden. Eine Allergie auf Umweltallergene kann durch einen Haut-Allergietest nachgewiesen und gut mit Cortison behandelt werden. Schwieriger wird es bei der Allergie auf Futterbestandteile. Hier bleibt nur die Möglichkeit einer sogenannten „Hypoallergendiät“. Hier wird durch Provokation der Auslöser gefunden.

Die psychogene Alopezie ist eine weitere Form der FSA. Sie wird in den meisten Fällen durch Stress der Katze wie zum Beispiel durch ein Trauma, einen Umzug, Verlust eines Partners usw. ausgelöst. Hier hilft Vermeidung von Stresssituationen, Unterstützung durch den Katzenbesitzer und viel Geduld.

Des Weiteren findet man die psychogene Leckalopezie. Sie wird in die Reihe von Verhaltensstörungen eingegliedert. Denn dabei leckt oder beißt die Katze so lange ihr Fell, bis sich Stellen der Haut entzünden und sich Haarausfall einstellt. Dies ist für Besitzer oft schwer von einer Erkrankung durch Pilz- oder Parasitenbefall zu unterscheiden, vor allem, da die Katze dies oft heimlich macht. Wenn vom Arzt physische Erkrankungen ausgeschlossen werden, kann diese Störung mit einer Verhaltenstherapie (oft auch in Verbindung mit Psychopharmaka) beseitigt werden.

Das Thema Haarausfall bei der Katze kann noch viel weiter ausgedehnt werden. Hier hilft bei Interesse das Gespräch mit Ihrem Tierarzt / Ihrem Tierheilpraktiker oder entsprechende Literatur.

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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 12:52

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