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Die häufigsten Hundekrankheiten - Symptome & Behandlung

23.03.2020 um 13:27 (Letzte Aktualisierung: 23.03.2020)


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Damit der beste Freund des Menschen gesund und munter durch die Wiesen laufen kann, sollte das Herrchen oder Frauchen auf alle eventuellen Anzeichen möglicher Erkrankungen achten. Denn leider können die Vierbeiner nicht sprechen und sagen, wenn sie etwas haben. Daher müssen wir als Halter darauf achten, ob sie sich eventuell etwas anders verhalten als sonst. Wer sich jeden Tag mit seiner Fellnase beschäftigt, bemerkt sofort, wenn er krank ist. Dabei sollte jede Veränderung ernst genommen werden, um alle Beschwerden schon frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Der folgende Ratgeber nennt die häufigsten Hundekrankheiten, welche Symptome mit sich bringen und wie sie behandelt werden können.

kranker Hund


Inhaltsverzeichnis [Verbergen]

Wie erkenne ich, dass mein Hund krank ist?



Einige Krankheiten zeigen sich eindeutig, andere bringen kaum Symptome mit und sind nur sehr schwer zu erkennen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir genau hinschauen und einen Tierarzt aufsuchen, wenn etwas nicht stimmt. Viele Hunde fressen nicht, wenn sei krank sind. Das kann allerdings auf verschiedenste Krankheiten hinweisen und sollte daher genauer untersucht werden. Anders als die meisten Menschen können Hunde ihre Beschwerden sehr gut verstecken. Doch wenn wir genau hinschauen, erkennen wir ein ungewöhnliches Verhalten und sollten dieses genau beobachten und eventuell auch einen Tierarzt aufsuchen.


Welche Krankheiten kann ein Hund haben?



Allergien und Futtermittelunverträglichkeit



Wenn ein Hund sein Futter einfach nicht verträgt, können eine Futtermittelallergie oder auch eine Futtermittelunverträglichkeit die Folge sein. In der Nahrung befinden sich in diesem Fall bestimmte Inhaltsstoffe, die der Vierbeiner nicht oder nicht richtig verwerten kann. Futtermittelunverträglichkeiten sind bei einem Hund in erster Linie an seiner Haut zu erkennen. Doch auch am Magen-Darm-System zeigen sich oft bestimmte Symptome. So müssen sich betroffene Hunde übergeben und leiden unter Durchfall, Blähungen, Bauchkrämpfen und unangenehmen Aufgasungen.

Auch wenn sie mehr als drei Mal täglich Kot abgeben, kann dies bedeuten, dass sie das Futter nicht vertragen. Häufig wird in einem solchen Fall eine Anschlussdiät durchgeführt, um den Verursacher herauszufinden. Sie wird als sicherste Möglichkeit zur dessen Bestimmung angesehen. Der Vierbeiner erhält über einen bestimmten Zeitpunkt bestimmte Eiweiß- und Kohlenhydratquellen, die er bislang noch nicht zu sich genommen hat. Wenn dann irgendwann eine Besserung zu erkennen ist, wird zusätzlich noch ein sogenannter Provokationstest absolviert.

Dabei erhält der Vierbeiner jede Woche einen anderen eventuellen Auslöser. Wenn er sich davon wieder übergeben muss oder Durchfall bekommt, ist der Übeltäter gefunden und kann vom Speiseplan des Hundes gestrichen werden.

Ohrenentzündung



Viele Hunde, die unter einer Ohrenentzündung leiden, schütten ihren Kopf immer wieder und kratzen sich mit der Pfote so gut es geht am Ohr. Die Krankheit ist für den Vierbeiner nicht nur sehr unangenehm, sondern kann unbehandelt in vielen Fällen auch ernstere Folgen haben. Daher sollte bei dem Verdacht auf eine Ohrenentzündung unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Normalerweise sind die Ohren von Hunden sehr sauber, wofür ein körpereigener Reinigungs- und Schutz-Mechanismus sorgt. Dieser kann aber gestört werden, wenn die Fellnase falsche Nahrung bekommt, unzureichend gepflegt wird oder Arzneimittel einnehmen musste.

Hund mit Ohrenentzündung beim Tierarzt

Der Tierarzt wird bei Verdacht auf eine Ohrenentzündung versuchen herauszufinden, wie diese entstanden ist. Zudem reinigt er den Gehörgang, indem er den Ohrschmalz und eventuell vorhandene Entzündungssekrete entfernt. Gerade Letztere sind ein perfekter Nährboden für diverse Krankheitserreger (Bakterien, Viren oder Pilze), die für die Entzündung verantwortlich sein können. Teilweise wird diese zusätzlich auch noch mit einem Medikament behandelt. Wenn es sich um eine nur leichte Ohrenentzündung handelt, reicht in den meisten Fällen ein pflanzliches Präparat aus.

Augenerkrankungen, Augenentzündung und Grauer Star



Der sogenannte Graue Star ist eine der häufigsten Ursachen für das Erblinden bei Hunden. Mittlerweile kann diese Krankheit aber vielfach erfolgreich operiert werden. Dabei wird die trüb gewordene Linse entfernt und dann durch eine Kunstlinse ersetzt. Dadurch kann der Hund weiterhin sehen und hat eine höhere Lebensqualität. Andere Augenerkrankungen werden spezifisch behandelt.

Zahnfleischentzündung



Die Zahnfleisch-Entzündung, auch Gingivitis genannt, kann für Hunde sehr schmerzhaft sein. Sie kann an einem geröteten und oft auch geschwollenen Zahnfleisch erkannt werden. Häufig hat ein betroffener Hund auch Mundgeruch oder Zahnfleischbluten. Solche Entzündungen werden auf unterschiedliche Weisen behandelt, wie zum Beispiel mit:

Flöhe



Ein Flohbefall lässt sich in den meisten Fällen sehr einfach nachweisen. Teilweise, wenn die Tiere sogar schon beim Springen erkannt werden können, ist ein starker Befall bewiesen. Bis dann sollten Hundebesitzer aber nicht warten. Besser ist es, das Tier regelmäßig mit einem Flohkamm aus der Tierhandlung zu kämmen und so auf Flöhe zu untersuchen. Der Kot dieser Mitbewohner zeigt sich in Form von kleinen schwarzen Krümeln. Wenn diese immer wieder und vor allen in großen Mengen im Kamm zu sehen sind, gilt es zu handeln.

Hund mit Flöhen

Zunächst einmal werden die erwachsenen Tiere bekämpft, indem ein spezielles Flohmittel auf das Fell der Vierbeiner gegeben wird. Allerdings sollte hierzu immer ein Tierarzt befragt werden. Denn er muss das passende Präparat verschreiben. Auf Mittel aus den freien Handel sollte dagegen besser verzichtet werden. Denn diese können diversen anderen wie zum Beispiel Katzen schaden. Darüber hinaus gibt es spezielle Halsbänder, die zum einen die bereits vorhandenen Flöhe vertreiben und zum anderen auch verhindern, dass sich neue Flöhe ansiedeln.

Zecken



Hunde stromern gerne in der Natur umher. Da ist es fast nicht zu verhindern, dass sie mit Zecken in Kontakt geraten. Daher sollte das Fell insbesondere in den Monaten März bis Oktober nach jedem Spaziergang gründlich nach den ungeliebten Tieren abgesucht werden. Hierfür wird es idealerweise komplett ausgebürstet. Dabei wird Ausschau nach den kleinen Zecken gehalten. Eventuell sind diese auch schon bereits in der Haut. In diesem Fall werden sie mit einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenschlinge herausgedreht. Wenn dabei versehentlich der Kopf in der Haut stecken bleibt, sollte zur Sicherheit ein Tierarzt aufgesucht werden.

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Würmer



Viele von Würmern befallenen Hunde zeigen keine Symptome. Allerdings verhalten sie sich oft etwas anders. Daher sollte der Besitzer seinen Liebling stets gut beobachten. Folgende Beschwerden können unter Umständen auf einen Wurmbefall hindeuten:
  • Juckreiz um den Anus
  • stumpfes Fell
  • Apathie und Schwäche
  • diverse Probleme des Verdauungstraktes, zum Beispiel Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung
  • Hautekzeme
  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • aufgeblähter Bauch
  • Mangelerscheinungen durch Nährstoffentzug
Übrigens rutscht ein von Würmern befallener Hund häufig mit dem Hinterteil über den Boden, da die Beschwerden einen starken Juckreiz herrufen können. Um den Befall zu vermeiden, sollte jeder Vierbeiner regelmäßig (ungefähr alle drei Monate) entwurmt werden.

Hunde Diabetes, Diabetes mellitus



Wenn ein Hund unter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) leidet, hat er nicht selten unnormal viel Hunger oder Durst. Zudem müssen viele betroffene Vierbeiner sehr häufig ihre Blase entleeren, nehmen stark ab, ist ganz allgemein sehr schwach und hat eine langsamere Wundheilung. Die meisten zuckerkranken Hunde werden mit Insulin behandelt. Der Tierarzt bestimmt die Dosis, das Mittel und auch die Häufigkeit der Medikamenten-Gabe.


Hüftgelenksdysplasie oder Hüftdysplasie HD



Die Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung im Bereich des Hüftgelenks. Davon können sehr fast alle Hunderassen betroffen sein. Allerdings leiden größere Rassen aufgrund des höheren Gewichts deutlich häufiger unter diesem Krankheitsbild. Betroffene Hunde sind lahm oder wollen sich einfach nicht mehr wie sonst bewegen.

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Je nach Schwere der Erkrankung wird entweder eine konservative Behandlung ausreichen oder aber eine chirurgische Behandlung notwendig werden. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Hundebesitzer stets das Gewicht seines Lieblings im Auge behält. Zudem kann der Tierarzt Schmerzmittel und gelenksaufbauende Substanzen verschreiben und Gelenksinjektionen einsetzen.

Dackellähme Diskopathie



Bei der sogenannten Dackellähme (Diskopathie) handelt es sich um Lähmungserscheinungen im Bereich der Gliedmaßen eines Hundes. Diese Krankheit wird in den meisten Fällen von einem Bandscheibenvorfall verursacht. Es tritt Gewebe aus der Bandscheibe aus und drückt dann auf die direkt umliegende Nerven. Die Dackellähme wird, je nach Schweregrad, auf unterschiedliche Weisen behandelt. Liegen lediglich Schmerzen vor, kann der Tierarzt versuchen, diese mit speziellen schmerzstillenden und eventuell auch entzündungshemmenden Medikamenten zu lindern. Zudem sollte sich der Vierbeiner einige Wochen schonen.

Sobald es ihm besser geht, ist Physiotherapie sehr wichtig. Denn durch die speziellen Bewegungen lässt sich die Heilung anregen. Handelt es sich hingegen um einen schweren Fall mit Lähmungen und Einschränkungen im Bereich der Blase oder des Darms ist eine Operation wahrscheinlich. Nach dieser sollte der Besitzer oder Halter unbedingt darauf achten, dass der Vierbeiner die erste Zeit möglichst keine Treppen steigt oder seine Wirbelsäule auf eine andere Weise sehr stark belastet.

Parvovirose Canines Parvovirus



Parvovirose ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit bei Hunden. Sie muss unbedingt behandelt werden, da sie sonst im schlimmsten Fall tödlich enden kann. Die Symptome der Parvovirose sind zumeist unspezifisch, sodass viele Beschwerden auftreten können, wie zum Beispiel Inappetenz, Apathie, Erbrechen oder Durchfall. Sie können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Teilweise ist auch Blut im Kot enthalten. In jedem Fall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird dem Hund zunächst einmal Infusionen verabreichen, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen und durch Antibiotika die Ausbreitung von Bakterien zu verhindern.

Darüber hinaus erhält der Vierbeiner spezielle Mittel, um das Erbrechen zu stoppen und die Schmerzen zu lindern. Wichtig ist auch, dass der Vierbeiner nach der Behandlung erst einmal nicht mit anderen Tieren in Kontakt gerät. Denn so lässt sich verhindern, dass sich die Viren noch weiter ausbreiten. Wenn er nicht mehr erbricht, bekommt er noch Medikamente zur Entwurmung. Allerdings kann die Behandlung auch etwas variiert werden, wenn die Beschwerden verschieden ausfallen.

Räude



Die sogenannte Räude ist eine Milbenerkrankung bei Hunden. Die betroffenen Tiere leiden teilweise unter starkem Juckreiz und verlieren einen Teil ihres Felles. In warmer Umgebung kann sich Ersterer sogar noch verschlimmern. Für eine Räude sprechen zudem rote und circa stecknadelkopfgroße Pusteln auf der Haut der Tiere. Wenn diese Symptome bei dem eigenen Hund zu erkennen sind, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Dieser wird zunächst eine mikroskopische Untersuchung durchführen, um die exakte Art des Befalls zu bestimmen. Anhand des Befundes verschreibt er dann ein passendes Milbenmittel.


Zudem wird der Vierbeiner über mehrere Wochen mit einer Spezialshampoo-Kur behandelt. Durch diese werden die Milben und auch die Larven und Nymphen effektiv bekämpft. Nach der Behandlung wird der Hund noch einig Wochen isoliert, um zu verhindern, dass die Erreger auf die anderen im Haushalt lebenden Tiere oder auch auf den Halter übergehen. Auch wenn dies nicht ganz einfach ist, sollte dieser Schritt unbedingt durchgehalten werden. Dazu gehört auch, dass der Hund am besten nur mit Handschuhen angefasst wird und alle Textilien, mit denen er in Kontakt war, regelmäßig gewaschen werden.

Zwingerhusten Infektiöse Tracheobronchitis



Der Zwingerhusten ist eine sehr ansteckende und schwerwiegende Erkrankung der oberen Atemwege eines Hundes. Sie kann an Husten, Würgen, Erbrechen und Fieber erkannt werden und wird durch Viren und/oder Bakterien hervorgerufen. Die Behandlung richtet sich nach dem Gesunndheitszustand des Vierbeiners. In den meisten Fällen verschreibt der Tierarzt aber hustenlindernde, fiebesenkende und schleimlösende Mittel, die zudem auch die Abwehrkräfte stärken. Wenn auch eine bakterielle Infektion auftritt, muss der Vierbeiner zudem auch Antibiotika einnehmen.

Magendrehung



Die Magendrehung (Torsio ventriculi) ist eine Krankheit bei Hunden, bei der sich der Magen der Tiere verdreht. Betroffene Vierbeiner nehmen an Bauchumfang zu, sind unruhig und sind einfach schwächer. Die Magendrehung wird zumeist operativ durchgeführt, indem der Magen wieder an seinen ursprünglichen Ort verlagert wird. Doch zuvor muss der Tierarzt durch Infusionen den Kreislauf des Tieres wieder stabilisieren. Denn nur dann kann er eine Narkose durchführen.

Tumorerkrankungen, Krebstumore und Lipome



Leider zeigen Hunde mit Tumorerkrankungen oder Lipomen verschiedene Symptome. Vielfach lassen sich diese aber ertasten und in vielen Fällen auch operativ entfernen. Wer einen ungewöhnlichen Wuchs am Körper seines Tieres bemerkt, sollte unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann auf unterschiedliche Weisen feststellen, ob es sich um einen Tumor oder ein Lipom handelt und dann die entsprechenden Maßnahmen einleiten.

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Zuletzt geändert am/um: 23.03.2020 um 13:42

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