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Wälzen ist für Pferde Wellness pur

29.09.2014 um 08:33 (Letzte Aktualisierung: 10.01.2020)


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Reiter sehen es oft nicht wirklich gerne, wenn ihr Pferd vor der Reitstunde zur dicksten Schlammpfütze auf dem Paddock oder zur großen Sandkuhle auf der Weide läuft, den Untergrund beschnuppert und mit den Vorderhufen untersucht, sich ein paarmal im Kreis dreht, sich dann über die Vorderfußwurzelgelenke fallen lässt und sich dann genüßlich hin und her wälzt. Besonders auf frisch gewaschene Schimmel scheinen Schlammlöcher eine magische Anziehungskraft zu haben.

Pferd wälzt sich im Sand

Doch auch wenn es manchmal ein bisschen lästig sein kann, dem Pferd vor dem Satteln erst den Sand oder Matsch aus dem Fell zu bürsten, sollte man dem Vierbeiner das Wälzen auf jeden Fall ermöglichen und zwar auch ohne Decke. Denn das Wälzen ist nicht nur für das Wohlbefinden des Pferdes wichtig, sondern auch ein wichtiges Gesundheits- und Pflegeprogramm. Druck und Reibung auf dem Untergrund lösen abgestorbene Hautzellen, lose Haare, Parasiten und Schweiß und fördern die Durchblutung von Haut und Muskeln. So gesehen ist das Wälzen das ideale Schönheitsprogramm, das langfristig der Gesundheit und dem Glanz des Felles zugute kommt. Auch deshalb wälzen sich Pferde besonders häufig und gerne während des Fellwechsels im Frühling und Herbst.

Auch die Muskulatur profitiert vom Wellnessprogramm am Boden. An- und Abspannen beim Hin- und Herrollen und das Schütteln zum Abschluss lockern und lösen die Muskeln. Auch die gesamte Beweglichkeit des Vierbeiners wird verbessert.

Als Besitzer sollte man darauf achten, ob und wie das Pferd sich wälzt. Pferde, die sich selten oder nur sehr zögerlich wälzen, können zum Beispiel an Rückenschmerzen, Verspannungen oder Blockaden leiden. Wälzt ein Pferd sich nicht, kann das aber auch ein Indiz für Fehler im Herdenmanagement oder in der Haltung sein. Denn nur wenn sich ein Pferd wohl und sicher fühlt, rollt es am Boden herum. Einzige Ausnahme: Auch Koliker, die unter Schmerzen leiden, wälzen sich. In diesem Fall sollte man unbedingt den Tierarzt verständigen.

Damit sich Pferde beim Wälzen nicht verletzen, brauchen sie vor allem ausreichend Platz. Auf sehr kleinen Paddocks besteht die Gefahr, dass sie mit den Beinen im Zaun hängen bleiben. Sehr gefährlich kann auch ein lose sitzendes Halfter werden, in dem sich leicht ein Huf oder Hufeisen verkanten kann. Im Freilauf sollten Pferde deshalb am besten gar kein Halfter oder wenn nicht anders möglich nur ein gut angepasstes Halfter tragen.


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Zuletzt geändert am/um: 10.01.2020 um 16:20

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