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Das große Krabbeln: Die Ameisenfarm

26.05.2014 um 11:30 (Letzte Aktualisierung: 22.01.2020)


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In den letzten Jahren erfreut sich die Haltung von Ameisen zunehmender Beliebtheit. Und dafür gibt es viele Gründe: Die fleißigen Insekten, die in großen Staaten leben, sind relativ pflegeleicht, preiswert, zeigen faszinierende Verhaltensweisen und kreieren architektonische Meisterleistungen. In sogenannten Ameisenfarmen, die man im Fachhandel kaufen oder selber mit einem ausreichend großen Glasterrarium und dem geeigneten Füllmaterial bauen kann, kann man die Hautflügler artgerecht halten und gleichzeitig gut dabei beobachten, wie sie Kammern und Gänge graben, Nahrung sammeln und lagern und ihren Nachwuchs aufziehen.

Ameisenfarm

In der Regel besteht die Farm aus drei Ebenen. Ganz unten ist die Drainageschicht, die Wasser speichert und weiterleitet und dadurch Schimmelbildung, dem Einstürzen der Gänge und andere Probleme vorbeugt. Sie besteht zum Beispiel aus Tongranulat. Die wichtigste Schicht, die Nestschicht aus einem Sand-Lehm-Gemisch, liegt in der Mitte. Hier haben die Ameisen und ihre Königin ihren Lebensmittelpunkt, bauen, graben, fressen und legen die Eier ab. Über der Nestschicht müssen unbedingt einige Zentimeter frei bleiben, damit die Ameisen Bodenmaterial ablegen und problemlos gefüttert werden können. Es ist nicht unbedingt notwendig, sieht aber hübsch aus, wenn man im oberen Bereich auch eine Zierschicht mit Substrat, Steckpflanzen, Moos und Steinen anlegt.

Eine Seite des Formicariums sollte mit Folie abgedunkelt werden. Außerdem ist es wichtig, dass die Ameisenfarm nicht direkt in der Sonne steht, da Boden und Tiere sonst leicht austrocknen können. Erschütterungen, die die Gänge zum Einstürzen bringen und die Ameisen in Panik versetzen, sollten unbedingt vermieden werden.

Weltweit gibt es an die 20.000 Ameisenarten. Für die Farm wählt man am besten eine heimische Art (zum Beispiel Lasius niger, Myrmica rubra oder Lasius flavus). Diese stellen weniger Ansprüche an Temperatur und Futter als exotische Ameisen. Zudem können Krabbeltiere aus fernen Ländern eine Gefahr für das hiesige Ökosystem darstellen, wenn sie einmal entwischen.

Gefüttert werden Ameisen zum Beispiel mit diversen Insekten, Früchten, Körnern und Honigwasser.
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Zuletzt geändert am/um: 22.01.2020 um 18:11

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