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Der Traum vom Fohlen aus der eigenen Stute

02.04.2014 um 11:43 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Wenn im Frühling übermütige Fohlen über die Weiden springen, liebäugeln viele Stutenbesitzer mit dem Gedanken, selber zu züchten. Aus der geliebten Stute ein Fohlen zu ziehen, es aufwachsen zu sehen und es selber auszubilden, kann sicher zu den schönsten und emotionalsten Erlebnissen eines Pferdeliebhabers gehören. Doch bevor man sich auf das Abenteuer Hobbyzucht einlässt, sollte man sich gut von einem erfahrenen Züchter und Tierarzt beraten lassen und die finanziellen Folgen durchrechnen.

Mutterstute reitet mit Fohlen auf der Weide

Pferdezucht kostet viel Geld



Zum einen sollte man grundsätzlich nur mit völlig gesunden, charakterlich einwandfreien Elterntieren züchten. Doch auch wenn die Zuchtpferde top sind, bleibt beim Züchten immer das Restrisiko, dass das Fohlen nicht den Erwartungen entspricht und unter Umständen nur sehr schwierig oder nur mit finanziellem Verlust verkauft werden kann.

Auch die Rechnung, dass ein selbst gezogenes Fohlen ein günstiges Reitpferd für den eigenen Bedarf wird, geht in den seltensten Fällen auf. Denn Decktaxe, Tierarzt- und Hufschmiedrechnungen, Transportkosten, Pferdefutter, Pferdezubehör, Haltungskosten und Verbandsgebühren summieren sich schnell auf über 5.000 Euro bis das Pferd überhaupt angeritten werden kann. Dazu kommt das Risiko, dass das Fohlen in den ersten Lebensjahren krank werden kann.

Der Hobbyzüchter sollte aber nicht nur genug Geld, sondern auch das nötige Fachwissen mitbringen. Tragende Stuten, Fohlen und Absetzer müssen artgerecht gehalten werden. Hochtragende Stuten brauchen eine ruhige und geräumige Abfohlbox und Menschen, die ihnen bei Schwierigkeiten helfen können. Junge Pferde können nur in einer Herde mit anderen, auch gleichaltrigen Artgenossen und mit viel Auslauf wirklich gesund aufwachsen.

Checkliste: Sollte ich züchten?



Ein Fohlen zu ziehen ist eine Entscheidung, die viel Verantwortung mit sich bringt.

Folgende Fragen sollte man mit „ja“ beantworten können, bevor man nach einem geeigneten Deckhengst Ausschau hält:
  • Ist die Stute völlig gesund? Wenn nicht – hat der Tierarzt ausgeschlossen, dass die Probleme vererbbar sind und dass die Trächtigkeit und Geburt die Stute nicht noch weiter belasten?

  • Ist das Exterieur der Stute korrekt?

  • Hat sie einen guten Charakter?

  • Bei Erstbedeckungen: Ist die Stute mindestens drei, besser vier Jahre alt und nicht älter als 16?

  • Hab ich genug Zeit, um mich intensiv um die tragende Stute und später das Fohlen kümmern zu können?

  • Gibt es genug finanzielle Rücklagen, um bei Krankheiten von Fohlen und Stute die eventuellen Mehrkosten aufbringen zu können?

  • Sind Stall und Weide für die tragende Stute und später das Fohlen geeignet?

  • Gibt es einen guten Aufzuchtstall in der Nähe?
Artikel Empfehlung: Fohlen prägen: Welche Methode ist die beste? Magazin Icon
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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 14:45

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