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Pferde OP Versicherung - Krankenversicherung Infos

28.07.2009 um 16:40 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Auch wenn ein Pferd richtig gepflegt wird, kann es krank werden oder sich verletzen. Wenn Medikamente und auch alle anderen Maßnahmen keine Besserung bringen, kann eine Operation die letzte Wahl sein. Schon bei kleineren Eingriffen können dabei enorme Rechnungen entstehen. Um von diesen nicht eiskalt erwischt zu werden, sollte jeder Pferdebesitzer beziehungsweise Pferdehalter über eine Pferde-OP-Versicherung nachdenken. Der folgende Ratgeber verrät, was das ist und welche Leistungen sie umfasst.

Tierärztin mit Röntgenbild eines Pferdes

Was genau ist eine Pferde-OP-Versicherung?



Bei einer Pferde-OP-Versicherung handelt es sich um eine spezielle Art einer Krankenversicherung für Pferde. Sie übernimmt komplett oder zum Teil die Kosten, die durch eine Operation entstehen. Der Pferdebesitzer oder Pferdehalter zahlt monatlich einen bestimmten Betrag und muss nicht auf einmal eine hohe Rechnung begleichen. Denn diese können sich nur die Wenigsten leisten leisten.

Ist eine Pferde OP Versicherung das gleiche wie eine Krankenversicherung?



Nein, wie die beiden Namen bereits erahnen lassen, unterscheiden sich diese beiden Versicherungen in ihrem Umfang. Die normale Variante deckt viele unterschiedliche Kosten ab, die durch die Behandlung durch einen Tierarzt entstehen, wie zum Beispiel durch die Gabe von Medikamenten, Vorsorgeuntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Hufeisen-Pflege oder Bluttests. Die Pferde-OP-Versicherung übernimmt diese nur Kosten, die durch eine Operation enstehen. Hierzu gehören in erster Linie der Eingriff und alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Nachsorge stehen, wie etwa wenn das Tier noch eine gewisse Zeit in einem Tierkrankenhaus betreut werden muss.

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Die normale Krankenversicherung übernimmt in einigen Fällen auch einen gewissen Teil dieser Kosten, allerdings deutlich weniger als eine richtige Pferde-OP-Versicherung. Das bedeutet dann auch, dass der Besitzer oder Halter selber mehr Geld bezahlen muss. Um in allen Situationen bestmöglich abgesichert zu sein, bieten einige Anbieter spezielle Kombi-Pakete an. Diese kosten etwas mehr als eine OP-Versicherung, decken dafür aber neben den Kosten für eine Operation auch solche für normale Behandlungen beim Tierarzt ab, wie zum Beispiel regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.

Welche Leistungen deckt eine Pferde-OP-Versicherung ab?



Viele Anbieter haben unterschiedliche Pakete und Tarife im Angebot. Daher kann der Leistungsumfang auch recht stark variieren. Grundsätzlich sind aber die Kosten für folgende Maßnahmen abgedeckt:
  • die Operation
  • Medikamente
  • Nachsorgemaßnahmen, zum Beispiel Aufenthalt in einem Tierkrankenhaus
Zudem können auch bestimmte andere Punkte abgedeckt sein. Daher ist es sehr wichtig, im Vorfeld alles genau durchzulesen. Bei offenen Fragen kann auch immer direkt bei der Versicherung nachgefragt werden. So lassen sich alle Unklarheiten beheben und auch ein Laie versteht, was alles versichert ist und was nicht.

Fünf Tipps für die Wahl einer richtigen Pferde-OP-Versicherung



Eien Pferde-OP-Versicherung sollte ideal zu den eigenen Bedürfnissen beziehungsweise zu den Bedürfnissen des Pferdes passen. Wer hierbei nicht aufpasst, kann schnell in einige Fallen tappen, die sich erst nach einer gewissen Zeit wieder korrigieren lassen. Um das zu verhindern, sollten sich alle Pferdebesitzer beziehungsweise Pferdehalter jeden wichtigen Punkt von der Versicherung erklären lassen. Zudem können die folgenden Tipps und Tricks bei der Wahl helfen:

1. Tipp: Mehr Qualität und weniger Quantität



Wie bereits erwähnt, gibt es sehr viele unterschiedliche Pferde-OP-Versicherungen, die auch verschiedene Maßnahmen abdecken. Häufig wird damit geworben, dass besonders viele Arten von Operationen abgedeckt sind. Allerdings kostet eine solche Versicherung dann auch recht viel. Denn wenn von den Operationen 95 Prozent nicht oder wenn denn nur sehr selten eintreten, ist es besser, einen Tarif auszusuchen, der die häufigsten Eingriffe umfasst. Auch hierzu ist der Versicherer oder auch der Tierarzt der richtig Ansprechpartner.

2. Tipp: Eine richtige Obergrenze wählen



In dem gewünschten Tarif sollte unbedingt eine Obergrenze für Leistungszahlungen angegeben sein. So werden für einige Eingriffe bis zu 3.000 Euro oder 4.000 Euro erstattet, für größere Operationen kann dies hingegen nicht ausreichen. In einem solchen Fall müsste der Besitzer oder auch der Halter den Restbetrag selber stemmen. Das kann längst nicht jeder und das ist dann ein großes Problem, das sich vermeiden lässt, wenn in den Vertrag eine Obergrenze für Zahlungen pro Kalenderjahr geregelt ist.

3. Tipp Wartezeit berücksichtigen



Viele Versicherungen zahlen erst nach einer gewissen Wartezeit. Diese kann von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich lang ausfallen. Logischerweise ist eine kurze Zeit zu bevorzugen. Das gilt insbesondere für den Fall, dass das eigene Pferd häufiger eine Behandlung benötigt oder sich bereits eine Operation anbahnt.

Ist eine Krankenversicherung für mein Pferd wirklich sinnvoll?



Ein Besitzer oder Halter eines Pferdes ist für das Wohlbefinden des Tieres verantwortlich. Wenn nur noch eine Operation helfen kann, sollte diese auch durchgeführt werden. Hierfür müssen die passenden finanziellen Mittel vorhanden sein. Wer weiß, dass er eine Rechnung von mehreren Hundert oder Tausend Euro nicht bezahlen kann, kann von einer Pferde-OP-Versicherung profitieren. Denn für diese muss er nur einen geringen Betrag im Monat bezahlen und muss sich dann nicht mehr selber um die Finanzierung seines Tieres kümmer. Stattdessen springt die Versicherung ein, wenn eine Operation notwendig wird.

Mit welchen Kosten ist bei einer Pferdekrankenversicherung zu rechnen?



Je höher der Tarif der Pferde-OP-Versicherung, desto mehr Leistungen werden abgedeckt beziehungsweise desto höher ist die sogenannte maximale Deckungssumme. Allerdings steigt damit auch der Betrag, der monatlich bezahlt werden muss. Zudem bestimmen auch bestimmte Kriterien die fällige Summe und zwar:
  • das Alter des Pferdes
  • die Rasse des Pferdes und
  • der aktuelle Gesundheitszustand des Pferdes
Die unterschiedlichen Pferde-OP-Versicherungen können 84 Euro bis 500 Euro im Jahr kosten. Allerdings besteht zumeist auch die Möglichkeit, die Beträge monatlich zu bezahlen.

Wie teuer ist eine OP bei einem Pferd?



Die Kosten können unter Umständen recht hoch ausfallen. Für einfache und schnelle Eingriffe fallen einige Hundert, für kompliziertere Kolik-Operationen dagegen bis zu 12.000 Euro an. Um hierbei nicht von enormen Rechnungen überrascht zu werden, kann eine Pferde-OP-Versicherung durchaus Sinn machen.

Fazit



Viele Pferde-Operationen sind sehr teuer. Und längst nicht jeder Besitzer oder Halter ist in der Lage, die Kosten aus der eigenen Tasche zu bezahlen. Einfacher ist es, im Monat einen kleinen Betrag in eine Versicherung zu investieren. Bevor eine solche abgeschlossen wird, sollte genau überlegt werden, welche Leistungen abgedeckt werden sollten. Oben stehen hierzu einige nützliche Tipps, die helfen können, den für die eigenen Zwecke idealen Tarif zu finden. Abschließend lässt sich sagen, dass jedes Tier bestmöglich versorgt sein sollte. Die Pferde-OP-Versicherung hilft dem Besitzer oder Halter dabei, die enormen Kosten einer OP auch dann bezahlen zu können, selbst wenn die finanziellen Mittel knapp sind.


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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 15:28

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