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Chamäleon (207 User online)

Es gibt 89 verschiedene Chamäleonarten weltweit. Die meisten leben in Afrika und Madagaskar, aber auch in Indien, Sri Lanka und der Türkei. Im Terrarium ist meist das Pantherchamäleon und das Jemenchamäleon anzutreffen. Fast alle Chamäleons sind Baumbewohner, daher sollte ihr Terrarium auch eher hoch statt breit sein und viele Äste und Zweige zum Klettern enthalten. Besonders schön ist eine Rückwand aus Kork, die ebenfalls zum Klettern dienen kann. Die Temperatur im Chamäleon-Terrarium sollte tagsüber 27 bis 30 Grad betragen, nachts darf es auf bis zu 20 Grad abkühlen. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 70 – 80% liegen. Chamäleons können Sie hier auf tieranzeigen.at kaufen und verkaufen. (Chamäleon Infos in unserem Tierlexikon)

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Weitere Informationen & Wissenswertes zum Thema Chamäleon

Chamäleon
© Nicole Biedermann / furciferpardalis.jimdo.com
Pantherchamäleon
Chamäleons zählen zu den Reptilien und ähneln kleinen Echsen. Ihre Körpergröße variiert je nach Art zwischen dreieinhalb Zentimetern und bis zu einem Meter. Charakteristisch für die Tiere sind ihre Augen. Sie können sie unabhängig voneinander auf unterschiedliche Weise bewegen. Manche Chamäleon-Arten können einen Kilometer weit sehen.

In der Terraristik sind diese Tiere aufgrund ihrer Fähigkeit die Farbe zu wechseln sehr beliebt. Allerdings geht es bei dem Farbwechsel nicht ausschließlich darum, sich vor Feinden zu tarnen. Es handelt sich in erster Linie um ein Kommunikationsmittel dieser Reptilien. Chamäleons wechseln ihre Farbe, wenn sie verärgert sind und angreifen wollen. Ebenso signalisieren diese Tiere mit dem Farbwechsel bei einem Streit mit einem Rivalen, ob sie sich unter- oder überlegen fühlen. Manche Arten passen ihre Farbe auch der Tageszeit an. Allerdings können nicht alle Tiere alle Farben annehmen. Bei einigen Arten fehlen beispielsweise die Rottöne, bei anderen wiederum die grünen Farbgebungen.

Chamäleons sind Einzelgänger und vertragen sich untereinander nicht. Jedes Tier hat ein genau abgestecktes Revier, das vehement verteidigt wird. Dieses Revier nutzen die Reptilien zum Schlafen und zum Sonnen. Bei Chamäleons handelt es sich um gemütliche Tiere. Die meiste Zeit verstecken sie sich zwischen Zweigen und Blättern. Ihre Fortbewegung ist langsam und sie wippen beim Gehen vor und zurück. Dadurch wirken sie wie ein durch Wind bewegtes Blatt und werden von möglichen Feinden kaum erkannt. Fressfeinde der Chamäleons sind beispielsweise Vögel.

Interessant ist auch die Jagdweise der Chamäleons, die sich sehr gut in einem Terrarium beobachten lässt. Die Tiere lauern unbeweglich auf einem Ast auf Beute. Ist das Insekt in Reichweite, schnellt die Zunge in Bruchteilen von Sekunden hervor und fängt die Beute. Mitunter geht das so schnell, dass dieser „Zungenschuss“ manchmal kaum zu erkennen ist. Der natürliche Speiseplan eines Chamäleons besteht überwiegend aus Heuschrecken, Insekten und teilweise sogar aus kleinen Eidechsen. In einem Terrarium erhalten sie darüber hinaus auch Mehlwürmer, Raupen sowie Regenwürmer. Bei großen Chamäleon-Arten stehen sogar junge Mäuse auf der Futterliste.

Das Jemenchamäleon sowie das Pantherchamäleon sind die beiden beliebtesten Arten für Terrarien. Da die Tiere Einzelgänger sind, werden sie allein gehalten. Um den Tieren ausreichend Platz zu gewähren, muss das Terrarium mindestens einen Meter breit und einen Meter lang sein. Die Tiefe sollte mindestens fünfzig Zentimeter betragen. Die Einrichtung des Terrariums sollte aus sandigem Boden bestehen und viele Äste und Zweige zum Klettern und Verstecken beinhalten. Da Chamäleons ein warmes und feuchtes Klima benötigen, ist eine spezielle Lampe zur Wärmeregulierung notwendig. Die Temperatur sollte generell am Tag zwischen 25 °C und 32 °C und in der Nacht zwischen 15 °C und 18 °C liegen. Darüber hinaus muss eine Beregnungsanlage installiert werden, die einmal am Tag Wasser versprüht und in der Luft für ausreichend Feuchtigkeit sorgt.

Wer in Erwägung zieht, ein Chamäleon zu halten, erhält wertvolle Informationen und Tipps im Chamäleon Forum.
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