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Wandern mit Hund: Planung, Infos, richtiges Verhalten



Wandern mit Hund
Nicht nur wir Menschen, sondern auch viele Hunde lieben es zu wandern. Doch bevor die Tour begonnen werden kann, gilt es einige Punkte zu beachten.

Wandern mit Hund - wichtige Informationen für Mensch und Tier

Die folgenden Tipps können dabei helfen, den Wanderurlaub für Mensch und Tier so angenehm wie möglich zu gestalten. Zunächst einmal sollte nachgelesen werden, welche Einreisebestimmungen (ÖAMTC) und Verhaltensregeln in dem jeweiligen Land gefordert werden. In vielen Staaten herrscht Leinenpflicht, was teilweise auch für die Wanderregionen gilt. Wichtig ist auch, dass an ausreichend Proviant gedacht wird. Der Wanderweg sollte immer wieder an Flüssen, Bächen oder Seen entlang führen, an denen der Vierbeiner etwas trinken kann. Zudem muss auch ein Erste-Hilfe-Set in den Rucksack eingepackt werden, um kleinere Verletzungen bei Mensch und Hund selbst zu versorgen. Wenn die Wanderung über mehrere Tage geht, sollten im Vorfeld Unterkünfte gesucht werden, in denen auch Vierbeiner übernachten dürfen, worauf noch zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingegangen wird.

Wird mein Hund in Bergnot auch gerettet?

Gerade wenn die Wanderung in einer bergigen Region stattfindet, kann es immer mal passieren, dass sich der Vierbeiner verletzt. Eventuell bleibt er mit der Pfote in einem Felsspalt stecken und bricht sich die Pfote oder rutscht ab und fällt zu Boden. Hierbei ist der Halter zumeist machtlos und benötigt Hilfe. Damit die Bergretter tätig werden können, muss gewährleistet sein, dass sie nicht selbst besondere Risiken eingehen und damit ihre eigene Gesundheit gefährden müssen. Grundsätzlich werden aber auch Tiere gerettet.


Wenn ein Hund in Not gerät, setzen die Bergwachten zumeist speziell ausgebildete Lawinenhundeführer mit Lawinen- und Suchhunden ein. Die verletzten Tiere werden häufig mit besonderen Fluggeschirren gerettet. In der Regel muss der Halter die Kosten für eine solch aufwendige Rettung tragen. Daher sollte dieser im Vorfeld eine Bergekostenversicherung abschließen, die für die Rechnung aufkommt. Denn für einen Einsatz können Beträge in Höhe von 240 Euro bis 960 Euro entstehen. Die Bergretter arbeiten 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag. Wenn für die Bergung auch ein Hubschrauber hinzugezogen werden muss, muss der Hundehalter für jede Flugminute zwischen 40 Euro und 90 Euro bezahlen.

Was ist bei Kontakt mit Almvieh zu beachten?

Wandern: Verhalten bei Kühen
Auf einer Bergwanderung kann es immer wieder vorkommen, dass Almvieh den Weg kreuzt. Da die Routen teilweise direkt durch die Weideflächen führen, sind Konflikte nicht ausgeschlossen. Dennoch lassen sich kritische Situationen vermeiden, wenn die folgenden Tipps beachtet werden. Grundsätzlich hat niemand Probleme, der den Tieren mit dem notwendigen Respekt begegnet.

1. Tipp: Abstand halten und den Vierbeiner anleinen

Wanderer sollten immer einen gewissen Abstand zu frei laufenden Kühen halten. Wichtig ist auch, dass der markierte Weg nicht verlassen wird. Wenn dieser aber von den Tieren blockiert wird, kann ein kleiner Umweg nötig sein. In solchen Situationen wird der Hund angeleint, damit er die Kühe nicht aufschreckt.

2. Körpersprache der Tiere erkennen

Kühe sollten grundsätzlich nicht mit den Augen fixiert werden. Wanderer bleiben am besten ruhig und bewegen sich langsam an den Tieren vorbei. Währenddessen sollten sie aber immer die Körpersprache der Kühe beobachten. Senken diese den Kopf, geben laute Geräusche ab oder scharren mit den Klauen, ist Vorsicht geboten. In einer solchen Situation sollte der Wanderer Abstand nehmen und die Tiere weiträumig umgehen. Das gilt insbesondere für den Fall, dass die Kuh gerade ein Kalb geboren hat. Denn wenn sie ihren Nachwuchs gefährdet sieht, wird sie alles Nötige tun, um ihn zu beschützten und wird den Eindringling unter Umständen sogar heftig attackieren.

In einem solchen Fall, sollte unbedingt Ruhe bewahrt werden. Zudem wird der Kuh niemals der Rücken gezeigt und die Weide so schnell es geht aber dennoch ruhig verlassen. Wenn bemerkt wird, dass ein anderer Wanderer sich falsch oder sehr unvorsichtig gegenüber den Tieren verhält, sollte er direkt darauf aufmerksam gemacht werden.

Darf ich mit dem Hund auf einer Hütte übernachten?

Alhmhütte beim Wandern
Ob bei einem Hüttenbesuch auch ein Hund dabei sein darf, ist ein viel diskutiertes Thema. Viele Hundehalter verstehen nicht, was dagegen spricht. Einige Hüttenbesitzer empfinden es dagegen als unpassend und teilweise auch als störend, wenn die Tiere bei der Hüttenübernachtung anwesend sind. Es kann nicht pauschal gesagt werden, ob der Vierbeiner dabei sein darf oder nicht. Daher sollte der Halter sich im Vorfeld der Wanderung erkundigen, welche Gastwirte nichts dagegen haben und dort ein Zimmer mieten.

Richtiges Verhalten mit Vierbeiner auf einer Hütte

Es ist gar nicht so schwer, sich auch mit einem Hund auf einer Almhütte so zu verhalten, dass alle Beteiligten nichts zu beanstanden haben. Hierbei sollten die folgenden Punkte beachtet werden, um Konflikten aus dem Weg gehen zu können:
  • vor dem Besuch nachfragen, ob Hunde gestattet sind
  • angeben, wie viele Hunde mitgebracht werden und fragen, wo diese übernachten können (im Hotelzimmer des Halters, in einem Gastraum, in einem Zwinger oder in einem Nebengebäude)
  • nasse und schmutzige Tiere vor Betreten der Unterkunft säubern
  • Vierbeiner auf dem Hüttengelände stets anleinen (es sei denn es wurde mit dem Wirt anders besprochen)
  • Hundekot aufsammeln und passend entsorgen
  • darauf achten, dass der Vierbeiner die anderen Gäste der Almhütte nicht belästigt

Wenn sich alle Hundehalter an diese einfachen Regeln halten würden, würden sicherlich auch mehr Hüttenwirte zulassen, dass die Vierbeiner mitgebracht werden dürfen.

Muss der Hund speziell trainiert werden?

Damit der Vierbeiner eine mehrtägige Wanderung ohne Probleme durchhält, sollte mit ihm zur Vorbereitung ein leichtes Konditionstraining durchgeführt werden. Das bedeutet aber keinesfalls, dass er unnötig gequält werden muss. Vielmehr sollten die täglichen Spaziergänge einfach etwas länger ausfallen. Dann werden der Halter und der Hund mit der Zeit ganz automatisch eine bessere Kondition (Tipp: passende Hundesportartikel findest Du hier) bekommen. Zudem macht es Sinn, im Vorfeld einmal pro Woche Agility-Training durchzuführen. Denn hierbei kann der Vierbeiner üben, unterschiedliche Hindernisse zu überwinden.

Das kann ihm bei einer Wanderung helfen, über Baumstämme zu laufen oder unter schmalen Vorsprüngen hindurchzukriechen. Wichtig ist, dass der Hund seinem Halter ein gewisses Vertrauen entgegenbringt. Denn schließlich muss er sich darauf verlassen, dass dieser ihn niemals bewusst in eine gefährliche Situation bringen würde. Bevor eine lange Wanderung unternommen wird, sollte sich ein Tierarzt von dem Gesundheitszustand der Fellnase überzeugen. Wenn dieser nichts zu beanstanden hat, steht dem Ausflug in der Natur nichts mehr im Wege. Es ist also keine spezielle Erziehung notwendig. Dennoch sollte sich der Vierbeiner mit anderen Tieren und Menschen verstehen und nicht jeden Hasen oder Vogel jagen. Denn sonst kann die Wanderung für den Halter eine anstrengende Angelegenheit werden, da er die Fellnase entweder immer wieder suchen oder sie die komplette Zeit an der Leine halten muss.

Ein Problem, unter dem viele Hunde auf Wanderungen leiden, sind rissige Hundepfoten. Denn der Untergrund ändert sich bei solchen Ausflügen immer wieder. Um zu vermeiden, dass die Pfoten der Fellnasen durch Steine und Schotter verletzt werden, sollten sie abends und morgens mit Melkfett eingerieben werden.


Welche Hilfsmittel sollten auf einer Wanderung mit Hund nicht fehlen?

Neben dem oben erwähnten Erste-Hilfe-Set und dem Melkfett sollten unbedingt noch folgende Hilfsmittel mitgenommen werden:




 

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