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Urlaubsreise mit Hund: Alle Infos, stressfrei planen



Urlaubsreise mit Hund
Für die meisten Hundehalter ist der Hund ein vollwertiges Familienmitglied. Da ist es selbstverständlich, dass der beste Freund des Menschen auch im Urlaub mit auf Reisen geht. Im Urlaub können Mensch und Hund endlich viel Zeit miteinander verbringen. Die Beschäftigungsmöglichkeiten sind vielfältig, von Hundestrand bis Hundebetreuung in der Urlaubsunterkunft ist alles möglich.

Wo bekomme ich Informationen zu den Reisebestimmungen?

Bevor Sie mit Ihrer Familie und Ihrem vierbeinigen Liebling jedoch die schönste Zeit des Jahres genießen können, müssen Sie einige Sicherheits- und Einreisebestimmungen (ÖAMTC) beachten. Zu den wichtigsten Reisebestimmungen gehören der EU-Heimtierausweis (Pet-Passport), die Leinen- und Maulkorbpflicht sowie verschiedene Impfungen, die im Impfausweis beziehungsweise Gesundheitszeugnis dokumentiert werden. Wenn Sie diese Vorschriften berücksichtigen, können Sie mit Ihrem Hund sorglos in den Urlaub fahren. Je ausführlicher Sie sich jedoch mit diesem Thema auseinandersetzen, desto besser, denn trotz der weitreichenden EU-Bestimmungen kann es zu unterschiedlichen Gesetzesauslegungen in den Ländern kommen. Am sichersten sind Sie, wenn Sie die Vorschriften der einzelnen Länder in der jeweiligen Botschaft erfragen. Die Länderbotschaften stellen diese Reise- und Sicherheitsbestimmungen auch auf den jeweiligen Homepages zur Verfügung.


Bevor Sie Ihre Autofahrt, Flugreise, Bahnreise oder Schiffsreise antreten, sollten Sie ungefähr drei Monate vorher den Impfstatus Ihres Hundes überprüfen. Falls dieser nicht mehr auf dem aktuellen Stand sein sollte, bleibt Ihnen noch ausreichend Zeit, die geforderten Impfungen durch Ihren Tierarzt vornehmen zu lassen. Hunde, die jünger als drei Monate sind, werden normalerweise nicht geimpft, weil sie noch zu jung sind. Beachten Sie jedoch, dass die meisten Länder die Einreise von nicht geimpften Tieren grundsätzlich verbieten. Bei Zuwiderhandlung drohen hohe Geldstrafen beziehungsweise der Entzug des entsprechenden Tieres. Sollte eine Impfung aufgrund medizinischer Indikatoren nicht möglich sein, kümmern Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt um eine sichere und schöne Unterbringung Ihres Hundes.

Wie sehen die Impfbestimmungen genau aus?

Hund impfen lassen
Die EU-Verordnung Nr. 576/2013 schreibt bestimmte Impfmaßnahmen vor, um die Einschleppung und Verbreitung von Tollwut und anderen Krankheiten zu verhindern. Hinzu kommen nationale Sonderregelungen von Nicht-EU-Ländern. Der Heimtierausweis ist zwingend mitzuführen, denn er bezeugt, dass eine gültige Tollwutimpfung des betreffenden Hundes im Einklang mit den EU-Bestimmungen vorgenommen wurde. Weitere Impfungen werden gleichfalls in diesem Heimtierausweis eingetragen. Dieser muss Ihrem Hund eindeutig zuzuordnen zu sein. Daher muss Ihr Hund mit einem Mikrochip oder durch eine gut lesbare Tätowierung gekennzeichnet sein. Die Tätowierung ist allerdings nur für Hunde gestattet, die vor dem 3. Juli 2011 gekennzeichnet wurden. Viele Hundehalter sind sich unsicher dahingehend, welche Impfungen vorgenommen werden müssen und welche nicht. In dieser Hinsicht kommen Ihnen häufig die Begriff Pflichtimpfung und Wahlimpfung unter. Allerdings ist insbesondere der Begriff Pflichtimpfung etwas unglücklich gewählt, da es außer der Immunisierung gegen Tollwut keine Pflichtimpfungen gibt. Es gibt jedoch einige Erreger, gegen die Hunde generell geimpft werden sollten, und zwar nicht nur im Fall einer Ferienreise. Hepatitis, Staupe, Parvovirose und Leptospirose sind Erreger, an denen Ihr Hund auch in Deutschland erkranken kann. Sie werden zu den Pflichtimpfungen gezählt, obwohl sie nicht verpflichtend, sondern lediglich zu empfehlen sind. Borreliose und Zwingerhusten sind dagegen Impfungen, die in Abhängigkeit von Konstitution und Alter des Hundes vorgenommen werden. Diese Impfungen und der Umgang damit sind in der Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der Ständigen Impfkommission nachzulesen.

Wenn Sie eine Reise mit Ihrem Hund unternehmen, sollten Sie die zuvor aufgezählten Impfungen vornehmen lassen, denn so sind Sie auf der sicheren Seite auch in den Ländern, die einen erhöhten Impfstatus vorschreiben. Bevor diese Impfungen vorgenommen werden können, müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Hund gesund sowie innerlich und äußerlich frei von Parasiten ist. Auch die Entwurmung muss bereits erfolgt sein. Generell gilt jedoch der Grundsatz, soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Denn nicht alle Impfungen sind in jedem Land vorgeschrieben oder notwendig. In Ihrem Ferienland können Zecken und Insekten heimisch sein, die es bei Ihnen Zuhause nicht gibt. Daher informieren Sie sich über die Gegebenheiten in Ihrem Ferienland, um zu erfahren, welche Parasiten und Krankheiten dort aktiv sind. Auf diese Weise können Sie Ihren Hund zielgerichtet impfen lassen und vermeiden so zu starke Impfbelastungen durch Schutzmaßnamen, die für Ihr Ferienziel nicht zwingend erforderlich sind. Neben den Internetseiten der Landesbotschaften kann auch Ihr Tierarzt die notwendigen Informationen zum optimalen Schutz Ihres Hundes geben. Zu den gängigen Sicherheitsmaßnamen ferner gehört die Bandwurm Behandlung.

Gibt es Länder, in denen die Einfuhr von Kampfhunden verboten ist?

Nicht nur im Fall von Kampfhunden müssen Sie die Hundeverordnung beachten, denn auch andere Hunderassen können unter diese Bestimmungen fallen. Selbst innerhalb von Deutschland gibt es keine einheitlichen Regelungen für die Haltung von Hunden. Prüfen Sie, ob Ihr Hund in die Kategorie der sogenannten Anlagehunde gehört. Umgangssprachlich werden die betreffenden Rassen unter dem Begriff Anlagehunde zusammengefasst, von denen eine rassespezifische Gefährdung für Mensch und Umwelt ausgehen kann. Zu diesen Anlagehunden gehören die meisten Bullterrier-Rassen und große Hunde wie Dobermann, Rottweiler und Mastiff. Besonders rigoros sind die Vorschriften in Dänemark. Hier ist das Einführen der sogenannten Anlagehunde grundsätzlich verboten. Bei Zuwiderhandlung droht die behördliche Beschlagnahme und Tötung des entsprechenden Hundes. In den meisten Ländern besteht eine generelle Leinen- und Maulkorbpflicht. Diese sollten Sie unbedingt befolgen, damit unangenehme Vorfälle wie Bisswunden oder Autounfälle Ihre Ferien nicht trüben.

Gibt es noch weitere wichtige Dinge, über die ich mir Gedanken machen muss?

Ist Ihr Liebling eine Hündin, ist es ratsam, auszurechnen, wann sich die nächste Läufigkeit einstellt. Während der Ferien kann eine Läufigkeit zu viel Stress führen. In den südlichen Ländern gibt es zahlreiche herrenlose Rüden, die Ihrer Hündin zusetzen und Krankheiten übertragen können. Fragen Sie Ihren Tierarzt, ob eine hormonelle Behandlung möglich ist. Vielleicht sollten Sie auch über eine Kastration nachdenken. Wenn es die Reiseumstände erlauben, nehmen Sie möglichst viel Futter von Zuhause mit, an das Ihr Hund gewöhnt ist, denn eine Futterumstellung am Urlaubsort kann zu Magen- und Darmstörungen führen.


Ist eine Futterumstellung vor Ort dennoch erforderlich, gewöhnen Sie Ihren Hund mit kleinen Portionen an das neue Futter. Viele Hunde reagieren mit verminderten Appetit während der Ferienreise. Dieser Umstand kann auf ein ungewohnt warmes Klima zurückzuführen sein, aber auch auf die sogenannte Reisekrankheit. Eine Reise mit dem Auto oder anderen Transportmitteln ist für manche Hunde mit viel Stress und Nervosität verbunden. Solange Ihr Hund sein Fressen nicht grundsätzlich verweigert oder einen hohen Gewichtsverlust erleidet, besteht kein Anlass zur Sorge. Viele Restaurants und Raststellen sind sehr hundefreundlich eingestellt und bieten öffentlich zugängliche Trinknäpfe an. So erfreulich diese Einstellung auch ist, sollten Sie diese Näpfe vermeiden, denn es besteht Ansteckungsgefahr der Ansteckung durch kranke Hunde.

Wie verläuft der Transport mit dem Flugzeug und der Bahn?

Eine Flugreise garantiert die notwendige Sicherheit für Ihres Hundes. Hunde bis zu einem Körpergewicht von acht Kilogramm dürfen in einer Transportbox in der Kabine mitfliegen. Wenn Sie Glück haben, ist der Sitz neben Ihnen nicht belegt, dann können Sie die Transportbox daraufstellen. Ansonsten müssen Sie die Transportbox auf dem Schoß behalten. Größere Hunde werden in speziellen Flugboxen im Transport- und Gepäckraum transportiert. Markieren Sie die Box in mehreren Sprachen mit lebendes Tier. Eine persönliche Nachricht an das Personal, das während des Fluges für die Aufsicht der zu transportierenden Tiere zuständig ist, verstärkt die Beziehung. In der Transportbox sollte sich eine saugstarke Unterlage befinden, die Notdurft und eventuell Erbrochenes aufnehmen kann. Eine Klarsichthülle mit den Kopien der Reiseunterlagen wie Heimtierausweis und Ihren persönlichen Daten sollte sich gut sichtbar an der Außenseite der Transportbox befinden.

Die Mitnahme von kleinen Hunden in einer Transportbox mit der Bahn ist kostenlos. Größere Hunde zahlen den halben Fahrpreis. Die Reservierung von Sitzplätzen und der Selbstausdruck von Online Tickets sind nicht möglich. Kostenpflichtige Hunde werden bei bestimmten Ticketkombinationen als Mensch berücksichtigt. Während der Bahnfahrt besteht Maulkorb- und Leinenpflicht. Begleithunde von Behinderten und Blindenhunde sind vom Maulkorbzwang befreit.

Darf ich meinen Hund im Mietwagen mitnehmen?

Hunde dürfen in der Regel problemlos im Mietwagen mitfahren. Legen Sie den Rücksitz mit einer Hundedecke aus, um den Mietwagen vor Schäden und Schmutz zu schützen und das Ausbreiten von Tierhaaren so gering wie möglich zu halten. Vor der Rückgabe des Mietwagens sollten Sie diesen noch einmal einer kritischen Prüfung unterziehen und Reste von Hundehaaren entfernen. Der Transport in einer speziellen Hundebox ist zu empfehlen.




 

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