Stirnlappenbasilisk Infos: Ratgeber zur Haltung, Terrarium & mehr

Allgemeine Informationen über Stirnlappenbasilisken, Haltung, Ernährung, Terrarium & mehr


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Inhaltsverzeichnis
  1. Allgemeine Infos
  2. CITES und Meldepflicht
  3. Name und Aussehen
  4. Größe und Alter
  5. Ernährung
  6. Terrarium: Größe und Temperatur
  7. Terrarium: Die richtige Beleuchtung
  8. Vergesellschaftung

Allgemeine Infos über Stirnlappenbasilisken



Ursprünglich stammt der Stirnlappenbasilisk (Basiliscus plumifrons) aus den Regenwäldern Honduras, Costa Ricas, Nicaraguas und Panamas. Dort findet man ihn auf Bäumen, Büschen und Farnen, am liebsten in Wassernähe. Stirnlappenbasilisken sind wahre Sprinter. Auf der Flucht vor Angreifern erreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 7 km/h. Aufgerichtet und auf zwei Beinen laufen sie davon. Wenn es sein muss, auch kurze Strecken über Wasser. Zudem sind sie gute Schwimmer und Taucher.

Stirnlappenbasilisk

Stirnlappenbasilisken sind tagaktiv. Da sie relativ groß und kräftig werden, sind sie nur bedingt für Anfänger zu empfehlen. Erfahrung mit kleineren Reptilien ist auf jeden Fall von Vorteil.

Es werden leider immer noch Wildfänge angeboten. Diese rebellieren allerdings oft so sehr gegen die Gefangenschaft, dass sie sich häufig im Terrarium selbst verletzen, vor allem an den Scheiben. Daher sollten sie beim Kauf unbedingt darauf achten, Nachzuchten zu erhalten. Bei diesen besteht mit etwas Geduld sogar die Chance, dass sie relativ zahm werden.

CITES und Meldepflicht



Anhang B (Artenschutz: Herkunftsnachweis (Rechnung) erforderlich! kontrollierter Handel)
Diese Reptilienart steht im Anhang B des Washingtoner Artenschutzabkommens. Sie ist nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht. Um Gefährdung durch Handel zu vermeiden, wird dieser international reguliert. Man braucht daher für den Kauf in der EU Herkunftsnachweise (Rechnungen).

Meldepflicht
Für alle Reptilien gelten die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Der Erwerb muss der Bezirksverwaltungsbehörde (Ö), bzw. der Naturschutzbehörde (D) gemeldet werden. Ebenso ist zu beachten, dass je nach Bundesland auch die Haltung potentiell gefährlicher Tiere untersagt sein kann.

Name und Aussehen von Stirnlappenbasilisken



Seinen Namen verdankt er den „Stirnlappen“ auf dem Kopf, die beim Männchen deutlich größer ausfallen. Der Körperbau ist schlank. Wie alle anderen Basiliskenarten kann er für kurze Zeit über´s Wasser laufen. Dies brachte ihm auch den Namen „Jesus Christus Echse“ ein. Sein lateinischer Name ist Basilicus plumifrons.

Die Grundfarbe des Stirnlappenbasilisken ist grün, wobei bei beiden Geschlechtern die Kehlregion bläulich gefärbt ist. Etwas seltener sieht man Exemplare, die fast vollständig blau sind. Die Unterseite ist gelblich. Einen wunderschönen Kontrast zu grün oder blau bildet die orangefarbene Iris.

Größe und Alter von Stirnlappenbasilisken



Stirnlappenbasilisken können bis zu 80 cm lang werden, wobei der lange Schwanz ca. zwei Drittel der Körperlänge ausmacht.

Bei artgerechter Haltung können sie bis zu 13 Jahre alt werden.

Ernährung von Stirnlappenbasilisken



Der Ernährungsplan des Stirnlappenbasilisken ist vielfältig. Er frisst gerne jegliche Art von Insekten, Schnecken, kleine Frösche und Fische, Blüten und Früchte. Im Terrarium sollte die Hauptnahrung daher aus Futtertieren, wie z. B. Heimchen, Mehlwürmern und Grillen bestehen. Diese können Sie entweder im Fachhandel erwerben oder im Frühling und Sommer selbst von unbehandelten Wiesen oder im eigenen Garten einsammeln. Ergänzend sollte dazu Obst wie z. B. Bananen oder Pfirsiche gereicht werden.

Terrarium: Größe und Temperatur



Stirnlappenbasilisken sind sehr bewegungsfreudig, daher sollte das Terrarium auch eine entsprechende Größe haben. Mindestmaße sind 150 x 80 x 130 cm (LBH). Sie sollten daher überlegen, ob in Ihrer Wohnung ausreichend Platz für so ein großes Terrarium besteht.

Im Terrarium sollte es viele Pflanzen zum Verstecken geben. Möchten Sie echte Pflanzen verwenden, können Sie z. B. auf Farne oder Bromelien zurückgreifen. Außerdem sollte es einige Klettermöglichkeiten geben. Hierzu eignen sich verschiedene Äste, z. B. vom Bambus. Wichtig ist, dass sie dick genug sind, das Gewicht eines ausgewachsenen Basilisken zu tragen. Schön sind außerdem Steine oder sonstige kleine Terrassen, auf denen sich die Tiere sonnen können. Wenn Sie die Rückwand z. B. mit Kork verkleiden, kann der Stirnlappenbasilisk auch daran herumklettern.

Stirnlappenbasiliske sind wechselwarme Tiere, daher ist die richtige Temperatur ganz entscheidend für ihre Gesundheit. Tagsüber sollten im Terrarium Temperaturen von 25 bis 30 Grad herrschen. Idealerweise gibt es noch wärmere Stellen von bis zu 40 Grad. Nachts kann es auf bis zu 20 Grad abkühlen.

Die Luftfeuchtigkeit sollte wie im Regenwald ca. 70 – 90 % betragen. Optimalerweise wird diese hauptsächlich durch eine kleine Wasserstelle oder einen Wasserfall erzeugt. Da Stirnlappenbasilisken auch in freier Natur immer die Nähe des Wassers suchen, trägt dies zur artgerechten Haltung bei und sieht außerdem optisch sehr schön aus.

Zusätzlich sollte dennoch täglich zweimal gesprüht werden. Sie können auch eine Regenanlage installieren, die dies erledigt.

Terrarium: Die richtige Beleuchtung



Ganz wichtig für die Stirnlappenbasilisken ist die Bestrahlung mit UV-Licht. Dies können Sie am Besten mit einer Leuchtstoffröhre erzeugen. Die Beleuchtung sollte täglich zwischen 12 und 14 Stunden an sein. Möchten Sie verschiedene Jahreszeiten erzeugen, können Sie im Sommer länger beleuchten als im Winter und die Temperatur dementsprechend um einige Grad variieren.

Nachts sollte die Beleuchtung abgeschaltet oder eine Mondlichtlampe installiert werden.

Vergesellschaftung von mehreren Stirnlappenbasilisken



Idealerweise leben Stirnlappenbasiliske in kleinen Gruppen mit einem Männchen und zwei oder drei Weibchen. Männchen untereinander vertragen sich meist nicht und es kommt zu erbitterten Kämpfen. Bei der Haltung eines Männchens und eines Weibchens, konzentriert sich der Fortpflanzungstrieb des Männchens lediglich auf das eine Weibchen, was bei diesem zu hohem Stress und dadurch bedingter Krankheit führen kann.

Die Vergesellschaftung mit anderen Reptilien ist nicht zu empfehlen.


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Autor: M. Thalheim (05/2008) | Zuletzt geändert am/um: 13.12.2019 um 11:40

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