Private Notfallvermittlung von Haustieren

Autofahrer aufgepasst: Die Kröten wandern wieder

11.03.2015 um 20:54 (Letztes Update: 22.01.2020)

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Wenn Mitte März die Temperaturen steigen, erwachen Kröten, Frösche und andere Amphibien aus dem Winterschlaf. Die Folge ist eine Wanderschaft tausender Tiere. Ihr Ziel sind Teiche und Tümpel, in denen sie sich paaren und ihren Laich ablegen. Manche Paare legen den gleich gemeinsam zurück. Denn die Männchen sind so voller "Frühlingsgefühle", dass sie schon auf dem Weg ein Weibchen aussuchen, auf seinen Rücken klettern und sich dann zum Gewässer tragen lassen. Nicht selten müssen die Paare auf den bis zu zwei Kilometer langen Wanderungen stark befahrene Straßen überqueren. Und genau das wird unzähligen heimischen Erdkröten, aber auch Feuersalamandern und Alpenkammmolchen zum Verhängnis.

Krötenwanderung

Um das Massensterben an österreichischen Straßen zu verhindern, haben einige Forstämter und Umweltinitiativen an einigen beliebten "Krötenrouten" bereits Zäune aufgestellt und Kübel eingegraben. Die Kröten plumpsen in die Kübel und können dann von freiwilligen Helfern auf die andere Straßenseite gebracht werden. An manchen Orten, zum Beispiel im Wiener Prater an der Aspernallee, wurden zudem Amphibienschutzanlagen mit Tunneln und Leitsystemen gebaut. Diese Systeme retten nicht nur zahlreichen der gefährdeten Erdkröten, sondern auch Igeln und anderen Kleintieren das Leben.

Da es solche Schutzmaßnahmen aber leider noch nicht an allen Straßen gibt, die regelmäßig von Fröschen und Kröten überquert werden, sollten Autofahrer im Frühling besonders vorsichtig unterwegs sein und die Augen offen halten. Wer eine Kröte auf die andere Straßenseite bringen will, sollte sie sehr behutsam in die Hand nehmen, da die Haut der Amphibien sehr empfindlich ist.

Der Schutz der Amphibien ist heute brisanter denn je. Wissenschaftler schätzen, dass etwa 30 bis 50 Prozent aller Amphibien weltweit vom Aussterben bedroht sind. In Österreich steht unter anderem die Erdkröte, die sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken, Insekten und Spinnen ernährt, auf der Roten Liste.
Zuletzt geändert am/um: 22.01.2020 um 21:45

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