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Gefahr im Wald: Prozessionsraupen können Hunde töten


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Im Frühling verlassen die Raupen des Prozessionsspinners, einem unscheinbar grauen Falter, ihre weißen, schimmernden Kokons, die wie netzartige, dicke Beutel an Pinien, Eichen und anderen Bäumen hängen, um sich die Bäuche vollzuschlagen. Schließlich kriechen die haarigen Raupen in langen „Prozessionen“ auf die Erde, um sich im Boden zu verpuppen. Es gibt zahlreiche Arten der Prozessionsspinner, die immer nach den Bäumen benannt sind, in denen sie ihre Nester bauen, also zum Beispiel Eichenprozessionsspinner, Kiefernprozessionsspinner und Pinienprozessionsspinner. Letztere sind vor allem in den Mittelmeerländern verbreitet. Aber auch in der Schweiz, in Deutschland und Österreich gibt es inzwischen Prozessionsspinnerraupen.

Prozessionsspinner

Das Problem: Die rund 600.000 Brennhaare einer Raupe enthalten den giftigen Stoff „Thaumatopoein“. Schon einzelne Haare, die vom Baum fallen und durch die Wälder geweht werden, können bei Mensch und Tier allergische Reaktionen wie Hautausschlag und Juckreiz auslösen. Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder beim Spielen eine Raupe anfassen oder gar in den Mund stecken.

Auch Hunde, die beim Herumschnüffeln im Wald auf eine Prozessionsspinnerraupe stoßen, und diese im schlimmsten Fall auch noch für einen Leckerbissen halten, befinden sich in akuter Lebensgefahr. Denn durch die Schleimhäute im Maulbereich gelangt das Gift schnell in den Körper, wo es immensen Schaden anrichten kann. Die Folgen reichen von Schwindel und Augenentzündungen bis zu Schock und Atemnot. Im schlimmsten Fall kann die Begegnung mit der Prozessionsspinnerraupe für den Hund tödlich enden. Deshalb ist schnelles Handeln gefragt, wenn der Hund nach dem Waldspaziergang seine Nase am Boden reibt, Zunge und Kopf anschwellen. Dann sollte man die Schnauze mit lauwarmem Wasser abspülen und das Tier sofort zum Tierarzt bringen. Der kann dann entscheiden, ob eine Behandlung mit Salben oder Medikamenten angebracht ist. Manchmal kann es auch notwendig sein, einen Teil der Zunge zu entfernen.



Um dem Hund diese schmerzhafte Erfahrung zu ersparen, sollte man von der Prozessionsspinnerraupe befallene Wäldern noch bis etwa Anfang Mai meiden oder den Vierbeiner zumindest an der Hundeleine führen und gut beobachten. Besondere Vorsicht ist in Urlaubsregionen wie Portugal, Spanien und der Türkei geboten, da das Problem im Süden weiter verbreitet ist als in Mitteleuropa.

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Zuletzt geändert am/um: 07.07.2022 um 16:20

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