Private Notfallvermittlung von Haustieren

So gelingt die Kükenaufzucht


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Wenn Küken schlüpfen, brauchen sie in den ersten Lebenstagen und Wochen neben ausreichend Futter und Wasser vor allem Wärme. Hat ein Huhn die Eier selber ausgebrütet, kümmert es sich in der Regel mit großer Fürsorge um den Nachwuchs und wärmt die kälteempfindlichen Küken unter ihrem kuscheligen Federkleid.

Süße Küken beim Fressen

Schlüpfen die Küken allerdings im Brutapparat (Küken aus dem Brutkasten) muss sich der Geflügelzüchter selber darum kümmern, dass sie nicht auskühlen. Für die erste Lebenswoche wird eine Temperatur von rund 32 Grad empfohlen, die Temperatur wird etwa auf Kopfhöhe der Küken gemessen. Mit jeder folgenden Woche kann man die Temperatur um 2 Grad senken. Ist es draußen angenehm warm, kann man auf künstliche Wärmequellen oft schon nach rund einem Monat verzichten. Man sollte die Küken aber sowieso aufmerksam beobachten. Sitzen sie zusammengedrängt in einer Ecke, ist ihnen zu kalt. Auch Zugluft mögen die flauschigen Wonneproppen überhaupt nicht.

Um künstlich ausgebrütete Küken zu wärmen, muss man natürlich nicht den gesamten Stall auf tropische Temperaturen heizen. Es reicht, eine Wärmelampe mit weißem Dunkelstrahler aufzuhängen. So können sich die Kleinen bei Bedarf selber an den warmen Ort zurückziehen. Ebenfalls geeignet ist eine sogenannte Wärmeplatte. Die komfortabelste, aber leider auch teuerste Lösung ist eine Kükenaufzuchtbox, bei der man die Temperatur stufenlos einstellen kann. Die Boxen sind in der Regel etwa einen Meter lang und einen halben Meter breit, mit einer Kotschublade und einer Frischluftzufuhr ausgestattet.



Ganz egal, ob die Küken mit oder ohne Mama aufwachsen: Sie müssen ausgewogen ernährt werden. Geeignet ist spezielles Kükengranulat aus dem Fachhandel. Hobbyzüchter, die den Geflügelnachwuchs anders als große Betriebe nicht gegen die tödliche Darmerkrankung Kokzidosen impfen lassen, sollten Futter mit dem Zusatz Kokzidiostatika wählen. Auch frisches Grünfutter wie junge Löwenzahnblätter und frisches Gras ist bei den Kleinen beliebt. Einige Züchter empfehlen, den Kleinen bereits ganz am Anfang Sand oder Muschelkalk anzubieten. Die Ministeinchen kurbeln im Muskelmagen des Gefieders die Verdauung an. Und natürlich brauchen auch Küken ständig Zugang zu frischem Trinkwasser. Zum Thema Hühner richtig füttern haben wir hier noch einen interessanten Artikel.

Spezielle Futter- und Trinkwasserautomaten aus dem Fachhandel verhindern, dass die Küken ins Futter hüpfen und es verunreinigen können. Auf die Hygiene sollte man auch im Rest des Stalles achten, damit Krankheitserreger keine Chance haben.
Zuletzt geändert am/um: 07.07.2022 um 16:31

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