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Nachwuchs im Ziegenstall - Infos & Tipps zur Vorbereitung


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Bei artgerecht gehaltenen Ziegen verläuft die Geburt in der Regel ohne Komplikationen ab. Trotzdem sollte man einige Vorbereitungen treffen, damit man schnell eingreifen und helfen kann, wenn die Ziegenmutter Schwierigkeiten bei der Geburt oder der Versorgung des Lammes hat. Zudem ist es wichtig, dass man den Stall, wenn Nachwuchs ansteht, regelmäßig ausmistet und mit reichlich frischem Stroh einstreut. So gewährleistet man, dass die Ziegen bequem liegen und vermindert die Gefahr von Infektionen.

Ziegenbaby im Stall

Die hochträchtigen Ziegen sollten so wenig Stress wie möglich ausgesetzt sein. Für die Geburt im Laufstall sollten Ablammbuchten eingerichtet werden, in die man die Ziege bei den ersten Anzeichen für die anstehende Geburt bringen kann. So kann das Muttertier in ihrer gewohnten Umgebung und in Sicht- und Hörweite mit den anderen Herdenmitgliedern bleiben, es besteht aber dennoch nicht die Gefahr, dass sie oder ihre neugeborenen Zicklein von neugierigen Artgenossen gestört oder sogar verletzt wird.

Während der Trächtigkeit sollte man ein besonders gutes Auge auf den Gesundheitszustand der Ziege haben. Besonders den Euter sollte man regelmäßig kontrollieren und auch die Klauen müssen besonders gut gepflegt werden. In Absprache mit dem Tierarzt können in der Trächtigkeit eine Immunprophylaxe und eine Behandlung gegen Parasiten sinnvoll sein. Um die Mutter und ihr Ungeborenes vor Krankheitserregern, aber auch vor Stress zu schützen, sollte man ab einem Zeitpunkt von etwa sechs Wochen vor dem Ablammen keine neuen Tiere mehr in die Herde integrieren.

Hygiene ist auch bei der Vorbereitung auf die Geburt und bei der Geburt selber das A und O. Für den Fall, dass man bei der Geburt helfen muss, etwa weil ein Lamm falsch liegt, sollte man seine Fingernägel möglichst kurz und rund feilen und Einweghandschuhe bereit legen.

Atmet das Lamm nach der Geburt schwer, kann Flüssigkeit in der Lunge die Ursache sein. Als Erste Hilfe Maßnahme wird empfohlen, es auf den Kopf zu halten. Man sollte vermeiden, den Maulbereich mit der Hand zu berühren, da so leicht Bakterien und Viren übertragen werden können. Die Abrissstelle des Nabels wird mit Jod desinfiziert, so trocknet der Nabel schneller ab.

Lebenswichtig für das Zickleins ist, dass es möglichst schnell, spätestens vier Stunden nach der Geburt, Kolostrum, auch Biestmilch genannt, aufnimmt. Die erste Muttermilch enthält zahlreiche Abwehrstoffe und fördert die Darmtätigkeit. Gibt es beim Trinken Schwierigkeiten, etwa weil das Zicklein zu schwach ist, sollte man versuchen, Mutter und Kind „zu ihrem Glück“ zu zwingen.

Wer bei Schwierigkeiten vor, während oder nach der Geburt unsicher ist, sollte den Tierarzt um Hilfe bitten.

Artikel Empfehlung: richtiges einzäunen von Ziegen
Zuletzt geändert am/um: 14.06.2024 um 13:50

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