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Verfasst am/Autor Thema
12.04.2011 19:05

Von: tierliebhaberin
aus Österreich

Fragen zum Züchten



Hallo,
ich habe eine Ungarische WB Stute, sie ist 12 Jahre alt und ca. 165 cm groß. Sie hat eine gute Abstammung und Top Gänge und ist toll gebaut.

Ich hab auch schon einen tollen Hengst gefunden, der mir ganz gut gefällt. Der Hengst steht ca. 70km von mit entfernt und deckt an der Hand und auch freilaufend auf der Koppel (ist mir persönlich lieber)

Meine Stute hat am Freitag angefangen zu rossen und jetzt hab ich gelesen das die Stute ca. alle 21 Tage zum Rossen anfangen. Ich hab mir gedacht das ich die Stute beim nächsen mal Rossen hinbringe.

So die Stute kann dort auch einige Zeit eingestellt bleiben kostet pro Tag 10€.

Meine Frage:
Wie lange soll ich die Stute beim Hengst lassen?
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ANTWORT 1-9 ( von Gesamt: 9 )

Verfasst am/Autor Antworten
12.04.2011 20:02

Von: Pina Colada
aus Österreich

Punkt 1, ein Pferd ist nie Top, es gibt immer Mängel.
Lieber offen erkennen und den Hengst danach aussuchen sonst macht das Fohlen keine Freude.

Punkt 2, auf der Koppel ist viel gefährlicher als an der Hand!

Punkt 3, Hast du eine Tupferprobe gemacht? Einen Ultraschall, bzw eine gynäkologische Untersuchung?
Ohne Tupferprobe gibt es sowieso keinen Deckackt. Es muss unebdingt geklärt werden das keine ansteckende Krankheit, bzw Keime in der Gebärmutter vorliegt.
Ebenfalls die rektalen Untersuchung von Eierstöcken und Gebärmutter ist wichtig!
Auch nach der Bedeckung eine Ultraschalluntersuchung -> Zwillingsträchtigkeit, ob sich die befruchtete Eizelle richtig einnistet usw.
Auch der Hengst muss ein Gesundheitszeugnis vorweisen!

Punkt 4, Wenn du erst jetzt gelesen hast wie lange deine Stute überhaupt rosst, lass es. Eine Trächtigkeit, eine Geburt, eine Fohlenaufzucht ist kein Zuckerschelcken.
Nutze dieses Jahr um dich fort zu bilden, fahr zu den Fohlenbrennterminen, zu den Zuchttreffen. Bereite dich daruf vor!
Glaube mir, es geht mir schief als man denkt.
Wenn die Fohlen sich verdrehen bei der Geburt, stecken bleiben usw.
Wenn sie nicht saufen, wenn die Stute keinen ans Euter lässt...
und und und


Es brennt in der Seele ein totes Fohlen zu haben.
Es brennt noch mehr, wenn Stute und Fohlen tot sind.
100pro verhindern kann man es nie! Aber man kann sich auf die "normale" Prozedur vorbereiten.
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Geändert/User: 12.04.2011 20:03
Verfasst am/Autor  
12.04.2011 20:49

Von: tierliebhaberin
aus Österreich

Klar ist eine Stute nie Top, aber ich meine sie ist für mich Persönlich einfach top.
Wollte damit nur zeigen das ich nicht vermehren möchte sondern halt wirklich Züchten mit Papier und allen drum und dran.
(es gibt ja hier schon einen Thread wo eine nur Vermehren will)

Tupferprobe wird noch gemacht, ist ja auch vorgeschrieben. Die Impfungen hat sie auch alle und ich hab auch die Eisen hinten runter getan.

Also der Hengstbesitzer will das zuerst an der Hand gedeckt wird (zum kennen lernen) und dann darf die Stute und er Hengst gemeinsam auf die Koppel und dort sollen sie dann ein paar Tage zusammen verbringen.
Und meine Frage war eigentlich nur wie lange ich sie dort stehen lassen soll?

Und ich bin ja nicht alleine, meine Freundin züchtet schon seit Jahren und ich hab mich für Rosse und solche sachen eigentlich nie besonders interessiert, weil ich bis jetzt nur Hengste und Wallache geritten bin.

Und bevor noch wer Fragt: Ich hab genung Platz und Geld für ein Fohlen, ich kann es selber Ausbilden hab auch noch hilfe von meiner RL und Trainer. Fohlen kommt dann in Fohlenherde bis es 3 ist. usw.
Also es ist alles eigentlich geregelt.

Und ich weis welche Risiken bei einer Geburt sind, ich war schon öfters bei Pferdegeburten dabei. Aber wenn es so weit ist kommt meine Stute auf einen anderen Hof so auch ein TA am Hof ist und wo auch andere Stuten mit ihren Fohlen sind.

Und nur so nebenbei ich weis wie es ist ein Fohlen zu verlieren. Das hab ich alles schon durchgemacht.
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Verfasst am/Autor  
13.04.2011 08:41

Von: Pina Colada
aus Österreich

Mit der Tupferprobe würd ich mich beeilen.
Da diese währen der Rosse genommen werden soll.
Daher fällt die nächst schon mal aus. Muss die Stute dann behandelt werden usw. Fällt dieses Bedeckungsjahr schnell flach.
Sprich die Tupferprobe sollte immer eine Rosse vor dem geplanten Bedeckungszeitraum liegen.
Dazwischen nicht mit Wallachen die decken könnten auf die Koppel!


Wir lassen die Stuten immer beim Hengst bis zur ersten Ultraschalluntersuchung.
Kommt schon daher, weil wir teilweise lange Fahrten haben.
Sollte die Stute nicht aufgenommen haben, kann sie sofort wieder animiert werden und bei der nächsten Rosse bedeckt.
Für viele Stuten ist die hin und her Fahrerei enormer Stress, das sie nach etlichen Malen nicht mehr gut aufnehmen bzw. sogar Resorbieren können.

Haben wir Stuten die schwer in die Rosse bekommen, bzw aufnehmen:
Auf Diät setzen, das sie nicht verhungern, aber doch schlank sind.
BetaCarotin mit Absprache des Tierarztes zufüttern, viel Sonnenschein und Bewegung an der Sonne.

Das auf Der Koppel, wäre mir viel zu gefährlich.
Außerdem ist bei Stuten, die sonst keinen Hengst neben an haben (unsere zb kennen ja unsere eigene Deckhengste, aber es kommen ja auch Stuten von außerhalb zu, die mit keinem Hengst zusammenwohnen) ein Risiko das sie überanimiert werden.
Zusätzlich sollte die Gebärmutter nicht mit zu viel fremden Material (Sperma) belastet werden. Wenige gezielte Decksprünge erhöhen die Chance dass die Stute gut aufnimmt.
Die Spermien je nach Kondition und „Dichte“ überleben 48-72 Stunden. Also nicht zu unterschätzen.
Ein Bedeckungszyklus von 1,5 bis 2 Tagen (also 35 bis 48 Stunden) ist völlig ausreichend.
Wenn ein Tierarzt zur Verfügung steht würde ich ihn oft genug schallen lassen, da der optimalste Zeitpunkt 36 Stunden vor dem Eisprung bis 6 Stunden nach dem Eisprung stattfindet.

Dann weißt du ja sicherlich, nur kurz zum allgemeinen Verständnis:
Stute muss im Stutbuch/Zuchtbuch aufgenommen sein, Hengst logischerweise gekört und Leistungsgeprüft (Ausnahmen bestätigen die Regele wie VA usw.) Hengst muss für die Stute von der Rasse her ect zugelassen sein. Der Züchter (der Besitzer der Stute, zum Zeitpunkt der Bedeckung) muss im Zuchtverband sein und früh genug einen Deckschein anfordern. Der Deckschein wird zum Hengsthalter mitgebracht und ausgefüllt… usw.
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Verfasst am/Autor  
13.04.2011 19:32

Von: tierliebhaberin
aus Österreich

Die Tupferprobe wurde heute gemacht und es ist alles ok.

Meine Stute ist auch nicht Fett, sie ist schlank und super fit, da sie in letzter Zeit sehr viel gegangen ist. Also Reiternadel und Lizenz, und noch bei einigen Veranstalungen mitgelaufen ist.

Hab auch nochmal mit dem Hengstbesi telefoniert und bei ihm ist es so das zuerst der Hengst die Stute an der Hand deckt und dann kommen die beiden gemeinsam auf eine Weide.
Und ich persönlich finde das auch besser. Meine Freundin läst auch immer freilaufend auf der Koppel decken. Es ist vielleicht gefährlicher aber dafür nimmt man ja auch die Hufeisen ab.

Meine Freundin ist auch der Meinung das es für die Stuten besser ist wenn sie freilaufend gedeckt werden.
Ich persönlich halte auch nicht viel vom künstlichen besamen lassen. Ich meine das sind ja auch Tiere und keine Maschinen,.

Ich hab auch gelesen das es einer Vergewaltigung gleichkommt wenn man der Stute die Hinterbeine fesselt damit sie den Hengst nicht verletzt (soll es anscheinend auch geben) und das sie Stuten dann auch Verhaltensgestört werden können.

Also meine Stute wird auf jeden Fall freilaufend gedeckt, weil ich hab da schon gute Erfahrung gemacht.

Ultraschall wird auf jeden Fall 18 Tage nach dem decken gemacht, es gibt die Möglichkeit nochmal nachzudecken.
Leider kann ich die Stute allerdings nicht 18 Tage beim Hengst lassen.

Das mit den Papieren ist alles geregelt, hab ja geschrieben das ich ein Fohlen züchten möchte das bei einem Verkauf (will es natürlich behalten, aber es kann ja mal passieren das man seine Pferde verkaufen muss) auch gute chancen hat.
Antwort melden | #4
Verfasst am/Autor  
13.04.2011 22:47

Von: Küstennebel
aus Deutschland

Du hast beim Freilaufend decken gute Erfahrungen gemacht? Bei dem selben Hengst?
Das Deckrisiko bei Freilaufend deckenden Hengsten ist deutlich größer als das Risiko bei einer Bedeckung an der Hand! Denn nicht jeder Hengst ist wirklich nett, da wird auch des Öfteren schonmal gebissen und getrieben.
Eine Bedeckung an der Hand ist bei unbekannten Hengsten deswegen auf jeden Fall vor zu ziehen um das Verletzungsrisiko für die Stute (und auch den Hengst) zu minimieren.
Eine vernünftige Bedeckung an er Hand findet auch bei normalen Stuten ohne Fesselung statt. Diese wird nur in äußersten Notfällen gebraucht wenn die hochrossige Stute trotz aller Versuche nach dem Hengst schlägt und die Bedeckung solcher Stuten ist dann ohnehin fragwürdig.
Ich würde wert darauf legen das die Stute täglich mehrfach abprobiert wird um den Idealen Deckzeitpunkt zu bestimmen und dann an der Hand, mit minimalstem Risiko für Stute und Hengst, bedecken lassen.
Antwort melden | #5
Verfasst am/Autor  
13.04.2011 22:57

Von: Pina Colada
aus Österreich

Dann hat deine Freundin nicht viel Ahnung.

Und woher diese Schauermärchen mit Fesslungen?
Antwort melden | #6
Verfasst am/Autor  
14.04.2011 09:21

Von: tierliebhaberin
aus Österreich

Also wie schon geschrieben züchtet meine Freundin schon seit einigen Jahren und sie deckt ihre Stute immer freilaufend (natürlich mit eigenen Hengsten).

Außerdem ist es ja nicht so das meine Stute den Hengst nicht kennt. Wir waren gemeinsam schon öfters ausreiten und die Pferde kennen sich auch vom sehen her.
Früher standen die beiden ja gemeinsam am Stall und da war es auch so das sie sich am Putzplatz gesehen haben oder beim reiten.

Und das mit dem Fesseln hab ich nur gelesen, ich weis nicht wie andere das machen aber so was find ich nicht in ordnung.
Ich bin ja jetzt auch kein Züchter der das beruflich macht.

Und nur weil jemand etwas anders macht wie die große Menge heißt das nicht das meine Freundin keine Ahnung hat. Sie hat schon einige sehr guter Pferde gezüchtet und das ohne Künstliche Besammung.
Antwort melden | #7
Verfasst am/Autor  
14.04.2011 19:48

Von: Pina Colada
aus Österreich

Warum ich glaube dass sie nicht viel Ahnung hat?

Künstliche Besamung zb.
Das hat ja nichts damit zu tun ob man nun ein guter oder schlechter Züchter ist!
So ein Blödsinn hab ich selten gelesen.

Vorrangig wird in einigen Rassen künstlich Besamt da:
-> Die Hengste das in Natursprung nicht schaffen - zu viele Stuten
und vor allem die Hengste, die wirklich im Sport ihre Leistung bringen!
-> Die Hengste viel zu weit weg sind - Länderübergreifende Zucht
und und und

Bei manchen Rassen ist künstliche Besamung anderer Seitz nicht einmal erlaubt.
Zb. bei dem PRE. Diese Hengste decken nur im NS. Zur künstlichen Besamung werden Hengste nur zugelassen wenn diese, einfach ausgedrückt, die zweite Körstufe (Calificado) erreicht haben.

Und nur weil man das mit der Deckfesselung gelesen hat, heißt das doch bitte noch lage nicht, dass dies die normale Praxis ist.
Ich hab auch schon viel gelesen
Antwort melden | #8
Verfasst am/Autor  
18.04.2011 15:48

Von: tierliebhaberin
aus Österreich

Danke für eure antworten, aber die Frage hat sich erledigt.
Antwort melden | #9


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