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Verfasst am/Autor Thema
14.11.2010 10:47

Von: consoles
aus Deutschland

Schnecken im Aquarium, Freund oder Feind ?



Hi,
Ich benötige einmal Unterstützung in einer kleinen "Streitfrage". Mein Bekannter hat in seinem Aquarium vereinzelte Schnecken entdeckt und möchte diese nun am Besten mit Gift bekämpfen. Schnecken seinen Schädlinge – so seine Aussage.
Ich aber bin eher der Meinung, sie seinen nützliche Zeitgenossen, da sie ja z.B. die Algenbildung an den Scheiben verringern.
Da wir beide auf keinen grünen Zweig kommen, wollte ich einmal wissen, wie hier im Forum unter den Aquarianiern über Schnecken im Aquarium gedacht wird und ob es andere Mittel als nur Gift zur Bekämpfung gibt?
Consoles
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ANTWORT 1-5 ( von Gesamt: 5 )

Verfasst am/Autor Antworten
18.11.2010 11:04

Von: ReneWalt
aus Deutschland

Hallo Consoles,
also Schnecken können sowohl Freund als auch Feind sein. Eine gewisse Anzahl im Aquarium sind von großem Nutzen. Sie unterstützen die Reinigung des Beckens, indem sie die Essensreste essen und nebenbei auch noch die Scheiben von Algen und Ablagerungen schützen.
Zuviele allerdins können Schäden an den Pflanzen verursachen, was ja keiner gerne hat.
Ich persönlich bin kein Freund von Schneckengift in irgendeiner Form, eher wäre es eine Überlegung wert den Einen oder Anderen Fisch ins Becken zu setzen, dessen Leibspeise die Schnecken sind.
Gruß Rene
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Verfasst am/Autor  
15.01.2011 18:26

Von: Robert_90
aus Österreich

Hallo

Zunächst mal sind Schnecken in fast jedem Aquarium anzufinden und ein paar Schnecken tun niemanden weh.
Die meisten Schnecken vermehren sich auf Grund eines zu großen Nahrungsangebotes stark. Sollte dein Freund also zu viele Schnecken im Becken haben, so ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass er zu viel füttert. Die meisten Schnecken sind im Aquarium eher hilfreich als schädlich, z.B.: Turmdeckelschnecken graben den Boden um (verhindern also die Fäulnisbildung), andere Schnecken wie Tellerschnecken, Blasenschnecken oder Posthornschnecken ernähren sich hauptsächlich von Futterresten und Algen. Bei zu großzügigen Futtergaben haben alle oben genannten Schnecken gute Vermehrungsbedingungen. Von Schneckengift ist sowieso abzuraten, denn man kann nie genau sagen, wie sich solche Mittelchen auf andere Beckeninsassen auswirken.
Vom Kauf eines schneckenfressenden Lebewesens ist meiner Meinung nach auch abzuraten, denn sobald dieser die Schnecken vertilgt hat, wird er Hunger leiden. Immerhin ernähren sich viele Schnecken fressende Arten in der Natur fast ausschließlich von Schnecken. Diese Ernährungsweise ist im Aquarium zu berücksichtigen.

Mein TIPP: Er soll weniger füttern.

Es sei denn er hat eine sehr große Besatzdichte im Becken, dann sollte er den Besatz verringern.

lg Robert
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Verfasst am/Autor  
16.02.2011 18:24

Von: Hausdrache
aus Österreich

Hi, habe in meinem 240l Becken von Anfang an Turmdeckelschnecken drinnen.Sehe sie Tagsüber gar nicht, hab noch nie Mulm absaugen müssen(Sand ist sauber) und meine Pflanzen nehmen auch keinen Schaden. Find die sind ganz praktisch!
Als alternative zu Schneckenfressenden Fischen,würde ich Turmdeckel-Raubschnecken empfehlen, fressen alle anderen Schnecken, vermehren sich nur wenn man beide Geschlechter hat, fressen Futterrückstände!lg
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Verfasst am/Autor  
19.02.2011 10:08

Von: Toniii
aus Österreich

Also:

Wenn er Sandals Bodengrund hat, sind Schnecken (Turmdeckelschnecken) sogar Pflicht, denn sie graben den Boden felissig um. So wird der Mulm und die Biologische Flora die im Boden ist, mit genug Sauerstoff versorgt. Diese nützlichen Bakterien die sich im Mulm zb befinden, sind diese, die gefährliches Nitrit, das durch Kot, Futterreste, Abgestorbene Pflanzen etc entsteht, in ungefährliches Nitrat umwandeln.
Ausserdem verfaulen fast alle Pflanzenwurzeln, wenn man Sand als Boden nutzt, und eben keine Schnecken hat, die für Sauerstoff im Bodengrund sorgen.
Zuviele Schnecken kann man fast gar nicht haben.
Also wir haben ein 400 Liter Aq, und das läuft nun 3 Jahre, wenn mal etliche Turmdeckelschnecken ans Tageslicht wandern (aus dem Boden kommen) dann kann ich mit Sicherheit sagen es sind etliche Tausend.
Doch auch wenn es viel klingt, ist es dies gar nicht, denn meist sind die eh nur unterm Sand am wühlen, also nicht sichtbar, nur vereinzelt.
Seit wir Broaktbarben 10 Stück auch im Aq haben, hab ich beobachtet das diese auch teilweise Schnecken fressen. Wir hatten sonst nie Haufenweise leere Schneckenhäuser im Aq, seit den Brokatbarben halt.
Zusätzlich haben wir nun Asselkugelfische 2 Stück die grade mal 1 cm sind, und die fressen auch Schnecken :) Nur dazu rate ich ab, denn dieser Fisch ist eher kompliziert in der Haltung.
Es gäbe zur Bekämpfung (da man die Aqgrösse etc, nicht kennt, Besatz nicht kennt) eine ALternative, denn jegliche Art von Chemie im Wasser schadet den Bewohnern intensiv.
Raubschnecken machen kleinen Blasenschnecken und Turmdeckelschnecken, schnell den Garaus.

Sag deinem Freund bitte:

In der Natur sind vielleicht die glitschigen Nacktschnecken, etc, eklig anzusehen, und haben dadurch den Ruf Schädlinge zu sein. Im Aquarium ist das aber genau umgekehrt :)

Da ist eher der Mensch ein Schädling, eher als die Schnecken :)
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Verfasst am/Autor  
20.06.2012 21:43

Von: Dieter56
aus Deutschland

ich find einfache Gleichung:
Schneckenüberpopulation = schlecht
normale Schneckenanzahl = alles bestens
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