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Verfasst am/Autor Thema
02.05.2012 23:06

Von: Ruben
aus Deutschland

Kanarienpärchen? Nachwuchs? als Privatperson?


Themenzuweisung: Zucht und Aufzucht

Ich hab Aussicht auf ein junges Kanarienpärchen... jetzt bin ich unsicher, wenn es ein Pärchen ist, besteht doch sicherlich die Chance auf Nachwuchs, oder nicht? oder passiert das nur, wenn im Käfig auch die Möglichkeiten dafür gegeben sind? Und ist das überhaupt sinnvoll, das zu fördern, so als Privatperson? ich habe nicht vor professionell zu züchten.

Hatte bislang immer nur Vögel, die man einzeln halten konnte, mit Pärchen hab ich noch GAR keine Erfahrung
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ANTWORT 1-4 ( von Gesamt: 4 )

Verfasst am/Autor Antworten
12.05.2012 14:41

Von: Dieter56
aus Deutschland

ich hab mir da mal nen kleinen Guide aus dem Netz kopiert, vielleicht bringt dich das weiter:


Zucht der Kanarienvögel

Wer züchten möchte sollte einige Dinge beachten, obwohl Kanarienvögel recht einfache Zuchtbedingungen stellen. Es ist auch sehr interessant, ein brütendes und aufziehendes Kanarienpaar, zu beobachten. Weil sich der ganze Ablauf vor unseren Augen abspielt. So können Sie die Paarbildung, die Begattung, den Nestbau, das Legen der Eier, das Brüten des Weibchens, das Schlüpfen der jungen Kanarien und schließlich die Fütterung der Jungen sehr gut beobachten. Ein sehr beglückendes Erfolgserlebnis!

Die Brutzeit beginnt im Frühjahr. Das Pärchen sollte schon im Herbst zusammenkommen, dann haben die beiden genügend Zeit sich den Winter über kennenzulernen. Halten Sie die beiden Vögel vorerst getrennt, aber so, daß sie sich einander sehen und hören können. Es ist nämlich nicht selbstverständlich, daß sich das Paar auch miteinander verträgt. Wenn nicht, jagen Sie sich ständig durch den Käfig und vertreiben sich gegenseitig von Futter und Ruheplätzen. Solche unharmonischen Paare sollten Sie schnellstens wieder trennen.
Wir gehen jedoch davon aus, daß Sie ein verträgliches Paar gefunden haben.

Was wird zur Zucht der Kanarien benötigt?

Der Käfig sollte ein Mindestmaß von (BxHxT) 60x40x40cm für ein Kanarienpaar nicht unterschreiten. Sie können die Rückseite des Käfigs mit einer dünnen Holzplatte abdecken, daß gibt den Vögeln mehr Sicherheit, und die Ansicht der Nestumgebung bleibt gleich. Worauf die meisten Weibchen, wenn sich der Hintergrund ihres Nestes verändert, mit dem brüten aufhören. Also aufgepasst! Nichts verändern wenn der Nistplatz vom Weibchen ausgewählt wurde! Der Käfig sollte mit einer Schublade ausgestattet sein, die man ohne größere Störungen reinigen kann und mit genügend Vogelsand mit Grit auffüllen sollte. Zusätzlich benötigen Sie weitere Futternäpfe für Grit oder Eifutter , daß während der Zuchtzeit unbedingt angeboten werden muß. Das Eifutter ist als Zusatzfutter und Aufzuchtfutter für die Jungvögel gedacht und enthält reichlich Vitamine und Mineralien. Man kann es mit etwas Wasser anfeuchten, so daß es leicht feucht und locker, krümelig ist. Vorsicht nicht zu matschig und klumpig. Lassen Sie auch geraspeltes Obst, Karotten oder Obstsäfte aus dem Aufzuchtfutter, wie es oft beschrieben wird. Denn bei sommerlich hohen Temperaturen gehen diese Zutaten gerne in Gärung über. Dies überleben Ihre Jungvögel nicht.

Was wird zum Nestbau gebraucht?

Diese halbkugelförmigen Nestkörbchen aus Peddigrohr finde ich am besten. Naturnah und sauber! Es gibt sie auch aus Drahtgeflecht oder Plastik. Hängen sie ruhig zwei zur Auswahl in den Käfig. Als Nistmaterial eignen sich Kokosfasern, Sisalfasern, Heu, trockenes Moos, Gras und kurze Baumwollfäden. Vorsicht! In langen Baumwollfäden verfängt sich der Vogel gerne! Manche meiner Weibchen nehmen auch gerne das weiche Küchenpapier zum auspolstern des Nestes. Federn werden auch mit Vorliebe genommen. Das Vorhandensein von Nistmaterial fördert die Brutlust des Weibchens. Bieten sie also rechtzeitig verschiedenes Material an.
Sobald das Weibchen sein Nest fertig gebaut hat, wird es auch das erste Ei legen. Dies geschieht meist in den frühen Morgenstunden zwischen 6 und 7 Uhr. Normalerweise steht die Henne im Nest mit leicht geöffnetem Schnabel und presst das Ei heraus. Bei manchen Weibchen bemerkt man kaum , wenn sie ein Ei legen. Es kann auch zu Problemen kommen, zur sogenannten Legenot (siehe Hinweise unter Krankheiten). Sie kommt zum Glück nicht sehr oft bei mir vor. Erst ein einziges mal. Wenn,dann hauptsächlich bei jungen Weibchen, die zum ersten mal Eier legen.
Die Kanarienhenne legt jetzt in Abständen von einem Tag ca. 2-6 Eier. Das würde bedeuten, daß die jungen Kanarien in dem gleichen Tagesrhythmus ausschlüpfen. Das erste ist dann unter Umständen schon 6 Tage alt, wenn das 6. ausschlüpft. Diese sogenannten Spätlinge haben im Kampf um das Futter kaum eine Chance, wenn sie nicht schon von ihren Geschwistern erdrückt werden. Bei den wilden Kanariengirlitzen legt das Weibchen erst seine 4-5 Eier und fängt dann erst mit dem brüten an. So schlüpfen deren Junge auch an einem Tag aus, und es gibt bei ihnen keinen Größen- oder Altersunterschied. Die Überlebenschancen sind somit größer.

Was wir jetzt tun können, um die Chancen unserer Jungen so gut wie möglich zu sichern!

Sie müssen aufpassen, daß Sie den Tag des ersten Eies mitbekommen. Nehmen Sie die Eier an jedem Tag, an dem sie gelegt werden, vorsichtig mit einem Plastiklöffel aus dem Nest. Ersetzen Sie diese durch Kunsteier aus Gips oder Plastik (im Zoofachgeschäft erhältlich). Die echten Eier werden in einer gut, mit Watte, gepolsterten offenen Schachtel aufbewahrt. Sicher vor Stößen, Wärme, Erschütterungen und Frost. Achtung die Vogeleier sind sehr zerbrechlich! Wenn das Gelege nun vollständig ist, erhält das Weibchen alle Eier wieder zurück. Nun kann die Henne mit dem Brüten beginnen. Die Kanarienjungen werden alle an einem Tag schlüpfen und Gleichens heranwachsen.
Bei Kanarienvögeln brütet das Weibchen alleine und wird nicht vom Mänchen abgelöst. Es verläst ihr Nest nur gelegentlich um zu trinken, fressen und um Kot abzusetzen. Ein gutes Männchen versorgt sein Weibchen, in der übrigen Zeit, mit Nahrung aus seinem Kropf. Junge unerfahrene Weibchen verlassen des öffteren ihr Gelege. Dagegen hilft nur, Ruhe am Brutkäfig zu halten.


Die Brutzeit dauert in der Regel 13-14 Tage. Mit ihrem Eizahn am Oberschnabel durchbrechen die Jungen die Eischale und schlüpfen. Sie werden an diesem Morgen leere Eierschalen auf dem Käfigboden finden. Die Kanarienbabys sind etwa 2 cm klein und fast vollkommen nackt. Am ersten Tag leben sie noch vom Dottersack, den sie beim schlüpfen hinunter schlucken. Am zweiten Tag werden sie von der Mutter, oft auch von beiden Eltern gefüttert. Man sollte sehr darauf achten, daß immer ausreichend Futter im Käfig vorhanden ist. Auch frisches Grünfutter anbieten. Am besten aus dem eigenen Garten. Nichts aus dem Supermarkt wegen der Gifte. Das Weibchen hält das Nest in den ersten Tagen peinlich sauber,indem sie die Kotballen der Jungvögel, die mit einer Haut überzogen sind frist oder aus dem Nest wirft. Nach ca. 7 Tagen ist die Haut des Kotes nicht mehr vorhanden, und die Jungen strecken ihr Hinterteil über den Nestrand um den Kot selbst abzusetzen. Um diesen Zeitraum wachsen die ersten Federn und die Augen öffnen sich. Bei manchen Jungen kann man schon die Farbe der Federn erkennen. Mit ca.12 Tagen sind die Jungtiere schon recht gut befiedert. Ab dem 14. Lebenstag wird es etwas kritisch. Bewahren Sie deshalb etwas Ruhe in der Nähe des Käfigs. Es regt sich ein gewisser Fluchttrieb der Jungen. Sie sitzen schon mal Probe auf dem Nestrand oder testen ihre Flügel mit leichtem flattern aus. Im Großen und Ganzen wird die Lage etwas bewegter im Nest. Nun reicht schon eine hastige Handbewegung in der Nähe des Käfigs aus, die jungen Kanaris fliehen mit einem Satz aus dem Nest und könnten sich dabei verletzen. Also etwas ruhiger zu diesem Zeitpunkt! Etwa im Zeiraum von 16-20 Tagen bildet sich ihr Gefieder richtig aus, sie werden flügge und verlassen das Nest. Die Jungen werden noch von den Eltern gefüttert, bis sie um den 30. Tag völlig selbständig sind. Ab der ca. 10. Woche beginnt die Jugendmauser. Wenn die Jungtiere durch diese Mauser sind können sie abgegeben werden.

Familienplanung nicht vergessen!!!
Können Sie die Kleinen nicht selbst behalten, nimmt Ihnen diese vielleicht ein Zoofachhändler ab oder Sie vemitteln sie über eine Anzeige weiter. Doch manchmal wird es schwierig werden, den Nachwuchs gut unterzubringen. In solchen Zeiten tauschen Sie die Eier gegen Kunststoffeier aus. Wie schon oben erwähnt. Das Weibchen bebrütet diese. Es macht ihm nichts aus, wenn es mal keine Junge aufziehen kann. Eher leidet es, wenn es nicht brüten darf. Es legt andauernd Eier nach und verausgabt sich somit total. Die Brutzeit ist im Juli oder August beendet. Im September beginnt für das Elternpaar die Mauser und die Tiere brauchen dann viel Ruhe.
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Verfasst am/Autor  
28.05.2012 13:21

Von: tierlieb66
aus Deutschland

sicher dass Ruben wissen wollte, wie man züchtet? mir klingt's eher so, als wollt er Tipps, wie er mit dem Pärchen sinnvoll umgehen kann ohne gleich "Zucht" zu betreiben. oder ich habs falsch verstanden
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Verfasst am/Autor  
17.06.2012 12:03

Von: Ruben
aus Deutschland

ehrlich gesagt war / ist es beides
ich hab die Chance in die Zucht einzusteigen, und bin unsicher, ob das für mich als Privatperson geeignet ist
wenn ich nicht anfange zu züchten, ist in der Tat der geeignete Umgang mit einem Pärchen wichtig und zwar OHNE dass es gleich zu Zuchtverältnissen kommt
aber schonmal danke für die Tipps, ich werd mir das mal ganz in Ruhe bearbeiten. Aber ich bin nach wie vor für Hinweise und Aufmunterungsversuche dankbar
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Verfasst am/Autor  
22.05.2014 17:29

Von: vogelmutti
aus Österreich

Lieber Ruben, mit Zucht habe ich leider auch noch keine Erfahrung, außer Problemen: siehe meine eigene Einschaltung. Aber Tips könnte ich schon geben:

Der Käfig sollte für ein Pärchen ausreichend groß sein. Und mehrere Nester anzubieten ist auch nötig - siehe Wikipedia-Text. Wenn Du ein Pärchen bekommst, das sich gut verträgt, bist Du sicher im Vorteil. Trotzdem würde ich Futter, Obst und Snacks immer doppelt anbieten, dass es nicht zu Streiterein kommt.

Ich hatte früher Zebrafinken, das Pärchen liebte sich sehr .und es gab auch Nachwuchs, was beglückend zu beobachten war. - Jetzt habe ich seit drei Jahren ein Kanarienpärchen. Leider starb das erste Weibchen (wahrscheinlich Legenot; war da gerade auf Kurzurlaub und die Vögel wurden von Freunden versorgt). Mit dem zweiten Weibchen, das ich nachkaufte, versteht sich mein Hähnchen leider nicht besonders: es gibt immer wieder kleine Kämpfe um Futter, Obst etc., obwohl ich alles doppelt anbiete. Im Vorjahr begann mein Mädchen dann zu brüten; anfangs waren die Eier alle unbefruchtet (wurden nach vier Wochen aus dem Nest geworfen - einmal sah ich einen Embryo drinnen). Ganz selten habe ich Paarungen beobchtet, die meist eher eine "Vergewaltigung" sind. Mein Hähnchen atzt die Henne auch kaum während der Brutzeit, wie er eigentlich tun sollte.

Trotzdem hoffe ich auf Nachwuchs, denn vor drei Wochen schlüpfte erstmals ein Jungtier. Nur ist es leider verhungert, weil die Eltern es nicht fütterten, sondern die Vogelmutter nur andauernd im Nest saß, wo ein zweites Ei lag. Ich habe sie für unerfahren gehalten und hoffe, dass jetzt - beim zweiten Jungtier - alles besser wird. (siehe auch meine Nachfrage zu diesem Thema).

Ich will Dich damit nicht entmutigen, denn die Vögel zu beobachten und das Hähnchen singen zu hören macht sehr große Freude, noch mehr, wenn sie Junge aufziehen (was ich hoffe zu erleben). Also nur Mut; sicher ist es auch für Kanarien besser, nicht allein im Käfig zu leben. LH vogelmutti
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