News & Artikel zum Thema Tiermedizin


Startseite TIERBLOG Alle Postings mit dem Tag: TIERMEDIZIN (Gesamt: 30 Artikel)

ALLE POSTINGS MIT DEM TAG TIERMEDIZIN
22.01.2017 um 16:03: Hundezähne richtig pflegen
13.07.2015 um 16:52: Headshaking: Ein Symptom, viele Ursachen
08.07.2015 um 11:50: Gelähmte Hunde: Ratgeber für Hundebesitzer und Tierärzte
15.06.2015 um 12:02: Kippfenster: Lebensgefährliche Fallen für Katzen
29.05.2015 um 07:22: Kastration von Hunden: Pro und Contra
27.05.2015 um 13:38: Wenn Hunde Krebs haben
21.05.2015 um 08:47: So verabreicht man Pferden Medikamente
03.05.2015 um 23:04: FORL: Schmerzhafte Zahnerkrankung bei Katzen
27.04.2015 um 07:34: Auch Tiere können Blut spenden
27.04.2015 um 06:54: Tiergarten Schönbrunn: Zootiere kommen "in die Röhre"


Hundezähne richtig pflegen
22.01.2017 um 16:03 - Thema: Hunde



Die gute Nachricht: Hunde leiden sehr selten an Karies. Die schlechte: Paradontale Erkrankungen sind dafür ziemlich häufig. Und diese können zu buchstäblich tierischen Zahnschmerzen, dem Verlust des Zahnes und sogar Schäden am Kieferknochen und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Paradontis entsteht, wenn sich der Zahnbelag, der aus Futterresten, Eiweissen und Mineralstoffen aus dem Speichel sowie Bakterien und deren Abbauprodukten besteht, durch die Ablagerung von Salzen aus dem Speichel zu Zahnstein wird. Das Problem wird akut, wenn die Bakterien, die sich im gelben bis braunen Zahnstein befinden, das Zahnfleisch angreifen. Das führt zu Rötungen und Zahnfleischbluten, der betroffene Hund hat schrecklichen Mundgeruch. Wird die sogenannte Gingivitis nicht rechtzeitig behandelt, schreitet die Entzündung immer weiter fort, bis sie sogar den Kieferknochen angreift.

In diesem Stadium ist der betroffene Zahn nicht mehr zu retten und muss gezogen werden. Vermeiden kann man diese Prozedur in der Regel, indem man regelmäßig vom Tierarzt die Zähne auf Zahnstein kontrollieren lässt. Dieser wird unter Vollnarkose entfernt, da der Tierarzt mit seinen Geräten nur dann auch in die Zahnfleischtaschen kommt und den Zahnstein wirklich vollständig entfernt. Wie anfällig ein Hund für die Bildung von Zahnstein ist, ist individuell verschieden und hängt von diversen Faktoren ab. Fehlstellungen im Gebiss und eine Ernährung mit viel Weichfutter können die Bildung von Zahnstein begünstigen.

Im Idealfall beugt man schon der Bildung von Zahnstein vor. Das kann man einmal durch spezielles Dentalfutter für Hunde. Außerdem sollte der Hund Kauspielzeuge und Kauknochen bekommen.
Die wichtigste Zahnpflege ist bei den Vierbeinern aber die gleiche wie bei uns: Zähneputzen. Im Fachhandel werden inzwischen Zahnbürsten für Hunde und sogar Zahnpasta mit Fleischaroma angeboten. Geputzt werden sollte im Idealfall täglich, mindestens aber alle zwei Tage. An das Zähneputzen gewöhnt man seinen Hund am besten schon im Welpenalter. Mit viel Geduld kann man aber auch viele erwachsene Hunde noch für die Zahnpflege begeistern. Die Mühe lohnt sich: Einmal erspart man dem Hund so unangenehme Zahnschmerzen und Behandlungen. Zum anderen ist es auch in anderen Situationen praktisch, wenn man problemlos das Hundemaul öffnen und darin hantieren kann.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Headshaking: Ein Symptom, viele Ursachen
13.07.2015 um 16:52 - Thema: Pferde



Wenn Pferde ständig und unkontrollierbar mit dem Kopf schlagen, also sogenannte Headshaker sind, haben ihre Reiter ein echtes Problem. Denn Headshaking macht konzentriertes Arbeiten und ständige Anlehnung schlicht unmöglich. Zudem führt es zu gefährlichen Situationen. Im Extremfall werden Headshaker schlicht unreitbar. Auch die Lebensqualität der Pferde ist natürlich stark eingeschränkt, das gilt ganz besonders, wenn das Problem nicht nur unter dem Sattel, sondern auch auf der Weide und im Stall auftritt.

Die Therapie ist oft sehr langwierig, was auch vor allem daran liegt, dass Headshaking so viele verschiedene Ursachen haben kann. Headshaking kann eine Verhaltensstörung sein, ausgelöst zum Beispiel durch großen Stress. Auch schwerwiegende Reiterfehler wie eine harte Hand oder ein sehr unausbalancierter Sitz können dazu führen, dass sich das Pferd durch Kopfschütteln aus der Situation befreien will. Bei psychischen Ursachen sollte unbedingt die Haltung optimiert, die Reitweise angepasst und ein erfahrener Ausbilder zu Rate gezogen werden.
Auch Schmerzen durch eine unpassende Ausrüstung können Schuld sein. Oft sind organische Ursachen wie Zahnprobleme, Augen- und Ohrenerkankungen, Nasennebenhöhlenentzündungen oder blockierte Wirbel verantwortlich. Nach einer erfolgreichen Diagnose und Behandlung verschwindet das Headshaking in der Regel schnell.

Bleibt die Ursachensuche erfolglos, heißt die Lösung des Rätsels in vielen Fällen "Trigeminusneuralgie". Das ist eine schmerzhafte Erkrankung des großen Gesichtsnerv, die auch aus der Humanmedizin bekannt ist. Von betroffenen Menschen weiß man, dass schon kleinste Berührungen, selbst Wind, Regen oder Lichteinfall, starke Schmerzen auslösen können. Definitiv festzustellen, dass der Trigeminusnerv erkrankt ist, ist zumindest bei Pferden nicht einfach. Oft betäuben die Tierärzte den Nerven. Bessern sich danach die Symptome, schließen sie auf Trigeminusneuralgie. Manche Pferde, die an dieser Erkrankung leiden, reagieren gut auf Nasennetze, deren Wirkungsweise noch nicht genau erforscht ist. Bei anderen schlagen Medikamente an. Eine neue Therapie wurde kürzlich in England getestet. Dort wurden sieben Headshaker mit der Elektrostimulation "Percutaneous electrical nerve stimulation "(PENS) behandelt, wobei der große Gesichtsnerv desensibilisiert wird. Sechs von sieben Pferden konnte so geholfen werden. Ob die Therapie bei allen Pferden wirkt, wie lange die Verbesserung anhält und ob die Elektrostimulation Nebenwirkungen hat, kann noch nicht gesagt werden, bevor weitere Studien mit einer größeren Anzahl von Pferden durchgeführt werden.

Thema: Pferde

Tags: Pferde Tiermedizin

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Gelähmte Hunde: Ratgeber für Hundebesitzer und Tierärzte
08.07.2015 um 11:50 - Thema: Hunde


Der erste Ratgeber zu diesem Thema erscheint Anfang Juli

Pressbaum (OTS) - Mit Hundehaltung im Allgemeinen sind schon viele überfordert, aber was, wenn der Hund auch noch gelähmt ist? Katharina Hengl-Schmidl ist Gründerin des Vereins Behinderter Hund - Na und? und Besitzerin eines solchen Vierbeiners. Sie hat einen Ratgeber geschrieben, der nichts beschönigt und dennoch zeigt, dass ein erfülltes Leben mit einem gelähmten Vierbeiner möglich ist.

Von "Ein gelähmter Hund zieht ein" über "Der richtige Rolli" bis zu "Medizinische Aspekte" erläutert Katharina Hengl-Schmidl alle relevanten Themen rund um ein Leben mit einem gelähmten Hund.

Der informative aber auch witzig geschriebene Ratgeber ist für alle zu empfehlen, die selbst einen gehandicapten Vierbeiner zu Hause haben, sich für dieses Thema interessieren oder vielleicht ganz bewusst einen adoptieren wollen.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Kippfenster: Lebensgefährliche Fallen für Katzen
15.06.2015 um 12:02 - Thema: Katzen


Besonders im Sommer sind Kippfenster ungeheuer praktisch. Katzen denken das leider auch - sie wollen die schmalen Öffnungen nutzen, um ins Freie oder zurück ins Haus zu gelangen. Was dann häufig passiert, ist der Albtraum jedes Katzenliebhabers: Der Stubentiger bleibt mit dem Bauch im Spalt hängt, zappelt, versucht vergeblich, sich zu befreien und rutscht dabei immer tiefer nach unten. Dort wird der kleine Körper unnachgiebig zusammen gedrückt, Muskulatur, Nerven, Organe und Wirbelsäule nehmen Schaden. Typisch für das sogenannte Kippfenster-Syndrom sind Lähmungen der hinteren Gliedmaßen, Blutgerinnsel und Nierenschäden. Je länger die Katze im Kippfenster "gefangen" ist, desto schlimmer sind in der Regel ihre Verletzungen. Im schlimmsten Fall stirbt die Katze noch in der grausamen Falle an ihren inneren Verletzungen.



Um eine Katze aus einem Kippfenster zu befreien, schiebt man eine Hand unter den Bauch, die andere Hand unter den Brustkorb und hebt sie soweit an, dass ein Helfer das Tier in der größeren Öffnung vorsichtig entgegen nehmen kann. Danach sollte man den Vierbeiner so schnell wie möglich zum Tierarzt oder in die Tierklinik bringen, denn viele innere Verletzungen kann man von außen nicht sofort erkennen, ohne Behandlung können sie aber fatale Folgen haben. Zudem stehen viele Katzen nach der traumatischen Erfahrung unter Schock und benötigen Infusionen zur Stabilisierung des Kreislaufs.

Besser als eine stressige Rettungsaktion mit ungewissem Ausgang ist aber natürlich, das Unglück durch Vorsichtsmaßnahmen zu verhindern. Wer nicht darauf verzichten will, Kippfenster zu öffnen, kann die Fenster zum Beispiel durch spezielle Netze sichern. Das bietet sich vor allem an, wenn man gleichzeitig verhindern will, dass Wohnungskatzen nach draußen gelangen. Eine Alternative sind Fensterkeile, die einfach in das geöffnete Kippfenster geschoben werden und verhindern, dass die Katze in den engen Spalt rutscht.


Thema: Katzen

Tags: Katzen Tiermedizin

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Kastration von Hunden: Pro und Contra
29.05.2015 um 07:22 - Thema: Hunde


Fast jeder Hundebesitzer, der nicht züchten möchte, stellt sich irgendwann die Frage, ob er seinen Vierbeiner kastrieren lassen soll. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn sowohl für, als auch gegen die Kastration gibt es stichhaltige Argumente. Die Studien, die es zu den Folgen von Kastration gibt, sind zum Teil widersprüchlich. So kam eine neue Studie aus den USA, bei der 2.500 Vizsla auf die negativen Folgen durch Kastration untersucht wurden, zu dem erschreckenden Ergebnis, das nach der Kastration bei Hündinnen und Rüden ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen und andere gesundheitliche Probleme wie Schilddrüsenunterfunktion besteht. Auch Verhaltensstörungen wie die übermäßige Angst vor Gewitter traten in der Studie bei kastrierten Tieren häufiger auf. Ob man diese Studie verallgemeinern und auch auf andere Hunderassen übertragen kann, ist bei Tiermedizinern allerdings umstritten.

Schließlich gibt es auch Studien, die den Schluss zulassen, dass die Folgen der Kastration auch rasseabhängig sind. Und eine Befragung in Bielefeld 2002 von 1000 Besitzern von kastrierten Hunden ergab, dass mehr als die Hälfte der Tiere ausgeglichener sind als vor der OP. Ein Drittel der Rüden war nach dem Eingriff laut der Halter sogar gehorsamer und zeigte weniger Aggressionen gegenüber anderen Rüden.

Auch der richtige Zeitpunkt für eine Kastration ist umstritten. Während einige Tierärzte für die Frühkastration, also die Kastration vor der Geschlechtsreife plädieren, weil diese bei Hündinnen das Risiko für Gebärmutterkrebs und andere Krebsarten senken soll, raten die meisten inzwischen dazu, mit dem Eingriff bis nach der Adoleszenz zu warten. Pubertät und Adolezenz sind für den Besitzer zwar oft anstrengend, für die Entwicklung des Hundes aber wichtig, da er durch Veränderungen im Hormonhaushalt und im Gehirn emotional reift und leistungsfähiger, souveräner und erwachsener wird. Abhängig von der Rasse und Größe des Hundes ist diese Phase im Alter von zwei bis vier Jahren abgeschlossen.

Ob und wann eine Kastration sinnvoll ist, hängt sicher auch von diversen Faktoren wie Rasse, Geschlecht und Charakter des Hundes, Umgebung und Haltungsbedingungen ab. Vor der Entscheidung sollte man sich deshalb ausführlich vom Tierarzt beraten lassen.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Wenn Hunde Krebs haben
27.05.2015 um 13:38 - Thema: Hunde


Krebs bei Hunden ist so gefürchtet wie verbreitet. Die Krankheit zählt zu den häufigsten Todesursachen, jeder zweite Hund über 10 Jahren stirbt daran. Besonders verbreitet sind Milchdrüsenkrebs, Lymphdrüsenkrebs, Hautkrebs, Maulhöhlenkrebs, Weichteil- und Knochenkrebs. Bei einigen Rassen treten bestimmte Krebserkrankungen überdurchschnittlich häufig auf. So treten bei großen Rassen wie Doggen relativ häufig Knochentumore auf, bei kurzköpfigen Rassen wie dem Boxer werden dagegen häufiger Mastzellentumore diagnostiziert.

Zum Glück sind nicht alle Tumore bösartig, abklären kann das aber nur der Tierarzt. Und den sollte man möglichst früh konsultieren, also wenn man eine Veränderung an der Haut feststellt, einen Tumor erfühlt oder der Hund sich zurückzieht, weniger Appetit hat und andere Schmerzsymptome zeigt. Denn die Überlebenschancen des vierbeinigen Patienten hängen oft davon ab, wie früh die Therapie beginnen kann.

In den meisten Fällen kann der Tierarzt mit Hilfe einer Feinnadelaspiration Zellen aus dem Tumorinneren entnehmen, mit denen im Labor dann der Tumortyp bestimmt wird. Gutartige Tumore müssen nicht unbedingt entfernt werden, wenn sie den Hund nicht beeinträchtigen, zum Beispiel, weil sie am Auge sitzen. Ansonsten wird wenn möglich operiert. Keine leichte Aufgabe: Denn lässt der Chirurg auch nur eine Krebszelle im Körper zurück, ist die Gefahr groß, dass sich der Krebs an dieser Stelle schon bald wieder ausbreitet. Je nach Größe des Tumors und Allgemeinzustand des Hundes ist das natürlich ein schwerwiegender Eingriff. Anschließend wird der Tumor im Labor untersucht. Wie gut die Chancen des Hundes sind, hängt nicht nur vom Können des Tierarztes, sondern auch von der Art des Tumors ab.

Nicht immer ist es sinnvoll oder möglich, den Skalpell anzusetzen. Alternativ oder zusätzlich zur Operation kann die Strahlentherapie helfen. Mit dieser kann man einen Tumor verkleinern oder eventuell vorhandene Zellreste nach der OP vernichten. In den letzten Jahren wird auch die Chemotherapie in der Tiermedizin immer häufiger eingesetzt. Dabei werden zwar genau wie in der Humanmedizin Zellgifte eingesetzt, die das Wachstum der Krebszellen stoppen sollen. Doch anders als beim Menschen werden bei Tieren keine Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schäden an der Blutzellbildung und Haarausfall in Kauf genommen. Die Chemotherapeutika sollen in erster Linie ermöglichen, dass der erkrankte Hund noch möglichst lange ohne Beschwerden leben kann, und werden dementsprechend niedrig dosiert. Bewährt hat sich die Chemotherapie vor allem beim malignen Lymphom, einem bösartigen Tumor des Lymphsystems.

Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten in den vergangenen Jahren enorm verbessert haben, sollte das Wohlergehen des Hundes immer oberste Priorität haben. Zeigen die Therapieversuche keine Wirkung und leidet der Hund offensichtlich an Schmerzen, sollte er in Absprache mit dem Tierarzt von seinem Leid erlöst werden.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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So verabreicht man Pferden Medikamente
21.05.2015 um 08:47 - Thema: Pferde


Wenn Pferde Medikamente oder eine Wurmkur brauchen, sind sie oft gar nicht begeistert. Das ist erst einmal verständlich, wenn man die Natur des Pferdes betrachtet. Denn die Steppentiere fressen selektiv, sie suchen instinktiv die Gräser und Kräuter, die ihnen schmecken und die gesund für sie sind. Medikamente schmecken oft bitter, genau wie Giftpflanzen, und werden deshalb abgelehnt.
Für Medikamente und Wurmkuren, die übers Maul verabreicht werden müssen, bedeutet das in vielen Fällen ein Problem. Denn es ist ausgesprochen schwierig, einem Pferd, das sich dagegen wehrt, Medikamente aufzuzwingen. Der Kampf, der dann in vielen Fällen entsteht, ist in jeder Beziehung kontraproduktiv. Zum einen ist er für die Beziehung und das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Pferd naturgemäß nicht gerade zuträglich. Zum anderen kommen auf diese Weise die wichtigen Arzneimittel am Ende gar nicht oder nicht vollständig im Pferdemagen an.

Auch der Versuch, Tabletten oder Pulver mit dem normalen Kraftfutter zu vermischen, scheitert oft. Denn Pferde riechen und schmecken den „Betrug“ in der Regel sofort und sortieren die Medikamente mit ihren beweglichen Lippen einfach aus oder verweigern das Futter komplett. Man sollte Medizin auch nicht ins Trinkwasser schütten. Denn dann besteht die Gefahr, dass das Pferd das Trinken einstellt. Eine gefährliche Situation, denn Flüssigkeitsmangel kann schnell schwere gesundheitliche Folgen haben und sogar lebensgefährlich werden.
Es ist also wichtig, dem Pferd die Medikamente selber zu verabreichen. Globuli oder Pillen kann man zum Beispiel in einem Stück Banane oder einem Stück Apfel „verstecken“ und die Mogelpackung wie ein Leckerchen verfüttern.
Manchmal kommt man aber nicht drumrum, dem Vierbeiner Wurmkur, Pasten oder Flüssigkeiten mit einer großen Spritze ohne Kanüle oder einem Wurmkur-Dossier zu verabreichen. Das sollte man schon mit dem gesunden Pferd üben, im Idealfall schon in den ersten Lebensmonaten, damit im Ernstfall alles reibungslos funktioniert. Diese Trainingseinheiten sollten stressfrei und spielerisch gestaltet werden, damit das Pferd sie mit positiven Erfahrungen verknüpft. Wichtig ist deshalb, sich Zeit zu nehmen und das Pferd auch nach kleinen Erfolgsschritten ausgiebig zu loben.

Zunächst stellt man sich seitlich neben das Pferd, umfasst mit einer Hand sanft die Nase und streichelt mit der anderen den Maulwinkel. Akzeptiert das Pferd diese Prozedur gelassen, kann man ihm den Zeigefinger ins Maul schieben. Wenn auch das klappt, nimmt man eine leere, gut ausgewaschene Spritze oder Wurmkur-Dossier und füllt diesen mit dünnem Apfelmus oder Bananenbrei und schiebt diese statt des Zeigefingers vorsichtig ins Maul und spritzt nach und nach kleine Portionen heraus. Die meisten Pferde schlecken die Leckerei mit Begeisterung und freuen sich schon bald auf die Spritze.
Ist dann gelegentlich etwas in der Spritze, das nicht ganz so lecker ist, akzeptieren die Vierbeiner das in der Regel ohne große Probleme. Zusätzlich kann man aber einiges tun, um bittere Medizin zu versüßen. Gut gekühlt riechen die meisten Medikamente weniger intensiv und werden deshalb besser akzeptiert. In Absprache mit dem Tierarzt kann man Pulver, Pasten und Flüssigkeiten zudem vor der Verabreichung mit Wasser oder Apfelsaft verdünnen.

Thema: Pferde

Tags: Pferde Tiermedizin

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FORL: Schmerzhafte Zahnerkrankung bei Katzen
03.05.2015 um 23:04 - Thema: Katzen



Wenn ein Katze ihren Appetit verliert, beim Fressen oder Gähnen faucht, häufiger mit dem Kopf schüttelt, stärker als gewöhnlich schmatzt, mit den Zähnen knirscht, Mundgeruch, gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch hat, sind das möglicherweise Symptome der Zahnerkrankung FORL (Feline Odontoclastic Resorpitive Lesions). Die Erkrankung, die zu Löchern im Katzengebiss führt und deshalb von Nichtmedizinern häufig fälschlicherweise als Katzenkaries bezeichnet wird, ist besonders bei älteren Hauskatzen weit verbreitet. Studien zufolge leidet jede zweite Katze über fünf Jahren unter FORL.
Die Aushöhlung des Zahnes beginnt oft an der Wurzel und ist je nach Krankheitsverlauf erst sehr spät zu erkennen. Manchmal brechen die Zähne sogar ab, bevor das Problem auffällt. Da FORL sehr schmerzhaft ist, sollte man bei Verdacht möglichst schnell den Tierarzt oder besser noch einen Zahntierarzt konsultieren.

Welche Ursachen FORL hat, weiß man bis heute noch nicht. Als mögliche "Verantwortliche" werden unter anderem Störungen des Calciumhaushaltes, chronische Maulschleimhautentzündungen und Autoimmunerkrankungen diskutiert.

Bei Verdacht auf FORL ist eine Röntgenaufnahme aller Zähne notwendig. Die Therapie ist radikal: Alle betroffenen Zähne werden gezogen, um der Samtpfote die Schmerzen zu nehmen. Versuche, die angegriffenen Zähne mit Füllungen zu erhalten, waren bislang nur wenig erfolgreich.
Obwohl Katzen Fleischfresser sind, kommen sie auch mit weniger oder sogar ganz ohne Zähne gut zurecht. Der Katzenkiefer ist auch ohne Zähne stark genug für handelsübliches Trockenfutter. Und Nassfutter macht natürlich überhaupt keine Probleme.

Thema: Katzen

Tags: Katzen Tiermedizin

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Auch Tiere können Blut spenden
27.04.2015 um 07:34 - Thema: Sonstiges


Nicht nur Menschen, auch Hunde, Katzen und Pferde sind gelegentlich auf Bluttransfusionen angewiesen, zum Beispiel nach Unfällen, bestimmten Krebserkrankungen, Vergiftungen, Bluterkrankungen oder Operationen mit großem Blutverlust. Bei Ziegen und anderen Wiederkäuer kann das Blut von Artgenossen nach einem starken Befall mit blutsaugenden Parasiten lebensrettend sein.

Genau wie bei uns hilft nicht jedes Blut: Bekommt ein Tier nämlich das Blut einer unpassenden Blutgruppe, kann es daran sterben. Bei Pferden und Wiederkäuern verträgt der Körper zumindest eine Transfusion aus einer anderen Blutgruppe, erst danach bilden sich Antikörper gegen das fremde Blut und die Tierärzt müssen bei weiteren Übertragungen von Spenderblut auf die passende Blutgruppe achten. Die unterschiedlichen Blutgruppen beschreiben die unterschiedlichen Oberflächenproteine an den roten Blutkörperchen. Bei Katzen kennt man drei, bei Pferden acht, bei Rindern elf und bei Hunden mehr als zwölf.

Da Blut bislang noch nicht künstlich hergestellt werden kann, sind Tiere genau wie Menschen auf Blutspenden von Artgenossen angewiesen. Tierbesitzer die bereit sind, ihr Tier regelmäßig oder nach Bedarf Blut spenden zu lassen, sollten sich an die nächste Tierklinik wenden. Um sicher zu gehen, dass der Blutverlust dem Spendertier nicht schadet, muss es bestimmte Kriterien erfüllen. So sollten Hunde zum Beispiel mindestens 20 bis 25 Kilogramm auf die Waage bringen, gesund sein und während der Blutentnahme entspannt und angstfrei bleiben.
Während bei Katzen, die zur Blutentnahme sediert werden, nur 50 Milliliter entnommen werden, verkraften Hunde problemlos den Verlust von rund 450 Milliliter Blut. Pferde können sogar fünf bis sieben Liter Blut spenden.

Neben dem guten Gefühl, dass die Blutspende das Leben eines anderen Tieres rettet, bringt es noch einen weiteren Vorteil, sein Tier Blut spenden zu lassen. Bei jeder Blutentnahme werden die Spendertiere und ihr Blut nämlich kostenlos auf virale Infektionskrankheiten, Blutparasiten und anderes untersucht.

Thema: Sonstiges

Tags: Tiermedizin Hunde Katzen Pferde Bauernhoftiere

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Tiergarten Schönbrunn: Zootiere kommen "in die Röhre"
27.04.2015 um 06:54 - Thema: Zoos


Rund 8.000 Tiere leben im Tiergarten Schönbrunn. Wird eines krank, sind die „Zoodocs“ der Tierärztlichen Ordination Tiergarten Schönbrunn zur Stelle. Ab sofort haben sie ein neues Hightech-Gerät im Einsatz: einen Computertomographen, kurz CT genannt. Der Tiergarten ist damit der erste Zoo in Europa, dem ein CT zur Verfügung steht, um Krankheiten bei Tieren erkennen oder ausschließen zu können. „Unser Computertomograph ist das gleiche Gerät, das auch bei Menschen verwendet wird. Während das Tier in der Röhre liegt, tasten Röntgenstrahlen seinen Körper ab. So erhalten wir ein präzises 3D-Bild vom Inneren des Tieres. Organe, Knochen – alles ist genau zu sehen“, erklärt Thomas Voracek, Leiter der Tierärztlichen Ordination.

Wie auch wir Menschen dürfen sich die Tiere für die Untersuchung nicht bewegen. Größere Tiere werden dafür in Vollnarkose versetzt, kleinere wie Vögel oder Reptilien werden in speziellen Boxen ruhig gehalten. Für Zootiere bis zu einem Gewicht von 180 Kilogramm und für Haustiere, die in die Ordination kommen, kann der CT künftig genutzt werden. Der erste „Patient“ in der Röhre war ein Zoobewohner: ein Salomonenskink. Bei ihm wurde der CT allerdings nicht eingesetzt, weil er krank ist.





„Bei diesem Reptil kann man äußerlich nicht erkennen, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Diese Information brauchen wir aber, um Zuchtgruppen zusammenstellen zu können und der CT zeigt die Geschlechtsorgane im Inneren des Körpers“, so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Thema: Zoos

Tags: Tiergarten Schönbrunn Zoos Tiermedizin

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