News & Artikel zum Thema Hunde


Startseite TIERBLOG Alle Postings mit dem Tag: HUNDE (Gesamt: 77 Artikel)

ALLE POSTINGS MIT DEM TAG HUNDE
21.06.2017 um 13:17: Badespaß mit Hund
22.01.2017 um 16:03: Hundezähne richtig pflegen
05.08.2015 um 12:44: Warum wedeln Hunde mit dem Schwanz?
08.07.2015 um 11:50: Gelähmte Hunde: Ratgeber für Hundebesitzer und Tierärzte
23.06.2015 um 11:58: Wie finde ich den richtigen Hundenamen?
18.06.2015 um 20:14: Unterwegs in den Bergen: Keine Angst vor Herdenschutzhunden
29.05.2015 um 07:22: Kastration von Hunden: Pro und Contra
27.05.2015 um 13:38: Wenn Hunde Krebs haben
08.05.2015 um 06:30: Der hundegerechte Garten
03.05.2015 um 22:00: Wandern auf der Alm: So verhält man sich auf Kuhweiden


Badespaß mit Hund
21.06.2017 um 13:17 - Thema: Hunde


Bei sommerlichen Temperaturen bringt ein Bad im See oder im Meer erwünschte Abkühlung, macht Spaß und ist eine wunderbare Möglichkeit, sich bei Hitze sportlich zu betätigen - das alles gilt für Hunde genauso wie für uns.
Schwimmen können alle Hunde von Natur aus, einige sind auch von Anfang an regelrecht verrückt aufs Wasser. Dazu gehören in der Regel Neufundländer, Labradore, Golden Retriever, Landseer, Portugiesische Wasserhunde und andere Rassen, die für die Arbeit im Wasser gezüchtet worden. Diese Hunde lassen sich oft selbst von der Brandung am Meer nicht davon abhalten, einem Ball im Wasser hinterher zu jagen. Bei anderen Hunden kann es etwas länger dauern, bis sie sich für das kühle Nass begeistern können. In diesen Fällen ist vor allem Geduld gefragt - es ist völlig kontraproduktiv, einen wasserscheuen Hund zu seinem Glück zwingen zu wollen. Einige Hunde lassen sich von erfahrenen Artgenossen zum Schwimmen animieren, andere schwimmen hinter Herrchen oder Frauchen her. Bei Hunden, die gerne apportieren, kann man auch Bälle erst ins flache und dann nach und nach ins tiefere Wasser werfen.
Im Fachhandel werden spezielle Schwimmspielzeuge für Hunde angeboten, die im Wasser nicht untergehen und in der Regel durch leuchtende Farben gut sichtbar sind. Unter anderem gibt es Frisbees, Bälle und Apportierdummies, die mit Leckerchen gefüllt werden können.
Für ängstlichere Vierbeiner, Ausflüge ans Meer, längere Schwimmtouren und Bootstouren empfiehlt es sich, dem Hund eine spezielle Schwimmweste anzuziehen.

Bevor man den Hund irgendwo ins Wasser lässt, sollte man sich natürlich informieren, dass freilaufende und schwimmende Hunde am jeweiligen Badestrand überhaupt erlaubt sind. Aus Rücksicht auf andere Badegäste sollte man Hundehaufen immer entfernen und den Hund nicht da schwimmen lassen, wo sich schon viele Kinder oder Erwachsene im Wasser tummeln. Auch wenn sich der Hund nach dem Bad schüttelt, sollte er möglichst viel Abstand zu anderen Menschen haben.





Damit der Kreislauf nicht überfordert wird, sollten Hunde genau wie Menschen an besonders heißen Tagen nur langsam ins Wasser steigen. Man sollte darauf achten, dass sich der Hund beim Schwimmen nicht zu sehr verausgabt und möglichst in Ufernähe bleibt. Bei Ferien am Meer darf man natürlich nicht vergessen, dass starke Brandung und Strömung auch für Hunde lebensgefährlich werden kann.
Vor und nach dem Baden sollte man dem Hund ein Schattenplätzchen, zum Beispiel unter dem Sonnenschirm, anbieten, um einen gefährlichen Hitzschlag zu vermeiden. Auch frisches Trinkwasser und ein Napf gehören ins Gepäck.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Sommer

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Hundezähne richtig pflegen
22.01.2017 um 16:03 - Thema: Hunde



Die gute Nachricht: Hunde leiden sehr selten an Karies. Die schlechte: Paradontale Erkrankungen sind dafür ziemlich häufig. Und diese können zu buchstäblich tierischen Zahnschmerzen, dem Verlust des Zahnes und sogar Schäden am Kieferknochen und anderen gesundheitlichen Problemen führen. Paradontis entsteht, wenn sich der Zahnbelag, der aus Futterresten, Eiweissen und Mineralstoffen aus dem Speichel sowie Bakterien und deren Abbauprodukten besteht, durch die Ablagerung von Salzen aus dem Speichel zu Zahnstein wird. Das Problem wird akut, wenn die Bakterien, die sich im gelben bis braunen Zahnstein befinden, das Zahnfleisch angreifen. Das führt zu Rötungen und Zahnfleischbluten, der betroffene Hund hat schrecklichen Mundgeruch. Wird die sogenannte Gingivitis nicht rechtzeitig behandelt, schreitet die Entzündung immer weiter fort, bis sie sogar den Kieferknochen angreift.

In diesem Stadium ist der betroffene Zahn nicht mehr zu retten und muss gezogen werden. Vermeiden kann man diese Prozedur in der Regel, indem man regelmäßig vom Tierarzt die Zähne auf Zahnstein kontrollieren lässt. Dieser wird unter Vollnarkose entfernt, da der Tierarzt mit seinen Geräten nur dann auch in die Zahnfleischtaschen kommt und den Zahnstein wirklich vollständig entfernt. Wie anfällig ein Hund für die Bildung von Zahnstein ist, ist individuell verschieden und hängt von diversen Faktoren ab. Fehlstellungen im Gebiss und eine Ernährung mit viel Weichfutter können die Bildung von Zahnstein begünstigen.

Im Idealfall beugt man schon der Bildung von Zahnstein vor. Das kann man einmal durch spezielles Dentalfutter für Hunde. Außerdem sollte der Hund Kauspielzeuge und Kauknochen bekommen.
Die wichtigste Zahnpflege ist bei den Vierbeinern aber die gleiche wie bei uns: Zähneputzen. Im Fachhandel werden inzwischen Zahnbürsten für Hunde und sogar Zahnpasta mit Fleischaroma angeboten. Geputzt werden sollte im Idealfall täglich, mindestens aber alle zwei Tage. An das Zähneputzen gewöhnt man seinen Hund am besten schon im Welpenalter. Mit viel Geduld kann man aber auch viele erwachsene Hunde noch für die Zahnpflege begeistern. Die Mühe lohnt sich: Einmal erspart man dem Hund so unangenehme Zahnschmerzen und Behandlungen. Zum anderen ist es auch in anderen Situationen praktisch, wenn man problemlos das Hundemaul öffnen und darin hantieren kann.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

Permalink: https://www.tieranzeigen.at/blog/934-hundezaehne-richtig-pflegen.html

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Warum wedeln Hunde mit dem Schwanz?
05.08.2015 um 12:44 - Thema: Hunde



Nach wie vor halt sich hartnäckig das Gerücht, dass Schwanzwedeln bei Hunden immer ein Zeichen der Freude ist. Das kann zwar so sein, aber um die Geste des Hundes zu interpretieren, sollte man auch den Rest der Körpersprache und die jeweilige Situation beachten.
Zunächst einmal bedeutet das Wedeln mit dem Schwanz nämlich nur, dass der Hund erregt ist. Das kann so sein, weil Herrchen oder Frauchen nach Hause kommen oder ein Spaziergang ansteht. Das freudige Wedeln erkannt man daran, dass die Rute aufgerichtet ist und manchmal so heftig hin und her wedelt, dass der ganze Hund zu schwingen scheint.
Doch Hunde wedeln auch dann mit dem Schwanz, wenn sie unsicher, ängstlich oder gestresst sind. Trifft der Hund etwa einen Artgenossen, wedelt mit dem Schwanz und senkt gleichzeitig den Kopf, könnte es zu einer Rauferei kommen. Eine tief gehaltene Rute, die etwas steif hin und herbewegt wird lässt dagegen auf Unsicherheit schließen, besonders wenn gleichzeitig die Ohren nach hinten abgeklappt werden.

Neben der Kommunikation der aktuellen Stimmungslage erfüllt das Schwanzwedeln aber noch einen anderen Zweck. Es hilft nämlich dabei, das individuelle Duftsekret des Hundes, das von den Analdrüsen produziert wird, möglichst weit zu verbreiten und Artgenossen so über die eigene Anwesenheit zu "informieren". Selbstbewusste Hunde wedeln deshalb im Allgemeinen häufiger mit dem Schwanz.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Verhaltensforschung

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Gelähmte Hunde: Ratgeber für Hundebesitzer und Tierärzte
08.07.2015 um 11:50 - Thema: Hunde


Der erste Ratgeber zu diesem Thema erscheint Anfang Juli

Pressbaum (OTS) - Mit Hundehaltung im Allgemeinen sind schon viele überfordert, aber was, wenn der Hund auch noch gelähmt ist? Katharina Hengl-Schmidl ist Gründerin des Vereins Behinderter Hund - Na und? und Besitzerin eines solchen Vierbeiners. Sie hat einen Ratgeber geschrieben, der nichts beschönigt und dennoch zeigt, dass ein erfülltes Leben mit einem gelähmten Vierbeiner möglich ist.

Von "Ein gelähmter Hund zieht ein" über "Der richtige Rolli" bis zu "Medizinische Aspekte" erläutert Katharina Hengl-Schmidl alle relevanten Themen rund um ein Leben mit einem gelähmten Hund.

Der informative aber auch witzig geschriebene Ratgeber ist für alle zu empfehlen, die selbst einen gehandicapten Vierbeiner zu Hause haben, sich für dieses Thema interessieren oder vielleicht ganz bewusst einen adoptieren wollen.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Wie finde ich den richtigen Hundenamen?
23.06.2015 um 11:58 - Thema: Hunde


Die Auswahl des richtigen Hundenamens ist für viele frischgebackene Hundebesitzer nicht einfach. Schließlich soll der Name allen Familienmitgliedern gefallen, gut zum Hund passen und am besten auch noch ein wenig originell sein. Züchter sind durch das Wurf-Alphabet immerhin schon im Anfangsbuchstaben festgelegt, alle anderen können sich immerhin am Geschlecht und an der Rasse orientieren. "Purzelchen", "Mausi" oder "Bienchen" mögen im Welpenalter auch für einen Neufundländer oder eine Bulldogge noch stimmig klingen - ist so ein großer Hund erst einmal ausgewachsen, klingen die Namen aber eher albern. Manchmal findet man schöne Hundenamen im Ursprungsland der Rasse. So passt es ganz wunderbar, wenn zum Beispiel ein japanischer Akita den klangvollen Namen Eiyú trägt, der dann auch noch "Held" bedeutet. Ausländische Namen aus allen möglichen Ländern findet man ganz einfach im Internet, neben dem schönen Klang sollte man auch auf die Bedeutung des Namens achten. Besonders schön ist es natürlich, wenn der Name nicht nur zum Geschlecht und zur Rasse, sondern auch zum Naturell des Hundes passt. Da man das bei einem neuen Hund natürlich nicht gleich einschätzen kann, sollte man sich mit der Namenssuche ruhig ein paar Tage Zeit lassen. Auch der Züchter oder Tierheimmitarbeiter können oft viel über die Eigenschaften des neuen Mitbewohners erzählen.

Natürlich ist es auch wichtig, dass man den Namen problemlos aussprechen kann. Wer jüngere Kinder hat, sollte einen möglichst einfachen Namen wählen - dann können auch sie den Hund richtig ansprechen. Überhaupt ist es wichtig, dass der Hund von allem Familienmitgliedern mit nur einem Namen gerufen wird - zusätzliche Spitz- und Kosenamen sind für Hunde nur verwirrend. Für Verwirrung kann es auch sorgen, wenn man einem älteren Hund, der bereits gut auf seinen Namen hört, übernimmt und plötzlich anders ruft. Hier sollte man den Namen nach Möglichkeit einfach beibehalten.

Bei der Namensgebung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Viele Hundebesitzer taufen ihre Hunde nach berühmten realen oder fiktiven Persönlichkeiten, zum Beispiel Cäsar oder Miss Marple. Auch Nahrungsmittel, Gewürze und Getränke werden gerne als Inspirationsquelle genutzt. So gibt es einige Hunde, die auf den Namen Tequila hören.

Der persönliche Geschmack spielt eine große Rolle, sollte aber nicht alleine ausschlaggebend sein. "Prinzessin Charlotte" mag für manchen schön klingen, doch beim täglichen Training ist so ein langer Name wenig alltagstauglich. Einfacher für Besitzer und Vierbeiner ist ein Name mit nur ein oder zwei Silben. Um keine Verwirrung zu stiften sollte der Hundename keinem Kommando ähneln. Und hat man mehrere Hunde sollten die Namen möglichst unterschiedlich klingen, damit sich immer der Richtige angesprochen fühlt.

Thema: Hunde

Tags: Hunde

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Unterwegs in den Bergen: Keine Angst vor Herdenschutzhunden
18.06.2015 um 20:14 - Thema: Hunde



Seit es in Mitteleuropa, ganz besonders in der Alpenregion, wieder zunehmend Luchse, Wölfe und Bären gibt, müssen Ziegen und Schafherden vor allem in abgelegenen Regionen geschützt werden, damit sie nicht zur leichten Beute für die großen Raubtiere werden. Diesen Job übernehmen vermehrt sogenannte Herdenschutzhunde. Die imposanten Vierbeiner unterstützen die Hirten bei ihrer Arbeit und schrecken Luchse, Wölfe, Bären, aber auch Adler und streunende Hunde durch ihre Größe und ihr tiefes Bellen ab. Ihre Arbeit hat lange Tradition und so gibt es typische Herdenschutzrassen aus allen möglichen Ländern der Welt, darunter der Pyrenäenberghund (Frankreich), der Kuvasz (Ungarn), der Kangal (Türkei) und der Estrela Hund (Portugal). Sie alle zeichnen sich durch ihren Mut und ihre Selbstständigkeit aus - in der Regel bleiben sie mit den Herden nämlich auch mal eine Zeitlang alleine.

Wanderer, Biker und Touristen, die in den Bergen unvorbereitet auf eine behütete Herde treffen, wissen nicht immer, wie sie sich richtig verhalten sollen. Unsicherheit und Angst führen nicht selten zu Verhaltensfällen, in einigen Fällen wurden Touristen oder ihre Hunde sogar schon von Herdenschutzhunden gebissen.

Wer sich an einige Verhaltensregeln hält, braucht sich bei der Begegnung mit Herdenschutzhunden aber keine Sorgen machen. Gleichzeitig erleichtert umsichtiges Verhalten den Hunden ihre Arbeit und erspart auch den kleinen Wiederkäuern Stress:

- Sieht man eine Herde, sollte man sie möglichst umgehen und die Tiere nicht stören. Auch wenn Ziegen, Schafe und ihr Nachwuchs noch so niedlich sind: Man sollte nicht zu den Vierbeinern hingehen oder sie gar anfassen.

- Auch wenn die Herdenschutzhunde bellen, sollte man ruhig bleiben. Schnelle, hektische Bewegungen können die Hunde provozieren.

- Der eigene Hund gehört an die Leine.

- Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist oder joggt, sollte absteigen oder das Tempo drosseln und ruhig an der Herde vorbei gehen.

- Herdenschutzhunde können ihren Job nur dann gut erledigen, wenn sie Distanz zum Menschen wahren. Man sollte die Hunde deshalb nicht streicheln und sie ignorieren, wenn sie einem folgen.

Thema: Hunde

Tags: Hunde

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Kastration von Hunden: Pro und Contra
29.05.2015 um 07:22 - Thema: Hunde


Fast jeder Hundebesitzer, der nicht züchten möchte, stellt sich irgendwann die Frage, ob er seinen Vierbeiner kastrieren lassen soll. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn sowohl für, als auch gegen die Kastration gibt es stichhaltige Argumente. Die Studien, die es zu den Folgen von Kastration gibt, sind zum Teil widersprüchlich. So kam eine neue Studie aus den USA, bei der 2.500 Vizsla auf die negativen Folgen durch Kastration untersucht wurden, zu dem erschreckenden Ergebnis, das nach der Kastration bei Hündinnen und Rüden ein erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen und andere gesundheitliche Probleme wie Schilddrüsenunterfunktion besteht. Auch Verhaltensstörungen wie die übermäßige Angst vor Gewitter traten in der Studie bei kastrierten Tieren häufiger auf. Ob man diese Studie verallgemeinern und auch auf andere Hunderassen übertragen kann, ist bei Tiermedizinern allerdings umstritten.

Schließlich gibt es auch Studien, die den Schluss zulassen, dass die Folgen der Kastration auch rasseabhängig sind. Und eine Befragung in Bielefeld 2002 von 1000 Besitzern von kastrierten Hunden ergab, dass mehr als die Hälfte der Tiere ausgeglichener sind als vor der OP. Ein Drittel der Rüden war nach dem Eingriff laut der Halter sogar gehorsamer und zeigte weniger Aggressionen gegenüber anderen Rüden.

Auch der richtige Zeitpunkt für eine Kastration ist umstritten. Während einige Tierärzte für die Frühkastration, also die Kastration vor der Geschlechtsreife plädieren, weil diese bei Hündinnen das Risiko für Gebärmutterkrebs und andere Krebsarten senken soll, raten die meisten inzwischen dazu, mit dem Eingriff bis nach der Adoleszenz zu warten. Pubertät und Adolezenz sind für den Besitzer zwar oft anstrengend, für die Entwicklung des Hundes aber wichtig, da er durch Veränderungen im Hormonhaushalt und im Gehirn emotional reift und leistungsfähiger, souveräner und erwachsener wird. Abhängig von der Rasse und Größe des Hundes ist diese Phase im Alter von zwei bis vier Jahren abgeschlossen.

Ob und wann eine Kastration sinnvoll ist, hängt sicher auch von diversen Faktoren wie Rasse, Geschlecht und Charakter des Hundes, Umgebung und Haltungsbedingungen ab. Vor der Entscheidung sollte man sich deshalb ausführlich vom Tierarzt beraten lassen.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Wenn Hunde Krebs haben
27.05.2015 um 13:38 - Thema: Hunde


Krebs bei Hunden ist so gefürchtet wie verbreitet. Die Krankheit zählt zu den häufigsten Todesursachen, jeder zweite Hund über 10 Jahren stirbt daran. Besonders verbreitet sind Milchdrüsenkrebs, Lymphdrüsenkrebs, Hautkrebs, Maulhöhlenkrebs, Weichteil- und Knochenkrebs. Bei einigen Rassen treten bestimmte Krebserkrankungen überdurchschnittlich häufig auf. So treten bei großen Rassen wie Doggen relativ häufig Knochentumore auf, bei kurzköpfigen Rassen wie dem Boxer werden dagegen häufiger Mastzellentumore diagnostiziert.

Zum Glück sind nicht alle Tumore bösartig, abklären kann das aber nur der Tierarzt. Und den sollte man möglichst früh konsultieren, also wenn man eine Veränderung an der Haut feststellt, einen Tumor erfühlt oder der Hund sich zurückzieht, weniger Appetit hat und andere Schmerzsymptome zeigt. Denn die Überlebenschancen des vierbeinigen Patienten hängen oft davon ab, wie früh die Therapie beginnen kann.

In den meisten Fällen kann der Tierarzt mit Hilfe einer Feinnadelaspiration Zellen aus dem Tumorinneren entnehmen, mit denen im Labor dann der Tumortyp bestimmt wird. Gutartige Tumore müssen nicht unbedingt entfernt werden, wenn sie den Hund nicht beeinträchtigen, zum Beispiel, weil sie am Auge sitzen. Ansonsten wird wenn möglich operiert. Keine leichte Aufgabe: Denn lässt der Chirurg auch nur eine Krebszelle im Körper zurück, ist die Gefahr groß, dass sich der Krebs an dieser Stelle schon bald wieder ausbreitet. Je nach Größe des Tumors und Allgemeinzustand des Hundes ist das natürlich ein schwerwiegender Eingriff. Anschließend wird der Tumor im Labor untersucht. Wie gut die Chancen des Hundes sind, hängt nicht nur vom Können des Tierarztes, sondern auch von der Art des Tumors ab.

Nicht immer ist es sinnvoll oder möglich, den Skalpell anzusetzen. Alternativ oder zusätzlich zur Operation kann die Strahlentherapie helfen. Mit dieser kann man einen Tumor verkleinern oder eventuell vorhandene Zellreste nach der OP vernichten. In den letzten Jahren wird auch die Chemotherapie in der Tiermedizin immer häufiger eingesetzt. Dabei werden zwar genau wie in der Humanmedizin Zellgifte eingesetzt, die das Wachstum der Krebszellen stoppen sollen. Doch anders als beim Menschen werden bei Tieren keine Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schäden an der Blutzellbildung und Haarausfall in Kauf genommen. Die Chemotherapeutika sollen in erster Linie ermöglichen, dass der erkrankte Hund noch möglichst lange ohne Beschwerden leben kann, und werden dementsprechend niedrig dosiert. Bewährt hat sich die Chemotherapie vor allem beim malignen Lymphom, einem bösartigen Tumor des Lymphsystems.

Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten in den vergangenen Jahren enorm verbessert haben, sollte das Wohlergehen des Hundes immer oberste Priorität haben. Zeigen die Therapieversuche keine Wirkung und leidet der Hund offensichtlich an Schmerzen, sollte er in Absprache mit dem Tierarzt von seinem Leid erlöst werden.

Thema: Hunde

Tags: Hunde Tiermedizin

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Der hundegerechte Garten
08.05.2015 um 06:30 - Thema: Hunde


In der warmen Jahreszeit halten sich viele Hunde einen Großteil des Tages im Garten auf. Das ist an für sich eine wunderbare Sache: In der grünen Oase hinterm Haus kann der Vierbeiner frische Luft genießen, Eichhörnchen und eventuell Passanten beobachten, im Schatten ausruhen oder in der Sonne dösen, im Gras schnüffeln und sich in der Regel viel freier bewegen als im Haus. Genug Argument, um die Gartengestaltung den Bedürfnissen des Hundes anzupassen. Das senkt das Verletzungsrisiko für den Hund, erhöht den Spaßfaktor und sorgt auch dafür, dass der Garten länger schön bleibt.

Oberste Priorität, jedenfalls in dichter besiedelten Gebieten, hat natürlich ein guter Zaun, den der Hund weder überspringen noch untergraben kann. Zu einem hundefreundlichen Garten gehört auch der Abschied von Giftpflanzen, zu denen unter anderem Goldregen und Fingerhut gehören. Auch auf künstliche Gifte, also Pestizide oder Kunstdünger, sollten Hundebesitzer im Garten soweit wie möglich verzichten. Bei sehr übermütigen und unvorsichtigen Hunden bergen auch dornige Büsche und Hecken Verletzungsgefahr. Und natürlich sollte man Gartengeräte wie Heckenschere und Rechen nach Gebrauch wieder sicher im Gartenhäuschen oder in der Garage verstaut werden - das verhindert mögliche Stichverletzungen und wirkt sich zudem noch positiv auf die Lebensdauer der Gerätschaften aus.

Wer bei der Gestaltung des Gartens die Wünsche des Hundes vor Augen und ausreichend Platz hat, legt eine möglichst große zusammenhängende Rasenfläche oder Wiese zum Toben und Ballspielen an. Damit sich der Hund nicht im Blumenbeet austobt, aber seinen natürlichen Bedürfnissen nach gehen kann, empfiehlt sich eine Buddelecke, die man mit heimischen Büschen gut kaschieren kann. Die meisten Vierbeiner lernen sehr schnell, dass hier Buddeln erlaubt, im restlichen Garten aber tabu ist. Bevor diese Lektion sitzt, sollte man Gemüsebeet oder die geliebten Tulpen aber besser einzäunen oder den Hund nur beaufsichtigt nach draußen lassen.
Ebenso kann das Tier lernen, sich nicht oder sich nur in einer bestimmten Ecke des Gartens zu lösen.





Hunde genießen es, bei ihrem "Rudel" zu sein und schätzen deshalb eine Liegedecke oder eine Hundehütte auf der Terrasse. Letzteres schützt auch vor Regen. Ein besonderer Luxus für heiße Tage: ein Hundeplantschbecken, das natürlich so konzipiert sein muss, dass der Hund leicht ein und aussteigen kann.

Egal wie groß und egal wie hundefreundlich ein Garten konzipiert ist: Der Aufenthalt im Garten sollte immer nur Ergänzung, nie Ersatz für Spaziergänge, Spiel und Training mit dem Hund sein.

Thema: Hunde

Tags: Hunde

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Wandern auf der Alm: So verhält man sich auf Kuhweiden
03.05.2015 um 22:00 - Thema: Bauernhoftiere


Es gibt wohl kaum ein idyllischeres Bild als glückliche Kühe auf einer Alm. Doch so friedlich die Szene und die sanften Kuhaugen auch wirken mögen - von Frühsommer bis Herbst sollte man sich bei Wanderungen über Almweiden an einige Vorsichtsregeln halten. Denn obwohl die Wiederkäuer an für sich sehr friedliche Zeitgenossen sind, wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Wanderer Opfer von Kuhattacken.
Da man im Zweifel gegen eine wütende oder panische Kuh, die ja immerhin 600 bis 800 Kilogramm auf die Waage bringt, kaum eine Chance hat, sollte man die Tiere auf keinen Fall reizen, einengen oder erschrecken.
Grundsätzlich sollte man an den Rinder langsam, ruhig und mit gebührendem Abstand vorbeigehen. Das gilt auch für Jogger und Mountainbiker. Es mag Kühe geben, die sich über eine Streicheleinheit freuen - ausprobieren sollte man das aber besser nicht. Vor allem bei dem vierbeinigen Nachwuchs gilt das Motto: Hände weg. Denn Mutterkühe, die ihre Kälber bedroht sehen, können extrem gefährlich werden.
Hunde, die von der Kuh wie Wölfe als potentielle Angreifer angesehen werden, sollten in der Nähe von Kühen immer angeleint bleiben und niemals mitten durch eine Herde geführt werden. Reagiert ein Hund auf den Anblick einer Rinderherde mit aufgeregtem Bellen, sollte man das Weidegebiet besser ganz umwandern.

Um gefährliche Situationen rechtzeitig erkennen und Schlimmeres verhindern zu können, sollte man auf die Körpersprache der Tiere achten. Das Senken und Schütteln des Kopfes, ein fixierter Blick und Schnauben gehören zu den Drohgebärden, bei deren Anblick man ruhig, aber sofort den Rückzug antreten sollte. Kommt es doch Angriff, kann man versuchen, die Kuh mit hochgerissenen Armen und lauter Stimme einzuschüchtern. Seinen Hund sollte man in diesem Fall loslassen - alleine kann er sich schneller in Sicherheit bringen und ermöglicht so in der Regel auch Herrchen oder Frauchen, die Flucht anzutreten.





Nicht nur Kühe können Wanderern, auch Wanderer können Kühen gefährlich werden. Man sollte immer daran denken, Tore und Gatter nach dem Öffnen wieder zu schließen - auch dann, wenn auf der Weide gar keine Tiere zu sehen sind. Und natürlich gehören Plastikverpackungen und anderer Müll in den Rucksack und nicht auf die Almwiese. Denn ein verschluckter Plastikbeutel kann für die Kuh fatale Folgen haben.

Thema: Bauernhoftiere

Tags: Bauernhoftiere Kühe Hunde

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