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Vogelspinnen halten - Infos zur Haltung & Arten

17.08.2015 um 19:04 (Letzte Aktualisierung: 22.01.2020)


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Sie sind behaart, haben acht lange und schnell Beine, zwei Beißklauen und spalten die Menschheit in zwei Lager. Während sich die einen vor Vogelspinnen furchtbar gruseln, sind anderen von den fremdartigen Geschöpfen fasziniert. Das geht manchmal soweit, dass sie die Spinnen Zuhause im Terrarium halten. Das ist auch für Anfänger in der Spinnenhaltung recht problemlos möglich, da Vogelspinnen ziemlich pflegeleicht sind.

Rote Chile Vogelspinne
Rote Chile Vogelspinne (Grammostola rosea)


Vor der Anschaffung eines Tieres sollte man sich aber natürlich trotzdem intensiv über die Anforderungen an Lebensraum und Fütterung der jeweiligen Art beschäftigen. Denn Gewohnheiten, Verhalten sind genau wie Größe und Aussehen je nach Art recht unterschiedlich. Und bis heute sind schon über 900 Vogelspinnenarten bekannt. Wer das erste Mal eine Vogelspinne halten möchte, sollte sich am besten für eine friedliche Art wie die hübsche Rote Chile Vogelspinne (siehe Foto) entscheiden. Für Arten wie die angriffslustige Riesenvogelspinne, die aufgrund ihrer Größe von rund 12 cm und einer unglaublichen Beinspannweite von bis zu 30 cm, ein größeres Terrarium als ihre kleineren Verwandten braucht, oder die schreckhafte Mexikanische Rotbeinvogelspinne, die bei vermeintlicher Gefahr ihre Brennhaare abwirft, sollte man am besten schon Erfahrung in der Spinnenhaltung mitbringen.

Man unterscheidet bei Vogelspinnen zwischen Boden-, Erd- und Baumbewohnern. Das Terrarium sollte für eine Vogelspinne (außer für die Riesenvogelspinne) mindestens 30 x 30 x 30 cm groß sein. Baumbewohner leben am besten in einem hohen Terrarium mit Ästen. Bodenbewohner fühlen sich wohl, wenn sie Höhlen und Röhren als Rückzugsorte haben und Erdbewohner brauchen ausreichend Erde, um eine Bodenhöhle buddeln zu können. Je nach Art sollte die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 99 Prozent und die Temperaturen zwischen 15 und 35 Grad liegen. Als Bodengrund eignet sich Rindenmulch oder ungedüngte Blumenerde. Erdbewohnern fällt der Höhlenbau in einem Boden mit hohem Lehm- und Sandanteil leichter.

Pflanzen tun dem Terrarium nicht nur optisch gut, sondern verbessern auch das Klima im becken und beugen dem Schimmeln des Bodensubstrates vor. Mit dem warm-feuchten Klima im Becken kommen unter anderem Bromelien, Kletterficus, Bogenhanf und die Purpurtute gut zurecht. Wer eine Vogelspinne hat, die die Pflanzen regelmäßig in ihre Einzelteile zerlegt, kann auch auf künstliches Grün zurückgreifen. Natürlich entfällt dann der positive Nebeneffekt der Pflanzen.

Vogelspinnen sind gute Jäger. Große Arten fangen in freier Wildbahn auch schon mal Jungvögel. Im Terrarium reicht es aber, proteinreiche Insekten wie Heuschrecken und Schaben zu servieren. Die Futterinsekten sollte man im Zoogeschäft kaufen oder selber züchten. Wer sie nämlich im Garten oder auf dem nächsten Feld fängt, geht immer das Risiko ein, dass die Tiere zum Beispiel voll mit Pestiziden sind.

Gefüttert wird in der Regel nur ein bis zweimal pro Monat. Ob eine Vogelspinne genug Futter bekommt, erkennt man recht einfach an ihren Köprer. Ist ihr Hinterleib gleich groß oder anderthalb Mal so groß wie der Vorderkörper, ist alles in Ordnung. Ist er kleiner, braucht die Spinne mehr Futter.
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Zuletzt geändert am/um: 22.01.2020 um 19:10

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