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Hundeallergie - was nun? Infos & Tipps bei Tierhaarallergie

11.07.2008 um 20:31 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Ein sehr unangenehmes Thema für alle Tierbesitzer dürfte das Thema "Allergie" sein. Im folgenden werden die Themen "Hundeallergie", und "Tierhaarallergie" genauer betrachtet. Eine weit verbreitete Form einer Tierallergie ist die Hundeallergie. Auslöser sind dabei neben den Haaren auch die Hautschuppen des Tieres sowie ein bestimmter Stoff im Speichel des Hundes.

Hundehaarallergie

Jeder Hund kann eine Allergie auslösen, allerdings gibt es "harmlosere" Rassen und welche, die eine Allergie besonders stark auslösen. Manche Hunde erneuern ihre Hautschuppen alle paar Tage, andere nur einmal im Monat. Die Symptome einer Hundeallergie verlaufen im Gegensatz zu anderen Allergieformen recht glimpflich, wie z.B. Kopfschmerzen, Nasenjucken, leichtes Husten, Niesen oder leichte Augenrötungen. Die beste Methode um eine solche Allergie zu vermeiden, ist natürlich die Vermeidung jeglichen Kontaktes mit einem Hund. Wenn man bereits einen Hund hat, ist es natürlich schwer, den Kontakt zu meiden und eine Abgabe des Hundes sollte nicht an erster Stelle stehen.

Im Folgenden einige Tipps, die man unbedingt einhalten sollte:
  • Der Hund sollte das Gesicht nicht ablecken (auch ohne Allergie sollte man dadrauf möglichst verzichten)

  • Nach jedem Kontakt die Hände gründlich waschen

  • Das Schlafzimmer (besonders das Bett) und auch das Sofa sollten für den Hund tabu sein

  • Mögliche Staubfänger, wie Teppiche, Vorhänge, offene Regale, Kuscheltiere oder ähnliches am Besten aus der Wohnung entfernen, da sich dort die Allergene besonders gut festsetzen

  • Den Hund regelmässig mit einem speziellen Hundeshampoo baden, dieses jedoch nicht zu oft, weil sonst das Fell des Hundes angegriffen wird.
Eine andere Möglichkeit kann die Hypersensibilisierung sein, allerdings kann es passieren, wenn man Antikörper gegen eine bestimmte Rasse hat, dass man auf andere Rassen dennoch allergisch reagiert, da Hundeallergien sehr oft rassenspezifisch sind. Experten sind sich einig, dass eine Hundeallergie vererbbar ist. Allergikerfamilien sollten von vornerein auf ein Haustier verzichten, bei Gesunden Familien entwickeln Kinder dagegen bereits einen Schutz.


Man geht davon aus, dass fast die Hälfte aller Allergiepatienten an einer Tierallergie leiden.

Mann reagiert allergisch auf Mops

Dabei stellt sich die Frage, was ist eine "Tierhaarallergie", wie sehen die Symptome aus und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?!

Da speziell Hunde heutzutage nicht nur noch die Aufgabe des Hütehundes haben, sondern zu den beliebtesten Schmusetieren zählen, ist es nicht verwunderlich, dass die Fälle von Tierhaarallergien stetig steigen. Man sollte aber nicht dem weit verbreiteten Irrglauben folgen, dass die Tierhaare, sprich das Fell Schuld sind an der Allergieauslösung, sondern auch hierbei findet man den Auslöser in den Hautschuppen des Tieres, aber auch Schweiß, Speichel, Kot oder Urin die an den Haaren haften können, sind Allergieträger. Dabei werden die belasteten Haare zusammen mit z.B. Staub in der Luft verbreitet. Wird diese allergene Mischung von einem auf diese Allergene sensibilisierten Menschen eingeatmet und gelangen folgemässig auf die Schleimhäute von Augen, Nase oder Bronchien, so wird sofort eine allergische Reaktion wie z.B. Schnupfen, einer Bindehautentzündung oder sogar Asthma ausgelöst.

Bei einem Gesunden Menschen sind diese Allergene die eventuell eingeatmet werden völlig harmlos und führen zu keinerlei Reaktionen. Man geht davon aus, dass etwa jeder Dritte Tierhalter eine Allergie entwickelt. Eine Allergie äussert sich immer unterschiedlich, manche Allergiker reagieren nur auf die Tiere z.B. von Bekannten, aber manche leiden schon extrem alleine bei Kleidungsstücken, an denen Tierhaare haften. Oft treten auch allergische Reaktionen auf, wenn man einen Raum betritt, in dem vorher ein Tier war. Sehr vorsichtig sollte man bei Kleidungsstücken sein, die aus Tierhaaren gefertigt wurden. Aber auch z.B. die beliebten Fellteppiche können ein Risiko sein. Allergien kann man so ziemlich gegen alle Tiere entwickeln, vom Hund über die Katze, aber auch Meerschweinchen, Ratten, Vögel, Pferde und sogar gegen Kühe sind möglich.

Im Folgenden die Symptome bei einer Tierhaarallergie:
  • Niesattacken, starkes Anschwellen der Schleimhäute mit Nase laufen oder verstopfter Nase (wie bei einer Erkältung)

  • Bindehautentzündung mit juckenden und tränenden Augen, starke Lichtempfindlichkeit

  • Entzündungen der Haut (Ekzeme) die sich bei Tierkontakt verschlimmern können oder zu einem anhaltenden Ausschlag führen

  • Nesselausschlag (juckende "Quaddeln" wie bei Insektenstichen)

  • schlimmstenfalls Asthmaanfälle mit schwerer Atemnot und Verengung der Atemwege
Zur Diagnosestellung einer Tierhaarallergie gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen die Anamnese des Patienten (Selbstauskunft, Schilderung der Symptome vom Patienten selber), Blutuntersuchung, Hauttests oder die direkte Provokation, dass bedeutet, der betreffende verdächtige Stoff wird unter Aufsicht von einem Arzt auf die Schleimhaut gebracht und die folgende Reaktion beobachtet. Zur Vermeidung werden die gleichen Tipps gegeben, wie bei der Hundeallergie, ausserdem sollte man das Tier häufig kämmen und die losen Haare mit einem feuchten Lappen abwischen, um die Allergene, die herausfallen können zu reduzieren. Wände und eventuell den Fussboden möglichst oft mit einem feuchten Lappen (ab)wischen.

Allergietest auf eine Hundeallergie

Eine medikamentöse Behandlung ist mit folgenden Mitteln möglich:
  • antiallergische Augentropfen

  • abschwellende Nasentropfen (nur unter Anweisung eines Arztes)

  • Cortison (Spray oder Tabeletten möglich)

  • Antihistaminika (Spray, Tabletten oder Tropfen)
Eine weitere Möglichkeit auf Nachlassen oder Verschwinden einer Allgergie kann die sogenannte "Hyposensibilisierung" sein. Dabei wird das betreffende Allergen über mindestens 3 Jahre in stetig steigenden Dosen verabreicht. Möglich ist, dass sich der Körper an das Allergen gewöhnt und die Beschwerden verschwinden. Eine Garantie dafür gibt es allerdings nicht und in der gesamten Testzeit darf kein antiallergisches Medikament eingenommen werden. Besitzt man noch kein Tier und möchte sich eines anschaffen, wird dringend geraten, sich vorher von einem Arzt testen zu lassen ob eventuell eine noch nicht erkannte Allergie vorliegt!
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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 09:26

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