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Hybriden: Wenn sich artfremde Tiere paaren

17.04.2015 um 13:30 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Mischwesen faszinieren die Menschheit schon seit dem Altertum. Im Alten Ägypten fürchtete man zum Beispiel die Gottheit "Ammut", die einen Krokodilkopf, einen Löwenvorderkörper und ein Nilpferdhinterteil hatte. Und im antiken Griechenland kannte man ein Mischwesen aus Löwe, Ziege und Drache oder Schlange. Sein Name, Chimäre, wird bis heute auch für andere Mischwesen genutzt.

Hybridrasse: Liger
Der Liger (Vater: Löwe, Mutter: Tiger)


Auch wenn sie weitaus weniger spektakulär aussehen als die Chimären aus Mythologie, Fabelwelt und Volkssagen, gibt es die sogenannten Hybriden, also Tiere, die aus der Kreuzung von zwei artfremden Tieren entstehen, auch in der Wirklichkeit.

Das wohl bekannteste Beispiel sind Maulesel, die Kinder von Pferdehengst und einer Eselstute, und Mulis oder Maultiere, die aus der Paarung von Eselhengst und Pferdestute entstehen. In Afrika kommt es auch vor, dass sich wilde Zebras mit domestizierten Eseln paaren. Ist der Vater ein Zebra und die Mutter ein Esel, wird der Nachwuchs Zebresel oder Zesel genannt. Seltener sind dagegen die Ebras, da die Zebradamen die Eselhengste in der Regel abblitzen lassen. Gelegentlich kommt es auch vor, dass sich Vertreter der Delphinart "Große Tümmler" mit dem Kleinen Schwertwal paaren. Ihre Kinder heißen dann Wolphine.

Der Liger (Vater: Löwe, Mutter: Tiger) und der Töwe (Vater: Tiger, Mutter: Löwe) werden dagegen nur in Gefangenschaft geboren. Das liegt ganz einfach daran, dass sich die Lebensräume von Löwe und Tiger in freier Natur nicht überschneiden, sich die potenziellen Elterntiere also nie treffen könnten. Gezielte Züchtungen sind auch das Cama, für das in Dubail Altweltkamel und Lama verpaart wurden, und die Schiege. Bei dem Nachkommen von Schaf und Ziege, das erstmals 1984 in England gezüchtet wurde, handelt es sich bei den Elterntieren nicht nur um verschiedene Arten, sondern um verschiedene Gattungen.

Im Moment beschäftigt Wissenschaftler und Tierschützer aber der Eisbär-Grizzly-Hybrid, der zunehmend in den arktischen Regionen vorkommt. Grund ist der Klimawandel und das Schmelzen des Packeises, wodurch sich die beiden Bärenarten nun immer häufiger begegnen. Auch bei den arktischen und subarktischen Meeressäugern wurden diverse neue Hybridformen, zum Beispiel zwischen Grönlandwal und Pazifischem Nordkaper beobachtet. Anlass zur Sorge machen diese Hybridformen vor allem deshalb, weil die Nachkommen artsfremder Elterntiere oft nicht zeugungsfähig sind. Dadurch werden die Populationen kleiner, was besonders bei ohnehin schon bedrohten Arten zum Aussterben führen könnte.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 14:43

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