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Geschichten vom Osterhasen: Viele Theorien zum Ursprung

05.04.2015 um 22:58 (Letzte Aktualisierung: 23.01.2020)


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Heute hat der Osterhase in Österreich, Deutschland und vielen anderen Ländern wieder fleißig Eier bemalt und versteckt, er stand zur Deko auf dem Ostertisch oder war - aus Schokolade oder Kuchenteig - zum Anbeißen süß. Doch wie ist Meister Lampe überhaupt zu dieser Ehre gekommen?

Hase im Feld

Die genaue Herkunft des Osterhasens wird wohl immer ein Rätsel bleiben: Es gibt einfach zu viele verschiedene Theorien. Als eine der wahrscheinlichste gilt die, dass der Osterhase seinen Ursprung in der protestantischen Kirche des 18. Jahrhunderts hat. Vor allem in den bürgerlichen Familien, die in der Stadt lebten, erfreute sich der Osterhase schnell wachsender Beliebtheit. Für den kirchlichen Ursprung spricht das "Dreihasenbild", ein Bild von drei Hasen, die insgesamt nur drei Ohren haben. Da sie aber in Kreisform zusammen sitzen bekommt der Betrachter den Eindruck, dass jeder einzelne Hase zwei Ohren hat. Dieses Symbolbild, das lange für die göttliche Dreifaltigkeit stand und zum Beispiel im Paderborner Dom besichtigt werden kann, wurde lange als Osterschmuck auf Eiern verwendet.

In einigen Regionen wurden Kindern aber schon früher Geschichten vom Osterhasen erzählt. So beschrieb der Heidelberger Arzt bereits 1682 in seiner Dissertation über Ostereier, dass "in Oberdeutschland, in unserer Pfalzgrafschaft, im Elsass und in benachbarten Gemeinden sowie in Westfalen ... der Osterhase solche Eier lege und in den Gärten im Grase verstecke, damit sie von den Knaben umso eifriger gesucht würden, zum Lachen und zur Freude der Älteren."

Bevor sich der Osterhase durchsetzte, brachten in vielen Regionen auch andere Tiere, darunter Fuchs, Kuckuck, Storch und Hahn, die Ostereier. Dass schließlich der Nager mit den langen Ohren das Rennen machte, lässt sich vielleicht auch mit seinem Verhalten in freier Wildbahn erklären. Einmal sitzen Hasen gerne lange in einer Mulde - also in einer idealen Stelle, um Eier abzulegen, bevor sie bei Gefahr flüchten. Zum anderen sieht man die ansonsten so scheuen Hasen im Frühling, also um die Osterzeit, vermehrt in der Nähe von Dörfern und Gärten. Biologen erklären das damit, dass die Hasen nach dem Winter so ausgehungert sind, dass sie größere Risiken bei der Futtersuche in Kauf nehmen.

Aber wer weiß: Vielleicht tummeln sie sich eben auch in den Gärten, um die besten Versteckplätze für Eier auszukundschaften.
Zuletzt geändert am/um: 23.01.2020 um 17:46

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