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Demenz: Können Tiere Alzheimer bekommen?

24.03.2015 um 13:45 (Letzte Aktualisierung: 23.01.2020)


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Es gibt nur wenige Krankheiten, die so viel Angst und Schrecken verbreiten wie Demenz. Die Gehirnerkrankung, die unter anderem zu Vergesslichkeit, einer veränderten Persönlichkeit und einem eingeschränkten Denkvermögen, trifft immer mehr ältere Menschen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind jetzt schon rund 36 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, bis zum Jahr 2050 sollen es 115 Millionen sein.

Alzheimer beim Hund

Auch bei einigen Tieren gibt es Zeichen für Alzheimer, allerdings gibt es zu diesem Phänomen im Tierreich bislang nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen. Jüngste Forschungsergebnisse lassen aber darauf schließen, dass zumindest einige Haustiere mit relativ gut entwickeltem Gehirn, also zum Beispiel Hunde und Katzen, dement werden können. Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass die Hälfte aller Katzen, die älter als 15 Jahre sind, an Alzheimer leiden. Hinweis darauf sind unter anderem die größeren Mengen der Eiweiße "Beta-Amyloide", die in den Gehirnen betroffener Vierbeiner gefunden wurden. Beta-Amyloide sind dafür verantwortlich, dass bei an Alzheimer erkrankten Menschen die Signalübertragung im Gehirn gestört ist.

Folglich sind auch die Symptome für Demenz bei Tieren ganz ähnlich wie bei Menschen. Betroffene Tiere verlieren zum Beispiel ihren Orientierungssinn und finden vom Ausflug nicht mehr wie gewohnt nach Hause. In schweren Fällen werden die Tiere apathisch, es kann sogar passieren, dass ein dementer Hund Herrchen oder Frauchen nicht erkennt.

Heilbar ist Alzheimer im Moment weder bei Tieren noch bei Menschen. Man kann ein betroffenes Tier also nur unterstützen und alles dafür tun, dass sich der Zustand nicht rapide verschlechtert. Spiel, Beschäftigung und Abwechslung können dabei helfen, geistig fit zu bleiben. Einige Tierärzte empfehlen auch mit Antioxidantien angereichertes Spezialfutter.

Bei Wildtieren konnte man das Phänomen Alzheimer noch nicht beobachten. Das könnte mehrere Gründe haben. Einmal werden Tiere in freier Wildbahn nur selten so alt, dass die Demenz überhaupt auftreten könnte. Zum anderen hätte ein dementes Tier in der Natur sehr geringe Überlebenschancen - die geistige Verwirrung würde die Futtersuche sowie die Flucht vor potentiellen Fressfeinden erschweren.
Zuletzt geändert am/um: 23.01.2020 um 17:51

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