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Vor dem Abfohlen: So kann man die Stute überwachen

11.03.2015 um 13:50 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Im Frühling fiebern viele Stutenbesitzer dem großen Moment entgegen: Der Geburt eines Fohlens. Unter die Vorfreude mischt sich aber immer auch ein bisschen Sorge.
  • Wird das Fohlen gesund sein?
  • Und wird die Geburt ohne Komplikationen verlaufen?
Obwohl in rund 90 Prozent der Fälle alles glatt läuft, kann es aber auch vorkommen, dass die Stute bei der Geburt menschliche Unterstützung braucht, zum Beispiel, weil das Fohlen nicht richtig liegt. Und auf diesen Ernstfall sollte man gewappnet sein, das gilt ganz besonders bei Stuten, die schon früher Probleme bei Geburten hatten, Fohlen verloren haben oder erkrankt sind.

Geburt eines Fohlens

Wie beim Menschen kann auch bei Pferden niemand genau voraussagen, an welchem Tag das Fohlen zur Welt kommen wird. Um bei Problemen rechtzeitig vor Ort zu sein, müsste man also tagelang im Stall übernachten oder, falls man die Pferde bei sich am Haus stehen hat, alle zwei Stunden den Wecker stellen und zum Kontrollgang aufbrechen.

Da diese Methode recht zeit- und nervenaufreibend ist, behelfen sich viele Züchter inzwischen mit der modernen Technik. Viele nutzen zum Beispiel einen Geburtsmelder. Dieser meldet durch eine Elektrode und einen Bauchgurt mit Sender, wenn die Stute vor der Geburt anfängt verstärkt zu schwitzen. Allerdings funktioniert dieses Meldesystem nur dann korrekt, wenn das Schwitzverhalten der Stute während der Wehen der Norm entspricht. Einige Modelle messen deshalb auch die Temperatur. In einer Studie von 1992 wurde gezeigt, dass die Körpertemperatur der Stute etwa vier Stunden vor der Geburt um durchschnittlich 0,76 Grad Celsius sinkt. Praktisch ist es, wenn die Werte direkt auf das Handy übertragen werden.

Mit einem "Foaling Test", einem einfachen Teststreifen, kann man den Kalzium- und Magnesiumgehalt in der Vorkolostralmilch der Stute messen. Dazu wird ein Milliliter Milch mit etwas destilliertem Wasser gemischt und der Teststreifen hinein getaucht. Je nach Resultat sieht man, ob die Geburt innerhalb der nächsten 24 Stunden beginnt.

Als fast hundertprozentig sicher gilt das Scheiden-Kontrollsystem. Dabei näht der Tierarzt einen Sender an den Schamlippen der Stute an. In der Eröffnungsphase der Geburt trennt sich der Magnet vom Sender und löst einen Alarm auf. Nachteil ist allerdings, dass der Züchter so erst recht spät von der anstehenden Geburt erfährt - Zeit für lange Anfahrtswege ist dann nicht mehr.

Mit der beliebten Videoüberwachung bekommt man zwar auch nicht unbedingt viel mehr Schlaf. Schließlich muss man den Monitor auch beobachten, um Probleme rechtzeitig zu erkennen. Aber immerhin ist sie eine gute Möglichkeit, die Vorgänge vom warmen Reiterstübchen zu beobachten. Empfehlenswert ist die Videoüberwachung auch dann, wenn man gerne die ganze Geburt live verfolgen möchte, die Stute aber lieber ihre Ruhe hat.

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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 15:15

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