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Reiten ohne Gebiss - Gebissloses Zaumzeug

12.02.2015 um 07:52 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Gebisslose Zäumungen wie Bosal, Sidepull und Knotenhalfter erfreuen sich vor allem in der Freizeitreiter-Szene wachsender Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil sie für viele der Inbegriff von harmonischem, gewaltfreiem Reiten sind.

Doch wie bei Zäumungen mit Gebiss gilt auch bei Bosal und Co, dass die Zäumung nur so gut und sanft ist wie der Reiter, der sie benutzt. Auch mit einem Knotenhalfter kann man dem Pferd Schmerzen zufügen und widersprüchliche Signale geben, ein Hackamore, das mit harter Hand geführt wird, kann sogar schlimme Verletzungen verursachen. Ein Halsring, an dem sich ein unausbalancierter Reiter festklammert oder an dem jemand in Panik zieht, birgt Verletzungspotential für die Luftröhre.

Gebissloses Zaumzeug

Zudem reicht es natürlich nicht, die Maulpartie des Pferdes anzuschauen. Denn egal, ob ein Pferd nun ein Gebiss im Maul hat oder nicht - läuft es zum Beispiel mit verspanntem Rücken, hochgerissenem Kopf oder nicht im Takt ist das langfristig immer schädlich für die Gesundheit.

In den meisten Reitkulturen wurden gebisslose Zäumungen als schonende Ausbildungshilfe in den ersten Monaten und Jahren der Ausbildung eingesetzt. Die kalifornischen Vaqueros ritten ihre jungen Pferde zunächst mit Bosal, bevor sie die ausgebildeten, durchlässigen Pferde schließlich auf Kandare umstellten.

In der Zeit des Zahnwechsels, bei Zahn- oder Kieferproblemen oder nach Verletzungen der Zunge ermöglichen gebisslose Zäumungen, mit dem Training weiterzumachen. Und Bosal und Co können durchaus helfen, ein Pferd, das schlechte Erfahrungen mit dem Gebiss gemacht hat, wieder neu zu motivieren und Vertrauen zu vermitteln. Ein solches Pferd sollte aber unbedingt von einem feinfühligen, erfahrenen Ausbilder geritten werden.

Für ein gut ausgebildetes Pferd kann die gebisslose Zäumung eine schöne Abwechslung beim Training in der Bahn oder im Gelände sein, die sich positiv auf die Motivation auswirkt.

Es gibt unzählige gebisslose Zäumungen, die sich in ihrer Handhabung und Wirkungsweisen stark unterscheiden. Ob man besser zum Bosal, zum Halsring, zum Lindel oder Hackamore greift, hängt vom individuellen Pferd, seinem Ausbildungsstand, den Fähigkeiten des Reiters und dem Trainingsziel ab. Bei der Auswahl, beim korrekten Anpassen sowie zum Erlernen der richtigen Anwendung sollte man sich von einem erfahrenen Ausbilder unterstützen lassen.

Bis das Pferd die neuen Signale sicher versteht, sollte man aus Sicherheitsgründen auf einem eingezäunten Platz oder in der Halle bleiben. Auch ein Anruf bei der Versicherung ist empfehlenswert – nicht alle Versicherungen zahlen nämlich, wenn im Gelände mit einer gebisslosen Zäumung ein Unfall passiert.

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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 15:02

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