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Sicherheitswesten: Bodyguards für Reiter

20.12.2014 um 20:56 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Reiten ist gefährlich. Selbst der erfahrenste Reiter auf dem bravsten Pferd kann einen Sturz vom und mit dem Pferd nie völlig ausschließen. Um Unfallfolgen im Fall des Falles soweit wie möglich abzumildern und typische Verletzungen wie Quetschungen und Prellungen, Rippenbrüche, Verletzungen der inneren Organe und die gefürchteten Wirbelsäulen-Schäden zu vermeiden oder in ihrer Schwere abzuschwächen, sollten Reiter neben dem wichtigen Reithelm am besten auch eine Sicherheitsweste tragen.

Kind mit Sicherheitsweste

Im Rennsport und bei Geländeprüfungen der Vielseitigkeit ist das Tragen der schützenden Westen sowieso Pflicht. Aber auch andere Reiter, besonders Kinder und Jugendliche, Spring- , Jagd- und Geländereiter sowie Reiter, die junge Pferde anreiten oder schwierige Pferde korrigieren, sind mit einer Sicherheitsweste gut beraten. Angst, dass so eine Weste unbequem ist oder die Bewegungsfreiheit einschränkt, muss man heute dank moderner High Tech-Materialien nicht mehr haben. Die Schutzwesten aus PVC-Schaumstoffen wiegen nur noch rund 500 Gramm bis zwei Kilo, sind atmungsaktiv, lassen sich leicht an- und ausziehen und werden auch optisch immer ansprechender.

Damit die Schutzweste im Ernstfall so gut wie möglich schützt, sollte man beim Kauf auf den Prüfsiegel (DIN Euro-Norm 13158:2000) achten und eine Weste mit der höchsten BETA Schutzklasse, dem Level 3, wählen („BETA“ ist die Abkürzung für British Equestrian Trade Association). Bei den Prüfungen der Westen wird unter anderem getestet, wie das Material auf einen Aufprall auf freie Fläche oder einen punktuellen Schlag reagiert.

Doch egal, wie gut eine Sicherheitsweste für Reiter ist: Helfen kann sie nur, wenn sie optimal sitzt. Gerade zu große Westen können sogar richtig gefährlich werden, da sie bei einem Sturz unter Umständen nach oben rutschen und Verletzungen im Hals und Nackenbereich verursachen. Auch Kinderreitwesten sollten deshalb auf keinen Fall „auf Zuwachs“ gekauft werden In gewissen Grenzen wachsen aber viele Schutzwesten für die Nachwuchsreiter sowieso mit.

Unabhängig davon, ob sie noch passt oder nicht: Nach drei bis spätestens fünf Jahren muss eine neue Weste her, da die Dämpfungsfähigkeit des Schaumstoffes mit der Zeit nachlässt. Auch nach einem schweren Sturz, besonders, wenn die Weste kurz nach dem Unfall Dellen zeigt, sollte man sie erneuern. Da der Schaumstoff nach einer Beschädigung innerhalb relativ kurzer Zeit wieder seine ursprüngliche Form annimmt, kann man von außen oft nicht erkennen, ob das Dämpfungsvermögen gelitten hat. Aus diesem Grund sollte man Schutzwesten auch nicht gebraucht kaufen und sie nie in der Stallgasse oder anderswo herumliegen lassen. Dort besteht die Gefahr, dass zum Beispiel unbemerkt ein Pferd auf die Weste tritt und sie nicht mehr ausreichend Schutz bietet.
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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 13:10

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