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So wird Silvester stressfrei für Haus- und Bauernhoftiere

20.12.2014 um 19:00 (Letzte Aktualisierung: 23.01.2020)


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Die meisten Menschen lieben es, ausgelassen ins neue Jahr zu feiern und um Mitternacht das Feuerwerk zu bestaunen oder es gar selber krachen zu lassen. Die meisten Tiere – ganz gleich, ob es sich um Hund, Katze, Pferd oder Rind handelt – finden die Knallerei allerdings eher zum Davonlaufen. Damit die Tiere keine traumatische Nacht verbringen oder sich gar in Panik verletzen, sollte man sich als Tierhalter auf Silvester besonders vorbereiten.

Ängstlicher Hund vor Silvester

Jedes Tier reagiert abhängig von seinem Wesen und seinen Erfahrungen anders auf ein Feuerwerk. Während einige Pferde völlig gelassen auf der Weide grasen, wenn es in der Nähe knallt und manch ein Hund das Spektakel am Himmel entspannt verfolgt, gibt es aber auch eben solche Vierbeiner, die völlig in Panik geraten, versuchen, durch den Zaun zu entfliehen oder sich unter dem Sofa verkriechen.

Die richtigen Silvester-Maßnahmen hängen also auch ganz vom jeweiligen Fall ab. So kann es bei Pferden, Rindern, Schafen und anderen Bauernhoftieren durchaus Sinn machen, sie an Silvester frühzeitig in den Stall zu bringen, die Fenster zu schließen und eventuell auch zu verdunkeln und zur Ablenkung vom Geknalle das Radion einzuschalten. Das hilft aber nur, wenn die Tiere an den Stall gewöhnt sind. Tiere, die sonst nie einen Stall von innen sehen, zum Beispiel Offenstallpferde, würden durch diese Maßnahme unter Umständen noch mehr gestresst als durch das Feuerwerk. In so einem Fall, sollte man die Tiere besser auf der gewohnten Weide lassen, die Stabilität des Zauns noch einmal gewissenhaft überprüfen und kurz bevor es los geht, zur Ablenkung leckeres Wiesenheu anbieten.

Reitstallbetreiber und Bauernhofbesitzer sollten zudem auf eigene Feuerwerke verzichten und auch die Nachbarn um Rücksichtnahme bitten. Denn die Knallerei in Hofnähe bedeutet nicht nur mehr Stress für die Tiere, sondern auch erhöhte Brandgefahr, falls eine verirrte Rakete in der Strohscheune landet. Auch Tiere auf der Weide können durch herumfliegende Böller verletzt werden. Es versteht sich von selber, dass an der Silvesternacht jemand im Stall bleiben sollte, um nach dem Rechten zu sehen und die Tiere notfalls beruhigen zu können.

Das gilt natürlich auch bei Haustieren. Einen ängstlichen Hund alleine Zuhause zu lassen, um selber auf die Silvesterparty zu gehen, ist unverantwortlich. Denn schon die Anwesenheit einer Bezugsperson (es kann natürlich auch der geliebte Hundesitter sein) hilft oft, die Situation zu entschärfen. Da die ersten Böller oft schon lange vor Mitternacht fliegen, sollte man den letzten langen Spaziergang mit Hund oder Ausritt mit Pferd am besten in den frühen Nachmittagsstunden machen.

Freigänger Katzen sollte man am besten ab Mittag im Haus einsperren. Damit ängstliche Hunde und Katzen, aber auch Kleintiere wie Kaninchen oder Vögel gar nicht erst viel vom Feuerwerk mitbekommen, sollte man nachts die Rolläden runterlassen und Musik oder den Fernseher anmachen, um von den lauten Knallgeräusche abzulenken.

Hunde lassen sich oft auch gut mit besonderen Leckerbissen wie Fleischwurstwürfeln, intensivem Spiel und/oder vielen Streicheleinheiten ablenken. Eine Alternative: Mit dem Hund über Silvester einfach an einen ruhigen Ort auf dem Land verreisen, wo sich die Knallerei in Grenzen hält. Reagiert ein Tier bekanntermaßen extrem panisch auf Silvester, sollte man mit dem Tierarzt absprechen, ob es Sinn macht, ein Beruhigungsmittel zu geben.

Auf den nächsten Jahreswechsel kann man sein Tier übrigens beizeiten vorbereiten. Systematisches Training mit speziellen Geräusch-CDs aus dem Fachhandel hilft Hunden, Pferden und anderen Vierbeinern der Knallerei mit Gelassenheit zu begegnen.
Zuletzt geändert am/um: 23.01.2020 um 18:00

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Foto 1: Sonja - stock.adobe.com

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