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Strausse: Exoten mit viel Platzbedarf - Haltungsinfos & mehr

05.12.2014 um 07:34 (Letzte Aktualisierung: 06.03.2020)


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Seit den 90er Jahren werden Straußvögel auch in unseren Breitengraden vermehrt als Bauernhoftiere gehalten. Vermarktet werden in der Regel die imposanten Federn, die großen Eier und auch das Fleisch der Exoten. Mit den Klimabedingungen in Europa kommen die bis zu 3 Meter großen und bis zu 160 Kilogramm schweren Laufvögel gut zurecht – Voraussetzung ist allerdings, dass sie artgerecht gehalten werden. Bevor man Strauße anschafft, sollte man sich deshalb intensiv über die richtigen Haltungsbedingungen, zum Beispiel auf einem Straußenhof, informieren.

Straussenpärchen

Strauße sind großartige Läufer. Mit ihren langen, gut bemuskelten Beinen erreichen sie Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern. Damit sie sich ausreichend bewegen können, schreibt der Gesetzgeber eine Mindestbreite von 12 Metern und eine längliche Form für das Gehege vor – größer ist natürlich immer besser. Der Boden sollte unbedingt trocken und trittsicher sein – Morast mögen Strauße überhaupt nicht. Zudem brauchen die Vögel einen überdachten, trockenen und windgeschützten Sandbadeplatz und ständigen Zugang zu einem sauberen, großen Stall mit hohen Decken. Nistplätze sollten höher gelegen und möglichst überdacht sein. Treibwege müssen so breit angelegt werden, dass auch mehrere Tiere nebeneinander laufen können.

Die Fluchttiere, die unbedingt in Gruppen gehalten werden sollten, brauchen aber nicht nur viel Platz, sondern vor allem auch eine gute Umzäunung, damit sie nicht ausbrechen und sich selbst und andere in Gefahr bringen. Für erwachsene Tiere sollte der Zaun mindestens zwei Meter hoch sein. Weitere Anforderungen an den Zaun: Er muss elastisch, stark und gut sichtbar sein. Stacheldraht und Elektrozäune sind tabu, sie dürfen nur als zweiter „Sicherheitszaun“ außerhalb des Geheges verwendet werden.

Trennt man mehrere Zuchtgehege, sollte man verhindern, dass die einzelnen Gruppen direkten Kontakt am Zaun haben, um Stress und Kämpfe zu vermeiden. Dafür kann man einen mindestens ein Meter breiten Zwischenstreifen anlegen, Hecken und Sträucher pflanzen oder Sichtblenden anbringen.

Von Natur aus ist der Strauß sehr schreckhaft. In seiner afrikanischen Heimat ist er darauf angewiesen, bei Anzeichen von Gefahr die Flucht zu ergreifen – nur so hat er eine Chance, hungrigen Raubkatzen zu entkommen. Seine kräftigen Beine und die starken Zehen können aber auch als Waffe eingesetzt werden. Schon aus eigenem Interesse sollte man die Vögel deshalb behutsam an den Menschen und die Haltung im Gehege gewöhnen. Da sie zwar schreckhaft, aber auch sehr neugierig sind, gelingt das in der Regel problemlos und die Strauße können sehr zutraulich werden.
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Zuletzt geändert am/um: 06.03.2020 um 19:12

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