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Worauf müssen Hühnerhalter im Winter achten?

22.11.2014 um 07:44 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Damit Hühner die kalten Wintermonate gut überstehen, sollten die Haltungsbedingungen und die Fütterung angepasst werden. In unseren Breitengraden ist es zwar in der Regel nicht nötig, das Hühnerhaus zu heizen, trotzdem sollten einige Vorkehrungen getroffen werden. Das Hühnerhaus sollte an einem möglichst windstillen Ort stehen und gut isoliert sein. Viele Halter von Geflügel halten im Winter in guter Absicht die Fenster geschlossen, doch auch in der kalten Jahreszeit ist regelmäßiges Lüften für den Sauerstoffaustausch wichtig. Allerdings sollte man darauf achten, dass keine Zugluft entsteht.

Hühner verlassen Hühnerhaus im Winter

Die Gefahr für Erkältungen erhöht sich im Winter vor allem, wenn es im Stall sehr feucht ist. Deshalb sollte man saugfähige Einstreu wie Sägespäne verwenden und den Stall regelmäßig sauber machen.

Gefahr geht im Winter aber nicht nur vermehrt von kalten Temperaturen, sondern auch von besonders hungrigen Räubern wie dem Fuchs aus, die es im Winter schwerer haben, Futter zu finden und deshalb mehr Aufwand betreiben, um zum Beispiel in den Hühnerstall zu kommen. Stall und Gehege sollten deshalb absolut „einbruchssicher“ sein.

Hühner im Winter richtig füttern und tränken



Kälte zehrt. Um ihre Körpertemperatur, die zwischen 39 und 44 Grad liegt, konstant zu halten, braucht das Geflügel im Winter viel Energie. Man sollte also in kalten Zeiten die Fütterung anpassen. Es reicht meist nicht, einfach größere Mengen des normalen Körnerfutters anzubieten. Es ist wichtig, dass das Futter besonders energie- und fettreich ist. Gutes Zusatzfutter im Winter sind unter anderem auch Walnüsse, Hanf und Rosinen. Vor allem am Abend sollte man reichlich Futter anbieten, damit die Hühner während der Nacht gut versorgt sind. Bei Temperaturen unter null Grad muss verhindert werden, dass das Trinkwasser einfriert. Das erreicht man zum Beispiel mit einem speziellen Tränkewärmer aus dem Fachhandel, der zum Beispiel aus einer Vollgummimatte besteht, die elektrisch beheizbar ist.

In besonders dunklen Zeiten kann es Sinn machen, die Tageslichtzeit künstlich mit Lampen zu verlängern, damit die Hühner genug Zeit zum Fressen haben. Gleichzeitig wirkt sich die Beleuchtung positiv auf die Legeleistung aus.
Nicht alle, aber einige Hühner genießen auch im Winter ab und zu den Freilauf. Sie sollten aber immer die Möglichkeit haben, nach Drinnen zu gehen.

Wie gut ein Huhn mit Kälte zurecht kommt, hängt von verschiedenen Faktoren, unter anderem dem Alter, dem Gesundheitszustand, der Legeleistung und der Rasse ab. Besonders kälteresistent sind vor allem alte Rassen, die in kühleren Klimazonen gezüchtet wurden, zum Beispiel das Rheinländer Huhn und das Appenzeller Barthuhn.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 13:26

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