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Winterstarre bei Landschildkröten - Infos & Tipps

17.11.2014 um 07:41 (Letzte Aktualisierung: 17.01.2020)


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Viele Landschildkröten, zum Beispiel die Griechische Landschildkröte, die Maurische Landschildkröte und die Steppenschildkröte, fallen von Natur aus in der kalten Jahreszeit für drei bis fünf Monate in Winterstarre. In dieser Zeit werden der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System auf ein Minimum herunter gefahren. Das macht Sinn, denn im Winter würden die Schildkröte nur wenig Futter hätten und hätten in der Kälte Probleme, ihre Körpertemperatur aufrecht zu halten. In freier Wildbahn verbringen die Reptilien die Winterstarre in Höhlen oder Erdlöchern.

Griechische Landschildkröte aus Winterschlaf erwacht

Winterstarre in menschlicher Obhut



Die Winterstarre ist aber für die Schildkröten keineswegs nur ein notwendiges Übel, auf das man bei der Haltung im Terrarium problemlos verzichtet werden könnte. Denn die Ruhezeit im Winter wirkt sich positiv auf die körperliche Entwicklung der Schildkröten aus und ist wichtiger Bestandteil des natürlichen Jahreszyklus. Gerade Anfänger in der Schildkrötenhaltung trauen sich aber oft nicht recht, ihre Tiere für einige Monate „kalt“ zu stellen. Die Sorgen sind nicht völlig unbegründet, denn tatsächlich kann in der „Winterpause“ einiges schiefgehen, wenn sie nicht fachgerecht durchgeführt wird.

Die wichtigste Regel: Nur eine gesunde Landschildkröte darf in die Winterstarre versetzt werden. Deshalb sollte man das Reptil vorab von einem Fachtierarzt untersuchen lassen, der zum Beispiel den Kot auf Endoparasiten untersucht. Auf die Winterstarre müssen die Reptilien allmählich vorbereitet werden, indem die Temperatur langsam abgesenkt wird. Die Winterstarre verbringen die Landschildkröten bei Temperaturen zwischen vier und sechs Grad. Wird es kälter, kann es für die Reptilien schnell lebensgefährlich werden. Aber auch Temperaturschwankungen nach oben sollten vermieden werden, da sonst der Stoffwechsel wieder hochfährt.

Viele Schildkrötenhalter überwintern ihre Tiere in einem speziell dafür abgestellten Kühlschrank, da man dort die Temperatur besonders einfacher kontrollieren und überwachen kann als in einem Kellerraum oder im Freilandgehege. Wichtig ist, dass der Kühlschrank ab und zu gelüftet wird. Die Schildkröten liegen zum Beispiel in einem leicht feuchtem Substrat, das mit einer Schicht feuchtem Laub abgedeckt ist.

Das Substrat besteht dabei aus leicht feuchtem Gartenerde/Sand- Gemisch, in dem sich die Schildkröte eingräbt und als obere Schicht feuchtes Laub.

Während der Winterstarre sollten die Schildkröten alle paar Wochen kontrolliert und gewogen werden. Eine Richtlinie sagt, dass sie während der Winterstarre höchstens 10 bis 15 Prozent ihres Gewichtes verlieren dürfen. Falls es doch dazu kommt, sollte die Schildkröte durch langsames Hochfahren der Temperatur aufgeweckt werden.

Tipp: Ausführliche Haltungsinfos zur Griechischen Landschildkröte findest du in unserem Reptilienlexikon.
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Zuletzt geändert am/um: 17.01.2020 um 18:55

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