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Kampffische: Augenweide fürs Aquarium

13.10.2014 um 00:29 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Ein Kampffischmännchen zieht in jedem Aquarium die Blicke auf sich: Sie bezaubern den Betrachter mit schillernden Farben und ihren wundervollen riesigen Flossen, die wie Fahnen durch das Wasser flattern. Die Kampffische, die ursprünglich in den Süßwassergewässern Südostasiens Zuhause sind, gibt es in vielen Farben und allen möglichen Schattierungen: weiß, gelb, rot, blau und schwarz.

Kampffische
Siamesische Kampffische (Betta splendens)


Die Schönheiten sind in aller Welt beliebt und es gibt ähnlich wie bei den japanischen Koikarpfen eine internationale Fangemeinde. Anders als es ihr Name ahnen lässt, sind Kampffische gegenüber Menschen und anderen Aquariumbewohnern nicht aggressiv. Nur wenn ein Männchen ein anderes Männchen trifft, ist es mit der Umgänglichkeit vorbei. In freier Wildbahn würden sich die beiden Machos so lange bekämpfen, bis der Unterlegene aufgibt und davon schwimmt. In einem Aquarium gibt es natürlich keinen Fluchtweg, das schwächere Männchen würde sterben.

Kampffische sind hingebungsvolle Väter



So rücksichtslos er sich gegenüber möglichen Konkurrenten verhält, so liebevoll geht der Kampffisch mit seinem Nachwuchs um. Er baut ein kunstvolles Schaumnest aus Luftbläschen, die der Speichel vor dem Zerplatzen schützt. Wasserpflanzen schützen zusätzlich. Baut ein Kampffischmännchen ein Nest, sollte man die Wasseroberfläche an dieser Stelle nicht bewegen, da die Kinderstube sehr empfindlich ist. Das auserwählte Weibchen wird eigentlich nur dafür zum Nest geführt, um ihren Laich abzugeben, danach wird es von ihrem Partner vertrieben. Das Männchen kümmert sich in den nächsten Tagen mit vollem Einsatz um die Eier und später um den Nachwuchs. Wenn die Jungfische selbstständig werden, ist es mit der großen Vaterliebe allerdings vorbei.

Kampffische mögen Aquarien mit vielen Pflanzen



Die schönen Fische leben in ihrer Heimat, Thailand, Kambodscha und Vietnam, häufig in den überfluteten Reisfeldern, sind also an sehr dichte Pflanzenbestände gewöhnt. Wer diese Fische im Aquarium halten möchte, sollte deshalb üppig bepflanzen.

Man kann Kampffische mit anderen Fischen zusammen halten, allerdings gibt es einige Einschränkungen, da einige räuberische Fische die schönen Flossen der Kampffische anknabbern könnten. Umgekehrt können kleine Jungfische und Garnelen von den Kampffischen gefressen werden. Gute Mitbewohner sind zum Beispiel die bedächtigen Panzerwelse.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 13:33

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