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Tierwelt-Rekorde: Die lautesten Schreihälse

22.09.2014 um 07:11 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Unberührte Natur verbinden die meisten Menschen mit besinnlicher Stille. Dabei kann es in der Tierwelt, egal ob unter Wasser oder im Regenwald, richtig laut werden. Rekordlautstärken werden im Ozean erreicht. Das liegt daran, dass sich der Schall im Wasser, das eine größere Dichte als Luft hat, langsamer bewegt und dadurch lauter wird.

Blauwal mit Taucher
Blauwal: tiefer Gesang mit bis zu 190 Dezibel


Das lauteste Säugetier der Welt ist der Blauwal, der mit seinem tiefen Gesang 190 Dezibel erreichen kann. Das sind 40 Dezibel lauter als ein startender Düsenjet. Angst davor, beim Tauchen einen Trommelfellschaden zu bekommen, muss man aber nicht haben. Menschen können den Gesang der Wale nämlich nicht hören, da sie im Infraschall-Bereich liegen, also für das menschliche Ohr zu tief sind. Artgenossen können die lauten Lieder des Blauwals dagegen mehrere hundert Kilometer weit hören.

Noch lauter als der Blauwal kann der Knallkrebs werden, der auch Pistolenkrebs genannt wird. Wenn diese Garnelenart ihre übergroße Schere „zuschnappen“ lässt, erzeugen sie sie einen Wasserstrahl und in Folge eine „Kavitationsblase“. Das ist eine Luftblase mit Unterdruck, die mit einem 218 Dezibel lauten Knall implodiert und das Wasser enorm erhitzt. Der Pistolenkrebs betäubt so seine Beutetiere.

Nicht nur unter Wasser, auch Land ist es gut, dass wir nicht alle Schallwellen hören. Denn sonst dürften wir uns nicht in die Nähe von Fledermäusen wagen. Forscher haben vor einigen Jahren gemessen, dass Hasenmaulfledermäuse ihre potentiellen Opfer mit 140 Dezibel anbrüllen.

Ganz so laut, aber dafür in unserem Hörbereich macht sich der Brüllaffe bemerkbar. Wenn die Affen loslegen, wird es nämlich 65 bis 100 Dezibel laut. Und meist brüllt nicht nur einer, sondern gleich alle Männchen einer Gruppe. Rund fünf Kilometer weit kann man die Affen hören, die vor allem so laut sind, um ihre Reviergrenzen abzustecken.

Mit kurioser Technik macht der Micronecta Scholtzi, ein Vertreter der Ruderwanzen, Krach. Er reibt mit seinem gerippten Penis über seinen Bauchkanten und erzeugt so bis zu 105 Dezibel lautes Zirpen.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 14:38

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