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Wenn Stuten in der Rosse zickig werden

04.09.2014 um 14:35 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Außer in der Winterpause rossen (Zeitraum der Paarungsbereitschaft) Stuten etwa alle 3 Wochen. In dieser Zeit erfolgt der Eisprung, das heißt, die Stute ist empfängnisbereit. Reiter, die mit ihrer Stute nicht züchten wollen, sondern lieber einen Ausritt genießen oder gar einen sportlichen Wettkampf bestreiten wollen, haben in der Zeit der Rosse oft ihre liebe Mühe, den Vierbeiner zur Mitarbeit zu bewegen. Denn die Sexualhormone lassen einige Pferde während der Rosse sehr kitzelig und verspannt werden. Sie treten beim Putzen und Nachgurten aus, buckeln Magazin Icon, wenn man treibende Hilfen gibt, sind im Training kaum motiviert und im schlimmsten Fall unreitbar.

Stute in der Rosse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Welche im konkreten Fall geeignet ist, sollte man mit dem Tierarzt besprechen.

Ein gängiges Mittel, mit dem vor allem Sportreiter vor wichtigen Turnieren die Rosse hinauszögern, ist das bei FEI-Wettbewerben zugelassene Hormonpräparat „Regumate“. Allerdings kann man schwerwiegende Nebenwirkungen wie eine erhöhte Anfälligkeit für Gebärmutterentzündungen und Fruchtbarkeitsprobleme vor allem bei Langzeit-Anwendungen nicht ausschließen.

Als schonender gilt die Impfung mit Improvac®, beziehungsweise Equity®. Diese unterbricht die Aktivität der Eierstöcke mindestens 23 Wochen lang, indem sie dafür sorgt, dass der Körper Antikörper gegen das GnRH-Hormon (Gonadotropin-Releasing-Hormon) bildet, die Kaskade der Sexualhormone also ganz am Anfang stoppt. Allerdings zeigte sich in Studien, dass bei einigen der „hormonell kastrierten“ Stuten trotzdem gelegentlich Rosseverhalten auftrat.

Etwa 50 Prozent der Stuten hilft es, wenn eine sterile Glasmurmel in die Gebärmutter eingeführt ist. Diese lässt den Körper einige Monate lang glauben, dass eine Trächtigkeit vorliegt. Die Rosse bleibt also aus. Englische Forscher fanden vor einigen Jahren heraus, dass ein Millitliter Erdnuss- oder Kokosöl die gleiche Wirkung haben kann. Ohne unerwünschte Nebenwirkungen kommen auch Komplementärmethoden wie Akupunktur aus.

Bei Vollblütern, Arabern und anderen blutgeprägten Stuten entstehen die starken Probleme in der Rosse häufig durch eine Fehlstellung der Scham. Diese liegt dann höher als der Beckenboden und führt vor allem in der Zeit der Rosse dazu, dass das Pferd im Galopp Luft ansaugt – beim Reiten kann man das sogar hören. Das wiederum führt zu vermehrtem Stress, möglichen Entzündungen und Fruchtbarkeitsproblemen. Mit einem kleinen chirurgischen Eingriff, der so genannten „Caslick Operation“, lässt sich die Problematik aber bei den meisten Stuten beheben oder wenigstens deutlich verbessern.


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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 13:11

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