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Magengeschwür bei Pferden - Ursachen & Therapien

11.08.2014 um 08:57 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


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Medikamente, Stress, Fütterungs- und Haltungsfehler können dem Pferd im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen schlagen. Symptome eines Magengeschwürs sind Appetitmangel, Gewichtsverlust, Durchfälle und schlechter Geruch aus dem Maul. Betroffene Pferde wirken matt, haben ein glanzloses Fell und zeigen häufig Probleme beim Reiten wie Verspannungen, starke Triebigkeit und Abwehrverhalten beim Aufsitzen. Unter den vierbeinigen Magengeschwür-Patienten sind besonders viele Renn- und Turnierpferde. Aber auch Freizeitpferde und sogar Fohlen können unter diesem Problem leiden.

Tierärztin untersucht Pferdemagen

Wie entsteht ein Magengeschwür beim Pferd?



Entzündungen (Gastritis) oder Magengeschwüre (Equine Gastric Ulcer Syndrom) entstehen, wenn ein Missverhältnis von Magensäure und körpereigenen Schutzmechanismen (Magenschleimhaut, Speichel) besteht. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn das Tier unter Stress steht – denn dieser sorgt dafür, dass der Körper mehr Magensäure produziert und die Magenschleimhaut weniger gut durchblutet wird. Mögliche Stressfaktoren können zum Beispiel Überforderung beim Training, unsachgemäßes Absetzen des Fohlens, Schlafmangel, Schmerzen oder nicht artgerechte Einzelhaltung sein.

Auch Fütterungsfehler können zu Magenproblemen führen. Der Pferdemagen produziert nämlich kontinuierlich Säure. Da Pferde in freier Wildbahn rund 16 Stunden am Tag grasen und ihr Magen also nie völlig leer ist, macht das Sinn. Bei Fresspausen von mehr als vier Stunden, wie sie in vielen Ställen vorkommen, greift die Säure im leeren Magen aber die empfindliche Magenschleimhaut an. Auch eine zu hohe Kraftfuttergabe erhöht den Säuregehalt und damit die Gefahr der Magengeschwür-Entwicklung.

Auch bestimmte Medikamente können zur Entwicklung eines Magengeschwürs führen.

Therapie für Magengeschwüre bei Pferden



Magengeschwüre müssen unbedingt behandelt werden, sonst entstehen langfristig Verengungen im Bereich des Magens, Dünndarms und der Speiseröhre, die zu Verstopfungen, Koliken und sogar einem gefährlichen Magengeschwür-Durchbruch führen können.

Wie behandelt wird, hängt vom individuellen Patienten und der Situation ab. Wichtig ist natürlich immer, mögliche Auslöser wie Stress oder falsche Fütterung abzustelllen. Manchmal heilt das Geschwür dann schon in drei bis sechs Monate von selber ab. Unterstütend kann der Tierarzt aber auch eine medikamentelle Therapie verschreiben.

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Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 13:54

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