LogIn
Suche im Magazin
Rasseportraits
Tierlexikon
Blog Themen

Tierwelt-Rekorde: Vielfraße im Tierreich

07.08.2014 um 09:52 (Letzte Aktualisierung: 12.03.2020)


537 0


Essen ist überlebenswichtig und manchmal auch sehr genussvoll – das ist im Tierreich nicht anders als beim Menschen. Und manche Tierarten können von ihren Leibspeisen, seien sie nun Blätter oder Krebse, kaum genug bekommen – sie verleiben sich täglich riesige Mengen ein. Einer der größten Vielfraße im Tierreich – jedenfalls, wenn man die Futtermenge im Verhältnis zum Körpergewicht betrachtet – ist die Zwergspitzmaus. Der rund fünf Gramm schwere Nager frisst jeden Tag etwa zehn Gramm, also das Doppelte ihres Körpergewichts.

Tasmanischer Teufel
Tasmanischer Teufel (Sarcophilus harrisii)
Frisst in 30 min bis zu 40% seines Körpergewichtes


Besonders schnell schlingt der Tasmanische Teufel (Sarcophilus harrisii), auf dessen Speiseplan Mäuse, Ratten und Hasen stehen. Innerhalb von 30 Minuten vertilgt das bis zu acht Kilogramm schwere Beuteltier bis zu 40 Prozent seines eigenen Körpergewichtes. Zum Vergleich: Würde ein 80 Kilogramm schwerer Mann die gleiche „Fressleistung“ erreichen wollen, müsste er in einer halben Stunde 32 Kilogramm Steaks essen.

Beim Hornfrosch (Ceratophrys) sind die Augen manchmal größer als der Magen – und zwar im buchstäblichsten Sinne des Sprichwortes. Wenn er ein besonders leckeres Beutetier wie eine Schlange oder große Eidechse sieht, kann er offenbar kaum widerstehen. Nicht selten passiert es nämlich, dass der Frosch einen so großen Happen nimmt, dass ihm anschließend daran der Magen aufreißt.

Eine extrem robusten Verdauungsapparat müssen die Tigerhaie (Galeocerdo cuvier) haben, die nicht umsonst auch „Müllschlucker der Meere“ genannt werden. Diese fressen eigentlich Fische, Vögel und Schildkröten, sind aber durchaus für kulinarische Experimente offen. Im Magen der Meeresbewohner hat man nämlich auch schon Nägel und Autoreifen gefunden. Der Blauwal (Balaenoptera musculus) setzt auf kleinere Delikatessen, er frisst winzige Krebse. Davon allerdings eine Menge: Rund 3,5 Tonnen Krebsfleisch, das sind rund 40 Millionen Krebse, braucht das mit 100 bis 120 Tonnen größte und schwerste Lebewesen der Erde täglich.

Auch unter den Vegetariern in der Tierwelt gibt es echte „Fressäcke“. Pandabären (Ailuropoda melanoleuca) mampfen täglich rund 20 Kilogramm Bambus. Elefanten (Elephantidae) nehmen sogar die zehnfache Menge, also rund 200 Kilogramm Gras, Zweige, Rinde und Früchte pro Tag zu sich. Für die Nahrungsaufnahme brauchen die grauen Riesen rund 17 Stunden.

Unscheinbarer, aber durchaus beeindruckend ist die Fressleistung der Raupe. In zwei Monaten frisst sie so viele Blätter, wie 1000 Mal so viel wie sie selber auf die Waage bringen würden.

Artikel Empfehlungen:
Die 10 giftigsten Tiere der Welt - Anfassen? Schlechte Idee Magazin Icon
Tierwelt-Rekorde: Die dicksten und längsten Hörner Magazin Icon
Tierwelt-Rekorde: Die lautesten Schreihälse Magazin Icon
Tierwelt-Rekorde: Die längsten und schwersten Zungen Magazin Icon
Tierwelt-Rekorde: Schnell, schneller, Wanderfalke Magazin Icon
Tierwelt-Rekorde: Tierische Springtalente Magazin Icon
Zuletzt geändert am/um: 12.03.2020 um 14:38

Alle Inhalte auf dieser Webseite (Text, Fotos, Videos) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen weder kopiert,
noch in jeglicher anderer Form verwendet werden.

Foto Copyrights:
Foto 1: photocech - stock.adobe.com

Kommentare zu diesem Artikel

Um einen Kommentar verfassen zu können, benötigst du zuächst ein kostenloses Benutzerkonto,
bzw. musst du eingeloggt sein, sofern du bereits bei uns registriert bist.

Bitte hier einloggen, oder registrieren!
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

© 2020 tieranzeigen.at. Alle Rechte vorbehalten.