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Ziegen richtig einzäunen - Zaunarten Tipps

10.07.2014 um 08:04 (Letzte Aktualisierung: 07.03.2020)


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Ziegen sind neugierig, intelligent und anhänglich, sie retten Wiesen vor der Verbuschung, geben gesunde Milch und sind eigentlich ganz wunderbare Bauernhoftiere. Wäre da nicht ihr großes Talent zu Ausbrechen. Die Tiere, deren Lebensraum ursprünglich in felsigen Hochlagen liegt, sind nämlich begabte Kletterer und überwinden die meisten Zäune und Tore. Und dann machen die kleinen Wiederkäuer gerne einen Ausflug in den Gemüsegarten, inspizieren das Wohnzimmer oder nutzen den neuen Mercedes des Nachbarn als Klettergerüst. Da Ziegen in kurzer Zeit erstaunlich viel Schaden anrichten können, sollte man sie so gut wie möglich einzäunen.

Neugierige Ziegen hinter Zaun

E-Zäune funktionieren zwar oft, bergen allerdings auch eine Gefahr: Verheddert sich die Ziege mit ihren Hörnern im Stromband, kann das einen qualvollen Tod bedeuten. Wer sich doch für einen Stromzaun entscheidet, sollte ihn mit mindestens fünf gut gespannten Bändern und mindestens 1,20 Meter hoch bauen. Wer einen stabilen, aber zu niedrigen Holzzaun hat, kann ihn mit ein oder zwei Stromlitzen ausbruchssicherer machen.

Auch Schafsnetze bringen das Risiko des Verhedderns mit. Zudem sind die Netze oft so niedrig, dass sie übersprungen werden können und Zicklein und Zwergziegen passen durch die Öffnungen.

Besser sind da etwa 1,50 Meter hohe Zäune aus engem, stabilen Maschendrahtgeflecht, bei dem die einzelnen Maschen möglichst klein sein sollten, damit die Ziege nicht versucht, Kopf oder Hörner hindurch zu stecken. Auch am Boden sollte der Zaun sicher verankert werden, sonst entwischen die Ziegen im Kriechgang.

Auch Holzzäune sind abhängig vom Modell geeignet. Am ausbruchssichersten sind senkrechte, eng gesetzte massive Latten, die sich nicht als „Sprungbrett“ eignen. Leider ist dieser Zaun arbeits- und kostenintensiv.

Grundsätzlich gilt aber auch für Ziegen das Sprichwort: „Der beste Zaun ist eine gute Weide.“ Will heißen, dass die Huftiere auf einem ausreichend großen Areal mit Klettermöglichkeiten und großem Futterangebot naturgemäß weniger Ausbruchsgedanken haben als auf einem kleinen abgegrastem Paddock.

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Zuletzt geändert am/um: 07.03.2020 um 13:01

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