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Grundsätzliches zu Wasserpflanzen im Aquarium

30.03.2014 um 00:40 (Letzte Aktualisierung: 07.03.2020)


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Wasserpflanzen nehmen durch Fischausscheidungen entstehendes Ammonium und Nitrat auf und entgiften das Wasser. Zudem entziehen sie Algen die Nahrungsgrundlage. Im Rahmen der Photosynthese nehmen sie Kohlendioxid auf und reichern das Wasser mit Sauerstoff an. Zudem bieten sie Fischen Versteckmöglichkeiten, welche dadurch Stress abbauen. Besonders Jungfische sind auf eine dichte Bepflanzung mit feingliedrigen Pflanzen angewiesen. Mithilfe von Licht bauen Pflanzen aus Kohlendioxid und Wasser Kohlenhydrate auf. Diese benötigen die Pflanzen für ihr Wachstum. Beim Prozess der Photosynthese entsteht Sauerstoff, der für das Aquarium lebensnotwendig ist.

Aquariumpflanzen schneiden

Nur mit Kohlendioxid kann eine Pflanze in der Photosynthese organische Verbindungen für ihr Wachstum aufbauen. Von Fischen ausgeschiedenes Kohlendioxid kann in Aquarien mit geringer Bepflanzung und geringem Pflanzenwachstum ausreichen. In einem Aquarium fällt jedoch zuwenig natürliches Kohlendioxid an. Außerdem entweicht Kohlendioxid durch notwendige Wellenbewegungen. Solche Bewegungen können mit Filtern erreicht werden.

Photosynthese einfach erklärt, inklusive Formel

Wenn Wasserpflanzen im Rahmen der Photosynthese Kohlendioxid verbrauchen, wird reiner Kohlenstoff aus der Verbindung mit Sauerstoff herausgebrochen. Sauerstoff wird so zum Abfallprodukt der Photosynthese.

An wichtigen mineralischen Nährstoffen für Wasserpflanzen ist vor allem Stickstoff zu nennen, das als Nitrat oder Ammonium von Pflanzen aufgenommen wird und zum Aufbau von Aminosäuren und Proteinen dient. Weiters: Phosphor, das als Phosphat aufgenommen wird. Nitrat und Phosphat sind durch Fischausscheidungen im Aquarienwasser vorhanden und fördern in zu hohen Konzentrationen das Algenwachstum.

Spurenelemente sind genauso wichtig wie Hauptnährstoffe. Eisen ist Bestandteil eines Chlorophyll aufbauenden Enzyms. Eisenmangel kann an der Gelbfärbung der Blätter erkannt werden. Molybdän ermöglicht die Verwertung von Nitrat. Mangan und Vanadium sind für Enzyme wichtig.

Großblättrige Wasserpflanzen nehmen Nährstoffe über ihre gesamte Oberfläche auf. Flüssige Dünger sind zur Aufnahme der Nährstoffe über die Blätter wichtig. Eine sogenannte Depotdüngung dient der Aufnahme von Nährstoffen über die Wurzeln. Dagegen nehmen kleinblättrige Arten ihre Nahrung über ihre Blätter auf.

Flüssigdünger enthalten alle Nährstoffe in für Pflanzen verwertbarer Form. Wurzeln der Wasserpflanzen dienen der Aufnahme von Spurenelementen, die als Nährstoffdepot lagerfähig gemacht werden. Zu Wasserpflanzen im Aquarium, welche einen Großteil der Nährstoffe über die Wurzeln aufnehmen, zählen alle Anubias- und Echinodorus-Arten.

Da Schwimmpflanzen Magazin Icon an der Wasseroberfläche treiben, wird der Lichteinfall in ein Aquarium verringert. Dies ist bei Tieren oder Pflanzen wichtig, welche schattige Stellen im Aquarium benötigen. Einige Pflanzen können sich bei zuwenig Licht nicht mehr richtig entwickeln. Andere rasch wachsende Arten benötigen viele Nährstoffe. Sie sind dann sinnvoll, wenn sich Wasserwerte im Aquarium zu Ungunsten der Bewohner verändern oder junge oder kleine Fische im Aquarium leben, die Möglichkeiten zum Verstecken benötigen.

Die weltweit verbreitete Schwimmpflanzenart ist das Teichlebermoos. Es bildet dicke Polster und zeigt sich in hellem Grünn. Unter der Wasseroberfläche sorgt es für die Beschattung des Beckens. Es kann als Bodenbegrünung oder zur Begrünung von Einrichtungsgegenständen genutzt werden. Das wurzellose Teichlebermoos sollte mit Schnüren oder ähnlichem am Bodengrund befestigt werden. Es wirkt aber auch im Vorder- oder Mittelgrund eines Aquariums.

Von Aquarianern werden auch kleine Wasserlinsen sehr geschätzt. Die wenige Millimeter großen hellgrünen „Linsen“ verfärben sich bei Eisenmangel gelb. Die Pflanze bildet Wurzeln aus, die als Versteckmöglichkeiten im Aquarium genutzt werden. Aufgrund ihres schnellen Wachstums kann sie Schadstoffe aus dem Wasser entfernen und Aquarienbewohnern Verstecke bieten. Kleine Wasserlinsen können nach sehr kurzer Zeit die gesamte Wasseroberfläche bedecken und Licht im Aquarium verhindern.

Nicht zu vergessen ist die aus Südamerika stammende, nicht winterharte Schwimmende Wolfsmilch. Die Polster bildende Pflanze wächst abhängig von den Bedingungen im Aquarium langsam oder sehr rasch. Die zwei Zentimeter große Pflanze bildet herzförmige Blätter in frischem Grün aus. Bei zu viel Licht im Aquarium verfärben sich die zwei Zentimeter großen, herzförmigen Blättchen rot. Bei zu wenig Licht kann die Schwimmende Wolfsmilch nicht gedeihen.

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Zuletzt geändert am/um: 07.03.2020 um 12:10

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