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Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen

07.08.2009 um 20:32 (Letzte Aktualisierung: 23.01.2020)


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Hunde und Katzen werden – sobald es draußen wieder wärmer wird – gerne von ihnen heimgesucht und für eine Blutmahlzeit benutzt: Die Rede ist von Zecken und Flöhen, sogenannte Ektoparasiten. Ein Flohbefall wird oft daran erkannt, dass sich das Tier ständig kratzt. Die Haut weist dunkle Stellen auf und es kann zu Haarausfall kommen. Mit einem speziellen Flohkamm kann erkannt werden, ob das Tier befallen ist, denn dabei bleiben im Kamm kleine schwarze Punkte hängen: der Flohkot.

Katze mit Flöhen

Schwieriger ist es mit den Zecken. Wenn das Tier nicht gerade speziell danach untersucht wird, zeigen weder Katze noch Hund an, dass sich eine Zecke im Fell versteckt. Meist werden diese Parasiten nur durch Zufall ertastet.
Es gibt drei wichtige Arten von Zecken, die den Hund befallen: gemeiner Holzbock, braune Hundezecke und Auwaldzecke. Die Katze wird nur vom gemeinen Holzbock geplagt.

Flöhe und Zecken übertragen zum Teil lebensbedrohliche Krankheiten


  • Flöhe können Bandwürmer auf Hunde und Katzen übertragen. Außerdem löst der Biss des Flohs einen Juckreiz bei den Tieren aus, so dass sie sich ständig kratzen oder auch heftig belecken, was zu Hautentzündungen und Haarverlust führen kann. Ebenfalls kann sich eine Flohspeichelallergie entwickeln. Ein Massenbefall an Flöhen kann zur Blutarmut führen, was jedoch eher seltener der Fall ist.

  • Die Zecke ist Überträger der folgenden Krankheiten: Babesiose, Borreliose, Anaplasmose und Ehrlichiose (Rickettsiose)

    • Bei der Babesiose werden die roten Blutkörperchen von Einzellern befallen und zerstören diese. Dies ist eine lebensgefährliche Krankheit bei Hunden. Die ersten Symptome sind meist hohes Fieber, starker Durst, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Weitere Symptome sind Blutarmut und Gelbsucht. Auch der Urin des Hundes färbt sich rot oder grün. Es sollte jedoch sofort bei den ersten Symptomen ein Tierarzt aufgesucht werden, da diese Krankheit bei zu später Behandlung tödlich verläuft.

    • Die Borreliose, eine bakterielle Erkrankung, wird oft an den sie begleitenden Bewegungsstörungen, die durch Gelenkserkrankungen hervorgerufen werden, erkannt. Die Krankheit muss sofort mit einem Antibiotikum behandelt werden. Die Symptome sind jedoch oft nicht eindeutig: hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Mattigkeit.

    • Bei der Anaplasmose werden die weißen Blutkörperchen geschädigt und zerstört. Symptome sind hohes Fieber, Apathie, Appetitlosigkeit. Des Weiteren können Erbrechen und Durchfall, zentralnervöse Symptome, Lahmheiten und Bewegungsunlust auftreten. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig behandelt, kann es zur Erblindung führen.

    • Bei der Ehrlichiose, die bisher als Reisekrankheit bekannt war, liegt eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen vor. Die Symptome: Mattigkeit, Futterverweigerung, Fieber, Gewichtsverlust, Atemnot, Erbrechen. Werden die Tiere nicht behandelt, kann die Krankheit zur Erblindung und Organschäden führen.

Behandlungsmöglichkeiten bei einem Befall von Flöhen oder Zecken



Die Tiere können mit bestimmten Floh- und Zeckenpräparaten behandelt werden (Tinkturen, Halsbänder, Shampoos usw.), die man in der Apotheke oder beim Tierarzt käuflich erwerben kann. Einige dieser Mittel enthalten einen wirksamen Schutz gegen beide Parasitenformen.
  • Bei Flohbefall sollte die gesamte Wohnung „gereinigt“ werden, da sich hier die Parasiten im Jungstadium verteilen. Hierfür gibt es spezielle Behandlungen, die in der Wohnung versprüht werden.
    Eventuell wird auch eine Bandwurmbehandlung durchgeführt. Dies entscheidet aber der Tierarzt.

  • Die Zecken werden am besten mit einer speziellen Zeckenzange oder einem Zeckenhaken entfernt. Es kann auch eine herkömmliche Pinzette benutzt werden. Es sollte sehr darauf geachtet werden, die Zecke samt Kopf zu entfernen. Sollte er doch in der Haut stecken bleiben, darf nicht versucht werden, den Kopf selbst zu entfernen, da dies zu Verletzungen führen kann. Er wird in der Regel nach einer gewissen Zeit vom Tierkörper selbst abgestoßen oder bleibt als Knötchen zurück. Sollten Entzündungen entstehen, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden, da es sonst zu Eiterungen kommen kann.
Zuletzt geändert am/um: 23.01.2020 um 19:35

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