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Haustiere sind KEINE Weihnachtsgeschenke!

04.11.2014 um 11:50 (Letzte Aktualisierung: 23.01.2020)


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Wenn unter dem Tannenbaum ein Hundewelpe, ein kleines Kätzchen, ein possierliches Kaninchen oder Meerschweinchen sitzt, leuchten Kinder- und Erwachsenenaugen. Für die vierbeinigen Weihnachtsgeschenke beginnt zum Fest der Liebe allerdings oft ein langer Leidensweg. Denn nach Heiligabend landen jährlich tausende Tiere in den sowieso schon überfüllten Tierheimen oder werden im schlimmsten Fall einfach ausgesetzt.

Ein Haustier ist kein Weihnachtsgeschenk

Gründe, warum die erste Freude über die tierische Überraschung so schnell abklingt, gibt es viele. Wer sich im Vorfeld nicht ausführlich mit der Thematik beschäftigt hat, ist oft überrascht, wie viel Zeit und Geld ein Haustier beansprucht. Die niedliche Katze ist oft gar nicht mehr so niedlich, wenn sie erst einmal das neue Sofa zerkratzt hat. Viele Vermieter erlauben die Tierhaltung nicht und manchmal reagiert auch ein Familienmitglied allergisch auf den neuen Mitbewohner.

Die Anschaffung eines Haustieres sollte deshalb mit allen Familienmitgliedern gemeinsam reiflich überlegt werden.
  • Welche Ansprüche hat das Tier an Haltung und Pflege?
  • Wer übernimmt welche Aufgabe?
  • Wer betreut das Tier im Urlaub?
  • Sind auch zusätzliche Kosten, zum Beispiel durch häufige Tierarztbesuche, finanzierbar?
Eltern sollten sich zudem darüber klar sein, dass sich jüngere Kinder zwar oft ein Tier wünschen, die damit verbundene Arbeit aber nicht realistisch einschätzen können. Mama und Papa sollten also dazu bereit sein, selber den Kaninchenkäfig zu säubern oder den Hund bei Regen Gassi zu führen, wenn der Nachwuchs sich vor der Verantwortung drückt.

Selbst wenn alle Voraussetzungen stimmen, ist das Weihnachtsfest ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um ein Tier in seinem neuen Heim willkommen zu heißen. Viele Menschen, Feierstimmung, Musik und der bunte Tannenbaum bedeuten für viele Tiere zusätzlichen Stress. Zudem hat man im Festtrubel kaum Zeit, sich ausreichend um das neue Familienmitglied zu kümmern. In so einem Fall macht es mehr Sinn, ein Buch über artgerechte Haltung, oder ein Stofftier unter den Baum zu legen.

Tierschutzvereine und auch tieranzeigen.at raten aus den oben genannten Gründen strikt davon ab, Tiere zu Weihnachten zu verschenken. Um das Leid, das durch solche unüberlegten Weihnachtsgeschenke entsteht, duldet tieranzeigen.at deshalb auch, wie jedes Jahr, keine Anzeigen, in denen Haustiere als Weihnachtsgeschenk angeboten werden.

Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.
Charles Darwin, 12.02.1809 - 19.04.1882
Zuletzt geändert am/um: 23.01.2020 um 18:04

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