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Kampfhunde, muss man wirklich Angst haben?

07.11.2008 um 12:19 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Als Kampfhunde bezeichnet man Rassen wie den Staffordshire Bullterrier, den American Staffordshire Bullterrier, den American Pit Bull Terrier und den Bullterrier, aber auch noch einige mehr. All diesen Kampfhunden wird ein aggressives Verhalten nachgesagt.

American Staffordshire Terrier mit kleiner Katze

Man muss aber wissen, dass ein Kampfhund erst zu dem gemacht wird was man unter „Kampfhund“ versteht, wenn er erzogen und sozialisiert wird, sprich der Mensch ist „Schuld“ am Verhalten eines (jeden) Hundes, ganz besonders der hier aufgeführten Rassen.

Zum aktuellen Zeitpunkt (03.01.2020) fallen in Wien die folgenden Rassen unter den Begriff „Listenhunde“:So genannte Kampfhunde haben die Anlage ein aggressiver Hund zu werden, allerdings bereits im Blut, d. h. es ist einfacher einen Hund dieser Rasse zu einem gefährlichen Hund zu erziehen als zum Beispiel einen Whippet (Windhund).

Dies ist auch auf die breiten Kiefer zurück zu führen ist, die, sind sie erst einmal geschlossen, kaum noch auf zu bekommen sind. Die Erziehung sollte also dahingehend ausgerichtet werden, diese Rassen nicht mit Gewalt zu erziehen, sie nicht mit Prügeln zu Dingen zwingen, die sie im Rudel nie machen würden und sie auch nicht in einen so genannten Blutrausch zu versetzen. Gerade diese Hunde sollten zwar konsequent, aber dennoch gewaltlos erzogen werden, eine souveräne Führung durch den Hundehalter gibt auch einem Kampfhund die nötige Sicherheit, um entspannt mit fremden Menschen und Hunden umzugehen.


Leider weiß man nicht, wie der Gemütszustand eines Kampfhundes ist, wenn man diesen das erste Mal begegnet. Hier ist das Gespräch mit dem Hundehalter wichtig, er sollte ruhig und aktiv zum Wesen seines Hundes befragt werden und wird sicher gerne Auskunft über seinen Hund geben.

Aktuelle Informationen (Stand: 03.01.2020) über die Haltung von "Listenhunden" in Österreich

Die Haltung von sogenannten Listenhunden (auch als Kampfhunde bezeichnet) ist in Österreich je nach Bundesland anders geregelt. Auch die gelisteten Hunderassen können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein (Bsp.: Wien im Vergleich zu Niederösterreich)

In Wien muss jeder Hundehalter einer gelisteten Rasse eine Hundeführerscheinprüfung positiv bestehen.
Ebenso ist an öffentlichen Orten ein Maulkorb und eine Leine Pflicht (Ausnahme: Hundezonen).

In Niederösterreich und Vorarlberg muss die Haltung der zuständigen Gemeinde unverzüglich angezeigt, bzw. auch von dieser bewilligt werden. Maulkorb und Leinenpflicht an öffentlichen Orten.

In Oberösterreich, der Steiermark und in Salzburg müssen Hundehalter grundsätzlich für jede gelistete Rasse einen etwa 3-4 stündigen Kurs absolvieren um Sachkunde nachzuweisen. Maulkorb und Leinenpflicht an öffentlichen Orten.

In Tirol, dem Burgenland und Kärnten gibt es grundsätzlich keine besonderen Voraussetzungen die zu erfüllen sind. Bei Auffälligkeiten des Hundes ist jedoch mit dem Einschreiten der zuständigen Behörde zu rechnen.

Geht der Hundehalter verantwortungsvoll mit seinem Tier um, so kann dieses auch keinem schaden. Der Halter soll souverän und sicher auftreten, so hat auch das Tier nicht das Gefühl, es müsste seinem Herrchen oder seinem Frauchen helfend zur Seite stehen, das Oberhaupt des „Rudels“ sollte NIE der Kampfhund sein, denn sie neigen zu Dominanz und die Beißhemmung ist relativ gering angesetzt. Ein Kampfhund sollte – wie auch jeder andere Hund – nie mit Kindern allein in einen Raum gelassen werden, so kann man auch mögliche Unfälle mit Kampfhunden verhindern.


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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 09:25

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