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Informationen zum Hundeführerschein - Kosten, Infos & mehr

06.08.2008 um 11:23 (Letzte Aktualisierung: 09.03.2020)


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Seit 2006 besteht die Möglichkeit einen sogenannten Hundeführerschein zu machen. Dieser soll bescheinigen, dass der Hundehalter mit seinem Hund in Alltagssituationen klar kommt und sein Hund keine Personen oder anderen Hunde gefährdet (Aggressivität, „Freibiss“). Der Hundeführerschein ist freiwillig zu absolvieren, bei verhaltensauffälligen Hunden kann er sogar verpflichtend sein. Dadurch kann in Einzelfällen sogar für bestimmte Hundehalter die nicht vertrauenswürdig erscheinen, ein Hundehalteverbot ausgesprochen werden.

Gut erzogener Beagle an der Leine

Die Regelungen zum Hundeführerschein, bzw. auch zum Sachkundenachweis, sind in Österreich je nach Bundesland verschieden. Anbei ein Beispiel für das Bundesland Wien.

Der Wiener Hundeführerschein (Österreich)



Wer kann ihn "freiwillig" absolvieren?
Alle Hundehalter (es können nur die Personen antreten, auf dessen Name der Hund bei der MA 6 gemeldet ist) mit ihren Hunden (Mischlinge und Rassehunde). Voraussetzung ist dass der zu prüfende Hund mindestens 6 Monate alt, in Wien gemeldet, und auf keiner Rasseliste (Stichwort "Listenhunde") steht.

Wer muss ihn "verpflichtend" absolvieren?
Wenn es sich beim Vierbeiner um einen sogenannten "Listenhund" handelt, muss der Hundeführschein innerhalb von 3 Monaten ab Beginn der Haltung verpflichtend absolviert werden. Das Mindestalter des Hundes muss hier ebenfalls 6 Monate betragen. Anmeldung über den unten angeführten Link.

Prüfungsablauf
Geprüft wird das Gespann in den Bereichen Gehorsam und Verhalten im Alltag. Die gesamte Prüfung beinhaltet 4 Teilbereiche (theoretische Prüfung über das Wissen des Hundehalters, praktische Prüfungen in Hundeumgang, Gehorsam, Alltagstauglichkeit). Das eigentliche Ziel des Hundeführerscheins ist, dem Hundehalter mit seinem Hund ein konfliktfreies Leben in der Großstadt Wien zu ermöglichen.

Wer prüft?
In Wien gibt es zahlreiche lizensierte Prüfer, welche auch den Hundeführerschein ausstellen.

Kosten
Die Verwaltungskosten für die Antragstellung betragen 25 Euro. Die Prüferinnen, bzw. Prüfer sind berechtigt, Verwaltungskosten von bis zu 40 Euro zu verrechnen (eventuelle Fahrtspesen exklusive).

Informationen
Die Lernunterlagen und den Fragenkatalog kann man sich gratis downloaden unter: www.wien.gv.at

Der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater e.V) - Hundeführerschein (Deutschland)



Wer darf ihn absolvieren?
Alle Hundehalter mit ihren Hunden, welche mindestens 1 Jahr alt, geimpft, haftpflichtversichert sind und einen Mikrochip besitzen.

Prüfungsablauf
Geprüft wird in einer Umgebung, die dem Hund unbekannt ist. Die Prüfung besteht aus 3 Teilbereichen (theoretisches Wissen vom Hundehalter, in der Praxis: Beziehung zwischen Halter und Hund, Alltagstauglichkeit). Es gibt 2 Prüfungsstufen (Stufe 1 nur mit Leine, Stufe 2 mit Leine aber auch Teile mit Freilauf). Außerdem wird auch noch in 3 verschiedenen Umgebungen geprüft (ablenkungsarme Gegend z.B. eine ruhige Wiese, belebte Grünanlage z.B. im Park, in der Stadt z.B. Innenstadt, Einkaufsstraße).

Informationen
Infos findet man auf der BHV Webseite: www.hundeschulen.de

Der VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) Hundeführerschein (Deutschland)



Wer darf ihn absolvieren?
Jeder Hundehalter mit seinem Hund (mindestens 1 Jahr alt). Es muss gegen Tollwut geimpft (gültig) und haftpflichtversichert sein. Verhaltensgestörte Hunde werden hier nicht aufgenommen. Außerdem muss ein 12 wöchiger Vorbereitungskurs absolviert werden, wird dieser nicht gemacht, muss der Teilnehmer, 4 Wochen vor Hundeführerscheinprüfung, dem Prüfer die Tauglichkeit beweisen um antreten zu dürfen.

Ausbildung
Ein Ausbilder schult ein und steht während des gesamten Kurses zur Verfügung. Folgende Bereiche werden behandelt: Hundeverordnungen aus allen Bundesländern, Gesetze, Mietrecht, Versicherung, Erziehung, das Wesen des Hundes, Entwicklung, Ausbildung, Erste Hilfe;

Prüfungsablauf
Geprüft wird in einem theoretischen Teil (Multiple-Choice-Test) und in dem praktischen Teil.

Wer prüft?
Nur anerkannte Prüfer, sogenannte VDH-Listen Prüfer, dürfen den Test durchführen.

Besondere Schmankerl
Rabatte bei der Hundesteuer; Möglichkeit, bei der Hundehaftpflicht günstigere Prämien zu bekommen wenn der VDH Hundeführerschein vorgelegt wird.

Kosten
Einheitliche Kursgebühr 75 Euro, Schulungsunterlagen und Teilnehmerpaket (Video und ein Leitfaden) 15 Euro, Prüfungsgebühr für Kursteilnehmer 25 Euro, Prüfungsgebühr für Nicht-Kursteilnehmer 50 Euro.
Informationen

Informationen
Weiterführende Informationen auf der Webseite des VDH unter: www.vdh.de


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Zuletzt geändert am/um: 09.03.2020 um 09:25

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