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Pferderasse Lipizzaner: Charakter Infos & mehr



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Lipizzaner

Lipizzaner
Stockmaß: Das Stockmaß liegt beim Lipizzaner zwischen 152 und 165 cm.
Herkunft: Ihren Ursprung hat diese Pferderasse in Lipizza / Slowenien.
Farben: Die typische Farbe der Lipizzaner ist der Schimmel. Seltener treten Braune, Füchse, Rappen oder stichelhaarige Tiere auf. Die Schimmel kommen als Rappen zur Welt. Ihre Farbe verändert sich erst nach einem Vierteljahr.

Exterieur: Der Kopf ist mittelgroß, länglich und meist mit einem geraden Profil. Die Augen sind groß und lebendig, die Ohren klein und aufgerichtet. Der mittellange Hals ist gut aufgesetzt und leicht gebogen mit einer dichten und seidigen Mähne. Der Widerrist ist eher wenig ausgeprägt, breit und muskulös. Die breite Kruppe ist gut bemuskelt und rund mit einem hoch angesetzten langen Schweif. Die Brust ist breit und die schrägen Schulter sehr muskulös. Die starken Gliedmaßen sind sehr robust mit kräftigen, nicht zu großen und schön geformten Hufen.

Verwendung: Die Pferde dieser Rasse sind sehr vielfältig einsetzbar. Besonders beliebt sind sie als Reit- und Wagenpferd und zur Dressur, hier bevorzugt für die Hohe Schule. Aber daneben ist der Lipizzaner auch ein gutes Wirtschaftspferd.

Temperament: Diese Pferde sind für ihr feuriges Temperament bekannt. Der Lipizzaner ist ein sehr intelligentes, gelehriges, lebhaftes, gutmütiges und gehorsames Pferd. Es ist daneben anhänglich, treu, ausdauernd und genügsam.

Das einstige kaiserliche Kutschpferd wurde auch vom Militär verwendet. Mit Leichtigkeit führte es alle Angriffs- und Verteidigungsfiguren aus. Diese wurden später von der spanischen Hofreitschule weiterentwickelt.

Die Geschichte dieser aparten Pferde reicht bis über 400 Jahre zurück. Der Erzherzog Karl II. von Innerösterreich wollte zu jener Zeit Paradepferde für den Hof in Wien züchten. Zu diesem Zweck kaufte er die verfallene Villa Lipica. Zur Zucht wurden Karstpferde des Gestüts mit Hengsten aus der norditalienischen Provinz Polesina und weiter neun Hengste und 24 spanische Stuten verpaart. In den darauf folgenden Jahren kreuzte man dann noch Pferde vom dänischen Hofgestüt Frederiksborg und des Gestüts Lippe- Bückeburg ein. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurden zur Blutauffrischung edle Andalusier mitverpaart. Während der zwei Weltkriege wurde das Gestüt mehrmals erobert und die Tiere beschlagnahmt. Erst im Jahre 1947 kehrten dann lediglich elf Lipizzaner nach Lipica zurück. Die Zucht wurde nun neu begonnen. Der Lipizzaner steht heute für ein edles und stolzes Pferd. Er ist der Inbegriff eines Schimmels, allerdings gab es bis in das vorige Jahrhundert auch Lipizzaner in allen Farben. Bei der Geburt sind die Fohlen braun oder schwarz. Erst mit zunehmendem Alter zwischen dem siebenden und zehnten Jahr ist die Silberfarbe richtig ausgeprägt.




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