News & Artikel zum Thema Mäuse


Startseite TIERBLOG Alle Postings mit dem Tag: MÄUSE (Gesamt: 7 Artikel)

ALLE POSTINGS MIT DEM TAG MÄUSE
15.02.2017 um 21:44: Die Körpersprache der Nager
25.10.2014 um 19:17: Vampire der Nacht? Fledermäuse verschlafen Halloween
23.07.2014 um 21:39: Ein Zuhause für Rennmäuse einrichten
14.06.2014 um 14:58: Brasilianische Fledermäuse im Wilhelmadschungel
04.06.2014 um 12:47: 8. Juni 2014/Wilhelma: Dia-Vortrag über Fledermäuse
14.05.2014 um 07:58: Pfotenhilfe informiert: Fledermäuse und deren Quartiere schützen
07.04.2014 um 15:51: 13. April 2014 in Stuttgart: Vortrag über Fledermäuse


Die Körpersprache der Nager
15.02.2017 um 21:44 - Thema: Kleintiere



Mit ihren Artgenossen „unterhalten“ sich Nagetiere überwiegend mit Duftstoffen. Darüber hinaus kommunizieren sie aber auch mit Mimik, Gesten und Bewegungen. Ein Glück für Halter von Mäusen, Ratten, Meerschweinchen und Co, denn die Körpersprache können wir naturgemäß besser verstehen als Duftsignale.
Oft muss man aber schon genau hinschauen, das Tier gut kennen und gegebenenfalls auch länger beobachten, um ihre Botschaften richtig interpretieren zu können. So gehört Putzen zum normalen Verhalten von gesunden Ratten, Mäusen, Hamstern und Meerschweinchen. Sind die Bewegungen ruhig und entspannt, fühlt sich der Vierbeiner in der Regel wohl. Gegenseitiges Putzen unter Artgenossen festigt zudem die Bindungen im Nagerkäfig. Anders sieht es aus, wenn Ratten oder Mäuse bei der Körperpflege einen hektischen Eindruck machen. Dann ist das Putzen nämlich eine Übersprungshandlung, die auftritt, wenn die Tiere gestress oder unsicher sind. Bei Hamstern und Meerschweinchen werden die Putzbewegungen in so einer Situation nicht unbedingt hektischer, sondern eher intensiver - das Tier scheint völlig in die Handlung vertieft zu sein und die Umgebung vergessen zu haben.

Eine andere Übersprungshandlung bei Meerschweinchen und Hamstern ist das senkrechte in die Höhe springen. Die Luftsprüngen können bedeuten, dass sich die Tiere gerade erschreckt haben. Laufen sie dabei aber wild umher und hüpfen mehrfach in die Höhe, ist das Springen, das bei Meerschweinchen „Popcornen“ genannt wird, ein Zeichen für gute Laune.

Gar keine gute Laune haben Meerschweinchen hingegen, wenn sie plötzlich den Kopf hochwerfen. Damit signalisieren sie beim Streicheln nämlich, dass sie ihre Ruhe haben möchten - ein Wunsch, den man immer respektieren sollte.

Besitzer von Nagetieren sollten auch wissen, wie ihre Schützlinge vor Gefahren warnen oder drohen. So trommeln Rennmäuse mit den Hinterpfoten auf den Boden, wenn Gefahr in Anzug ist. Meerschweinchen sträuben ihr Fell. Ebenso wie Ratten, die zudem noch einen “Katzenbuckel” machen. Hamster blasen ihre Backentaschen auf und klappern mit den Zähnen.

Wie viele Körpersignale ist auch die Bedeutung des Gähnens abhängig von der jeweiligen Situation. In der Regel sind Vierbeiner, die ihr Mäulchen weit aufreißen, einfach nur müde oder aber sehr entspannt. Treffen sich zwei Artgenossen, kann es aber auch als Geste der Unterwerfung eingesetzt werden.

Thema: Kleintiere

Tags: Kleintiere Nagetiere Ratten Mäuse Meerschweinchen Hamster

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Vampire der Nacht? Fledermäuse verschlafen Halloween
25.10.2014 um 19:17 - Thema: Wildtiere


WWF und Nationalpark Donau-Auen über die nützlichen Flugsäugetiere

Wien, Marchegg am 24. Oktober 20214 - Halloween und Allerheiligen stehen vor der Tür; die Nächte werden länger. Wer nach einem ausgedehnten Herbstspaziergang an den Auen an Donau, March und Thaya in den dunklen Himmel spät, wird bisweilen noch dunkle Flattertiere vorbeiflitzen sehen. Mit einiger Sicherheit handelt es sich dabei um Fledermäuse auf der Jagd. „Gerade in Augebieten sind die wendig-geschickten Fledermäuse enorm nützlich, weil sie als Insektenjäger die Belastung der Anrainer durch Gelsen reduzieren können. Eine Kolonie von 50 Mückenfledermäusen kann im Sommerhalbjahr bis zu 15 Kilogramm Insekten fressen - das ist viel effizienter und umweltschonender als die Plagegeister mit Giftstoffen zu bekämpfen“, weiß WWF-Mitarbeiter Gerhard Egger, Experte für die March-Thaya-Auen in Niederösterreich. In diesem Gebiet sind 20 Fledermausarten heimisch. Dazu gehören die Mausohren und Grauen Langohren ebenso wie der Große Abendsegler und die Zwergfledermaus.

Aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise wurden Fledermäuse früher mit Dunkelheit, Unheil und Tod verknüpft. Auf historischen Darstellungen verlassen die Seelen beim Sterben den Körper in Form einer Fledermaus. Daraus könnte der Vampirglaube entstanden sein, dessen Helden - von Graf Dracula bis zum „Twilight“-Charakter Edward Cullen - die menschliche Phantasie bis heute beflügeln. Es gibt tatsächlich drei Arten von Vampirfledermäusen, die sich ausschließlich von Blut ernähren; allerdings nur in Süd- und Mittelamerika. Die insgesamt 28 in Österreich vorkommenden Fledermausarten ernähren sich hingegen von Insekten.

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Image der Fledermaus, dem weltweit einzigen aktiv fliegenden Säugetier, entscheidend verbessert! Die Kleinsäuger sind nicht nur nützlich, sondern auch ein Indikator für intakte Lebensräume. Im Nationalpark Donau-Auen wurde bisher rund die Hälfte der in Österreich vorkommenden Arten nachgewiesen. „Diese faszinierende Vielfalt besteht hauptsächlich aus Baumhöhlen-Bewohnern - für sie stehen hier im Nationalpark, in welchem Bäume altern dürfen, genügend Quartiere und auch Nahrung zur Verfügung. Zu den bei uns vorkommenden Vertretern zählen Wasser-, Fransen-, und Rauhautfledermaus, Breitflügelfledermaus und Braunes Langohr“, so Christian Baumgartner vom Bereich Natur & Wissenschaft. Besonders hervorzuheben ist auch die Mopsfledermaus, die europaweit einen besonders hohen Schutz genießt.”

Erst vor kurzem wurde in den March-Thaya-Auen eine neue Fledermausart für Österreich nachgewiesen, nämlich die Teichfledermaus. Im Zuge eines aktuellen Forschungsprojektes des WWF spürten die Wissenschaftler dieser Art bei einer nächtlichen Bootsfahrt nach. Dabei wurden die Rufe von über dem Wasser jagenden Fledermäusen aufgenommen, welche später am Computer bestimmt werden konnten. „Es war eine Überraschung für uns, dass die Teichfledermaus auf der ganzen Strecke zwischen Hohenau und Dürnkrut festgestellt werden konnte“, freut sich Ulrich Hüttmeir von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich.

Das Vorkommen von vergleichsweise vielen Fledermäusen im Osten unseres Landes darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten heimischen Vertreter dieser Gruppe in der Roten Liste der gefährdeten Säugetiere als gefährdet angeführt sind.

Fledermäuse benötigen für mehr als die Hälfte ihres Lebens höhlen- und spaltenartige Quartiere wie Baumhöhlen, Stammrisse oder Mauerspalten. Viele Fledermausarten sind Kulturfolger geworden - wenn sie geeignete Möglichkeiten an Gebäuden finden, nehmen sie diese gerne an. Als Jagdreviere dienen Wälder, Lichtungen, Wiesen und Gewässer, die reich an Insekten, Motten und Nachtschwärmern sind. In unserer dicht verbauten und stark genutzten Landschaft finden die Fledermäuse optimale Lebensräume immer seltener vor. Wer zur Verbesserung ihrer Jagdgebiete und Quartiere beitragen möchte, kann Ersatzquartiere an Gebäuden oder im Wald anbringen. Auch der Griff zu naturnahen Produkten im Garten und in der Land- und Forstwirtschaft trägt zum Schutz der Insektenfresser bei.

Wenngleich der Vampirmythos also längst widerlegt ist, lässt sich mit Fledermäusen immer noch gut Spuk erzeugen - besonders zu Halloween. „In Wirklichkeit sind die Fledermäuse Ende Oktober meist längst im Winterschlaf“, schmunzeln die Experten abschließend.

Thema: Wildtiere

Tags: WWF Wildtiere Fledermäuse

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Ein Zuhause für Rennmäuse einrichten
23.07.2014 um 21:39 - Thema: Kleintiere



Rennmäuse sind putzig und relativ pflegeleicht. Mit ein bisschen Mühe werden die Nager, die zwei bis vier Jahre alt werden, schnell handzahm. Zudem macht es viel Spaß, das Sozialverhalten der rund 90 Gramm schweren Tiere zu beobachten.

Für eine artgerechte Haltung von Rennmäusen braucht man zunächst einmal ausreichend Platz. Zwei Mäuse brauchen zusammen ein Gehege, das mindestens 1m x 50 cm x 50 cm groß ist. Eine gute Alternative zum Gitter- oder Kleintierkäfig ist ein gebrauchtes oder ausrangiertes Aquarium, bei dem ein engmaschiges Drahtgitter als Deckel dient. So ein Glaskäfig hat den Vorteil, dass die Einstreu nicht durchs ganze Zimmer fliegt, wenn die Rennmäuse in Buddellaune sind. Außerdem kann man die quirligen Mitbewohner durch die Glasfront besonders gut beobachten und auch einen Blick auf ihre Gangsysteme und Schlafhöhlen werfen.

Die Schicht mit Grundeinstreu sollte 25 Zentimeter oder dicker sein und kann aus Kleintierstreu bestehen. Heu und Papiertaschentücher sind beliebte Nestmaterialien. Ein Sandbad mit Chincilla- oder Vogelsand zum Scharren und für die Fellpflege sowie ein Laufrad aus Metall sollten auch nicht fehlen.
Zum Klettern und Verstecken eignen sich zum Beispiel Tonröhren, halbe, saubere Kokosnussschalen, Korkrindenstücke, Papprollen und ungiftige Äste, zum Beispiel Birke, Apfelbaum und Haselnuss. Man sollte darauf achten, nur gesundheitlich unbedenkliche Materialien in den Käfig zu legen – denn die Rennmäuse, deren Zähne ständig nachwachsen und deshalb abgenutzt werden müssen, knabbern alles an.

Das Futter kann man in einer Keramikschale anbieten oder direkt auf der Einstreu verteilen.
Zur Ausstattung des Rennmäuseheims gehört natürlich auch noch eine Trinkflasche für Nagetiere, die ständig mit sauberem Wasser gefüllt sein sollte.

Thema: Kleintiere

Tags: Nagetiere Kleintiere Rennmäuse

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Brasilianische Fledermäuse im Wilhelmadschungel
14.06.2014 um 14:58 - Thema: Zoos



Brillenblattnasen im Amazonienhaus

Brasilien liegt so nah: Im Amazonienhaus der Wilhelma kann man jeden Tag eine Reise in den brasilianischen Regenwald unternehmen. In dem großen Tropenhaus entsteht der Eindruck, man sei tatsächlich im Amazonas-Regenwald. Damit diese Illusion perfekt wird, leben hier viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten gemeinsam unter einem Dach. Seit ungefähr zwei Wochen gesellen sich zu den vielen Vögeln, Echsen und Fröschen nun auch 50 Fledermäuse. Brillenblattnasen, um genau zu sein. Um sie zu entdecken, muss man aber schon genau hinschauen. Denn richtig munter werden die kleinen, fliegenden Säugetiere erst wenn es dunkel wird.
Den Tag verschlafen sie kopfüber hängend hinter dichten Pflanzenvorhängen in künstlichen Felsnischen. Oftmals nur wenige Meter von den vorbeigehenden Besuchern entfernt. Hier bilden die Brillenblattnasen kleine Gruppen von zehn bis 15 Tieren. Meistens scharrt ein Männchen mehrere Weibchen samt Jungtiere um sich. Im Amazonasregenwald können diese Gruppen bis zu 100 Tiere umfassen.

Sobald die Dämmerung einbricht, werden die Blattnasen munter und schwirren dann auch um die Köpfe der Wilhelma-Besucher. Aber keine Angst. Die kleinen, tropischen Säugetiere sind vollkommen harmlos. Sie ernähren sich ausschließlich von Früchten. Diese finden die Brillenblattnasen mit Hilfe ihres ausgezeichneten Geruchssinns. Ansonsten orientieren sich Fledermäuse, auch in völliger Dunkelheit, mit einem so genannten Echoortungssystem. Sie stoßen für uns Menschen nicht hörbare Ultraschallaute aus und bekommen durch die zurückgeworfenen Echos ein sehr genaues Bild von ihrer Umgebung. Brillenblattnasen sind sehr wendige Flugkünstler. Sie können im dichten Blattwerk und auf engstem Raum manövrieren. So weichen sie jedem Hindernis, auch jedem Wilhelma-Besucher, geschickt aus.

In den Tropen Südamerikas gehören Brillenblattnasen zu den häufigsten und damit auch am besten erforschten Fledermausarten. Die Gruppe der Blattnasenfledermäuse umfasst insgesamt 150 Arten, die ihren Namen dem charakteristischen Nasenaufsatz, der wie ein Blatt aussieht, verdanken. Weltweit sind derzeit über 1200 verschiedene Fledermausarten bekannt. Regelmäßig werden jedoch neue Arten entdeckt.

Thema: Zoos

Tags: Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Zoos Fledermäuse Tropen

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8. Juni 2014/Wilhelma: Dia-Vortrag über Fledermäuse
04.06.2014 um 12:47 - Thema: Veranstaltungen



Kurzvortrag in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“:
Alles über die „Schatten der Nacht“, die Fledermäuse

Um besonders talentierte Flugakrobaten der Nacht, die Fledertiere, geht es am Sonntag, dem 08. Juni 2014, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr im Gebäude der Wilhelmaschule (Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart) unterhalb der Geiervoliere statt. In dem Vortrag stellt die Biologin und Fledermausexpertin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erzählt von den erstaunlichen Fähigkeiten, Jagdtechniken und besonderen Bedürfnissen der dämmerungs- und nachtaktiven Insektenjäger. Die Teilnahme am Vortrag ist im Eintritt in die Wilhelma enthalten, kleine Spenden für den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Thema: Veranstaltungen

Tags: Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Zoos Veranstaltungen Fledermäuse

Permalink: http://www.tieranzeigen.at/blog/367-8-juni-2014wilhelma-dia-vortrag-ueber-fledermaeuse.html

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Pfotenhilfe informiert: Fledermäuse und deren Quartiere schützen
14.05.2014 um 07:58 - Thema: Tierschutz


Fledermäuse leben vor allem im städtischen Raum meist unbemerkt mitten unter uns, da sie in der heutigen Landschaft nicht genügend Baum- und Felshöhlen oder –spalten finden. Auf Dachböden von Wohnhäusern oder Kirchen, aber auch hinter Wandverkleidungen suchen die nachtaktiven Tiere tagsüber Unterschlupf um ihre Jungen groß zu ziehen, bevor sie sich abends oder nachts auf die Futtersuche machen. Vor allem in Gärten, bei Flüssen oder um Straßenlaternen in Parks kann man sie, sofern man Geduld hat, im scheinbar lautlosen Flug beobachten, wie sie per Ultraschall geschickt ihre Beute (Insekten) fangen. Übrigens flattern die Tiere gar nicht so lautlos wie wir meinen durch die Nacht, wir können nur ihre Rufe nicht hören. Während sie fliegen, senden sie Ultraschall-Rufe aus , die sowohl von ihren Hindernissen, als auch ihren Beutetieren als Echo zurückgeworfen werden. Viele Arten der harmlosen Zeitgenossen sind bereits gefährdet, darum ist es höchste Zeit, etwas zum Schutz dieser Tiere beizutragen.

„Um Fledermäuse zu schützen, müssen deren Quartiere und insektenreiche Gebiete erhalten werden“, erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. „Bemerken Sie also, dass sich an oder in Ihrem Haus (Dachboden, Keller) Fledermäuse eingenistet haben, brauchen Sie nicht mehr zu tun, als deren Quartier so zu belassen. Sobald die Fledermausjungen groß genug sind, ziehen sie samt ihren Eltern ganz von alleine wieder aus“. Die Tiere kehren meist ein mal pro Jahr in ihre angestammten Quartiere zurück, also sollten deren Nist- und Hangplätze wenn möglich nicht entfernt werden. „Am besten beobachten kann man die Tiere, wenn man seinen Garten so natürlich wie möglich belässt,“ erklärt Sautner. „Fledermäuse halten sich dort auf, wo es auch ein reiches Nahrungsangebot gibt. Also in Wäldern, an Baumreihen, Hecken über blühenden Wiesen, aber auch in Parks oder über Gewässern“.

Während Arten wie das „Große Mausohr“ oder die „Zwergfledermaus“ in Österreich recht häufig und weit verbreitet sind, findet man andere Arten nur noch in bestimmten Regionen, denn sie sind gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht. Verantwortlich dafür ist wie so oft der Mensch, denn durch das Abnehmen der Vielfältigkeit der Landschaft gibt es immer weniger Insekten und Spinnen. Auch Insektenbekämpfungsmittel, die in der Land- und Forstwirtschaft verwendet werden, tragen zum Rückgang der Fledermausbestände bei.

Wollen Sie also Fledermäusen unter die Flügel greifen, dann sorgen Sie dafür, dass mögliche ungestörte Quartiere für die Aufzucht der Jungen zur Verfügung stehen. Verschließen Sie kleine Zugänge zu Ihrem Dachboden nicht, denn wer eine Fledermauskolonie am Haus oder in seinem Dachboden hat, darf sich glücklich schätzen. Er trägt eine besondere Verantwortung und einen großen Beitrag zur Erhaltung dieser Tiere bei – und das im Normalfall einfach durch Nichtstun.

Wurde Ihr Gebäude erst unlängst saniert, dann bieten sich auch Fledermaus-Hotels an, die im Handel erhältlich sind. Montieren Sie dieses an eine wind- und regengeschützte Stelle Ihrer Fassade und mit etwas Glück bekommen Sie schon bald Besuch von den harmlosen Insektenfressern. „Wichtig ist nur, die Tiere nicht zu stören – dann finden vielleicht schon bald vom Aussterben bedrohte Arten wie die Alpenfledermaus oder die große und kleine Hufeisennase wieder ihren Weg nach Österreich“, so Sautner abschließend.

Thema: Tierschutz

Tags: Tierschutz Pfotenhilfe Fledermäuse

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13. April 2014 in Stuttgart: Vortrag über Fledermäuse
07.04.2014 um 15:51 - Thema: Veranstaltungen



Kurzvortrag in der Wilhelmaschule aus der Reihe „Wilde Wochenenden“: Alles über die „Schatten der Nacht“, die Fledermäuse
Um besonders talentierte Flugakrobaten der Nacht, die Fledertiere, geht es am Sonntag, dem 13. April 2013, in einem spannenden Dia-Kurzvortrag aus der Reihe „Wilde Wochenenden“. Er findet um 15 Uhr und ein zweites Mal um 16 Uhr im Gebäude der Wilhelmaschule, im Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart, unterhalb der Geiervoliere statt. In dem Vortrag stellt die Biologin und Fledermausexpertin Ewa Paliocha verschiedene Arten von Fledertieren vor und erzählt von den erstaunlichen Fähigkeiten, Jagdtechniken und besonderen Bedürfnissen der dämmerungs- und nachtaktiven Insektenjäger.
Die Teilnahme am Vortrag ist im Eintritt in die Wilhelma enthalten, kleine Spenden für den Gorillaschutz sind jedoch jederzeit willkommen.

Thema: Veranstaltungen

Tags: Zoos Zoologisch-Botanischer Garten Stuttgart Veranstaltung Fledermäuse

Permalink: http://www.tieranzeigen.at/blog/265-13-april-2014-in-stuttgart-vortrag-ueber-fledermaeuse.html

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